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Nach einem Unfall stellen sich viele Autofahrer die Frage, ob sie ihren Unfallwagen noch verkaufen können. Zwar ist es nicht ganz einfach einen Unfallwagen zu verkaufen, aber oft gibt es lohnende Alternativen zum Schrottplatz.

In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, was Sie wissen müssen, um Ihren Unfallwagen verkaufen zu können.

Ab wann gilt mein verunfalltes Fahrzeug als „Unfallwagen“?

Nicht jedes Auto, welches in einen Unfall geraten ist, muss gleich als Unfallwagen gekennzeichnet werden. Doch ab wann gilt ein verunfalltes Fahrzeug als Unfallwagen?

Leider hat der Gesetzgeber hierzu keine klare Regelung getroffen. Als Unfall gilt juristisch gesehen jedes Ereignis, welches plötzlich, unbeabsichtigt und physisch oder mechanisch einen dauerhaften Schaden verursacht. Das schließt nicht nur einen Verkehrsunfall mit ein, sondern auch Einflüsse durch Brand, Wasser oder Hagel.

Auch nicht ganz klar abgrenzbar ist die Grenze zwischen Bagatellschaden und Unfallschaden. Standardmäßig kann man sich an der Bagatellgrenze von 200€ orientieren. So fallen kleine Kratzer oder Beulen noch unter die Bagatellgrenze. Fahrzeuge mit solch minimalen Schäden müssen nicht als Unfallwagen gekennzeichnet werden.

Gut zu wissen

Bagatellschäden müssen Sie beim Verkauf nicht von sich aus ansprechen, allerdings sind Sie auf Nachfrage dazu verpflichtet Auskunft zu geben. Liegt der Schaden über der Bagatellgrenze, dann müssen Sie ihn ansprechen. Verschweigen Sie den Schaden, handeln Sie arglistig. Haben Sie den Käufer wider besseren Wissens nicht über den tatsächlichen Zustand informiert, hat er Schadensersatzansprüche. Auch verliert beim Privatverkauf der Haftungsausschluss seine Gültigkeit. Sie rutschen dann ganz schnell für zwei Jahre in die Gewährleistung. Auch ist eine Rückabwicklung des Kaufs denkbar.

Fachgerecht repariertes Fahrzeug verkaufen

Ihr Fahrzeug wurde nach einem Verkehrsunfall bereits fachgerecht repariert und Sie möchten dieses nun verkaufen?

Dann haben wir eine gute Nachricht für Sie: Ein Fahrzeug, bei welchem alle Schäden fachgerecht beseitigt wurden, muss im Vergleich zu einem unfallfreien Gebrauchtwagen nicht sonderlich im Preis einbüßen. Häufig ist der Erlös nur wenig geringer als bei einem unfallfreien Fahrzeug.

Oft ist das Autohaus, welches die herstellergerechte Reparatur ausgeführt hat, auch ein guter Ansprechpartner für die Inzahlungnahme des Fahrzeuges.
Warum: Die Werkstatt weiß nun sehr genau, wie gut das Fahrzeug ist und welche Teile verbaut wurden. Oft haben die Verkäufer sogar schon einen Interessenten im Auge, dem sie das top instandgesetzte Fahrzeug weiterverkaufen können. Gleichzeitig entstehen durch den Erwerb des Nachfolgefahrzeuges zusätzliche Marge, die als Preisvorteil an Sie weitergegeben werden können.

Wichtig

Sie müssen die Reparatur beim Verkauf dokumentieren können. In der Regel reichen hierfür die detaillierte Reparaturrechnung der Werkstatt und das Schadensgutachten aus.

Besonders beim Gebrauchtwagenverkauf ist es wichtig, transparent mit dem behobenen Schaden umzugehen. Käufer sind in der Regel eher misstrauisch und je transparenter Sie sind, umso mehr Vertrauen können Sie gewinnen.

Hinweis: Private Anbieter können beim Verkauf ihres Unfallfahrzeuges im Kaufvertrag die Haftung ausschließen. So gehen Sie sicher, dass die nicht bei bereits bestehenden, aber versteckten Schäden blechen müssen. Geben Sie auch keine Garantien, die sich im Nachhinein als falsch erweisen können. Mit Garantien sind Zusicherungen gemeint, zum Beispiel darüber, ob der originale Motor verbaut ist. Beschreiben Sie im Kaufvertrag den Zustand des Fahrzeuges so genau wie möglich. Dokumentieren Sie den Unfall mit der selben Sorgfalt.

Auto mit Totalschaden verkaufen

Sie möchten Ihr Auto mit einem Totalschaden verkaufen? Hierzu ist zunächst wichtig zu wissen, wann ein Totalschaden vorliegt. Ein wirtschaftlicher Totalschaden ist dann gegeben, wenn die Reparatur nicht mehr rentabel ist. Wenn ein Fahrzeug gleicher Art und Güte am Markt für weniger Geld zu beschaffen ist, als die fachgerechte Reparatur kosten würde, handelt es sich meist um einen sogenannten wirtschaftlichen Totalschaden. Dabei kann das Auto häufig noch fahren, aber würde in dem Zustand nicht mehr für die Straße zugelassen werden.
Die harte Grenze zum Totalschaden ist erreicht, wenn die Reparatur 130% des ermittelten Wiederbeschaffungswertes (zu welchem Preis kann man derzeit ein KFZ gleicher Art und Qualität am Markt kaufen) übersteigt.

Der Restwert des kaputten Fahrzeug wird im Rahmen der Gutachtenerstellung über die Platzierung einer aussagefähigen Anzeige in verschiedenen Restwertbörsen ermittelt. Diese Tätigkeit leistet der Sachverständige. In den Restwertbörsen geben regionale und überregionale Fahrzeugaufkäufer verbindliche Kaufangebote ab. Das höchste Restwertangebot wird die leistungspflichtige Versicherung als zu erzielenden Verkaufserlös annehmen und ihre Leistung um genau diesen Betrag kürzen. Die Begründung lautet schlicht: Das fehlende Geld zur Wiederbeschaffung ist schließlich vom Käufer des Totalschaden-Fahrzeuges zu holen.

Beispielrechnung:

  • Reparatur soll 13.500 € kosten
  • Wiederbeschaffungswert wird mit 10.000 € angegeben

Die Reparaturkosten lägen damit über 130% des Preises eines Ersatzfahrzeuges gleicher Art und Güte. Also liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden vor.

  • der Gutachter ermittelt in der Restwertbörse 1.000 € Restwert für das unreparierte Fahrzeug als Höchstgebot
  • Die Versicherung müsste 10.000 € zur Wiederbeschaffung eines gleichwertigen Fahrzeuges leisten
  • Die Versicherung kürzt um 1.000 Restwert (beim Schrottkäufer selbst zu holen) und leistet nur 9.000 € an den Geschädigten

Private Käufer interessieren sich eher nicht für solch ein Fahrzeug. Jedoch finden sich im Internet zahlreiche – auch seriöse – Online-Portale, welche Autos mit Totalschaden ankaufen. Für diese Händler kann sich der Ankauf lohnen, da sie beispielsweise eigene Werkstätten haben, Fahrzeuge zerlegen und werthaltige Teile weitervermarkten oder das Fahrzeug ins Ausland schicken. Auch sie selbst könnten ein Totalschadenauto ins Ausland verkaufen, da dort oft die Ansprüche an ein Fahrzeug nicht so hoch sind wie bei uns in Deutschland und meist auch die Instandsetzungskosten deutlich geringer ausfallen.

 

Defektes Auto bzw. Schrottauto verkaufen

Wenn Sie nicht nur ein Fahrzeug mit wirtschaftlichem, sondern eines mit einem technischen Totalschaden verkaufen möchten, handelt es sich hierbei um sogenannte Schrottautos. Aber auch diese können noch verkauft werden. Interessenten hierfür können beispielsweise Bastler sein, die eine neue Herausforderung suchen.

Sie können Ihr Fahrzeug aber auch zum Ausschlachten, als sogenannten Teilespender verkaufen. Händler und Schrauber kommen so günstig an Ersatzteile.

Brauche ich eine Freigabe zum Verkauf von der Versicherung?

Pauschal kann man diese Frage nicht beantworten. Die sind aber auf der sicher Seite, wenn eine  kurze Abstimmung mit der gegnerischen Versicherung erfolgt ist oder ein Gutachten vorliegt, welches mindestens drei konkrete Restwertaufkaufangebote enthält.

Sie können dann davon ausgehen, dass der Restwert korrekt ist und das Fahrzeug zum ermittelten Restwert verkaufen, ohne sich den manchmal höheren Restwert eines von der gegnerischen Versicherung eingeholten Angebots abziehen lassen zu müssen.

Hinweis: Gibt die Versicherung von Anfang an zu erkennen, vor Verkauf des Fahrzeugs den Restwert prüfen zu wollen, müssen Sie ihr jedoch die Möglichkeit einräumen. Werden hierdurch weitere Kosten verursacht, muss die Versicherung diese ersetzen.

 

 

Darf ich mein Fahrzeug zum Export verkaufen?

Deutsche Autos sind im Ausland sehr beliebt und da ist der Gedanke nicht fern, das eigene Unfallauto im Ausland zu verkaufen. Für Sie als privaten Verkäufer ist das jedoch aufgrund der hohen Bürokratiehürden und der Ausfuhrgebühren in der Regel kaum lohnenswert. Auch müssten Sie ein für die Überführung geltendes Kennzeichen beantragten. Für Autohändler ist dieses Prozedere deutlich leichter.

Wollen Sie Ihren Unfallwagen trotzdem exportieren, gilt es einiges zu beachten, um den besten Preis zu erzielen: Ermitteln Sie den Restwert Ihres Wagens und suchen Sie nach einem seriösen Gebrauchtwagenhändler. Vergleichen Sie Angebote und vergessen Sie nicht zu verhandeln.

Darf ich mein Fahrzeug zum Export verkaufen?

Der Unfallschaden bestimmt den Preis. Im Schadensgutachten sind in der Regel alle Schäden am Unfallwagen aufgelistet. Als Faustregel gilt, dass ein straßentauglicher und verkehrssicherer Unfallwagen oft etwas günstiger als ein unfallfreier Gebrauchtwagen ist. Der Wert des durch den Unfall reduzierten Kaufpreises wird als merkantiler Minderwert bezeichnet und ist bei unverschuldeten Unfällen ein wichtiger Teil Ihres Schadenersatzanspruches, den wir für Sie einholen.

Wurde das Fahrzeug fachgerecht repariert, gibt es keine weiteren Nachteile gegenüber einem normalen Gebrauchten.

Faktoren wie Baujahr, gefahrene Kilometer oder auch die Ausstattung des Fahrzeuges bestimmen ebenfalls den Preis.

Sobald Sie wissen, welchen Zustand und Restwert Ihr Unfallwagen hat, können Sie sich auf die Suche nach einem Ankäufer begeben.

Gut zu wissen: Auf einer Restwertbörse finden sich Verkäufer und Ankäufer von Autos, welche teilweise erhebliche Schäden aufweisen. Für die Preisfindung werden Gutachter und Sachverständige hinzugezogen, um für die Autoversicherung die Restwertermittlung vorzunehmen. Mitbieten können angemeldete Kunden, wobei einige Börsen nur für gewerbliche Ankäufer zugänglich sind. Vergleichbar sind diese Unfallbörsen mit Onlineauktionen.

Wo finde ich einen seriösen Ankäufer?

Neben der bereits angesprochenen Restwertbörse, können Sie Ihr Fahrzeug auch anderweitig verkaufen. Sie können Ihr Fahrzeug, bei einem freien, ungebundenen und regionalen Händler, einem markengebundenen Händler verkaufen oder einen Privatkäufer finden.

Bei einigen Händlern geht das nur in Kombination mit einem Neuerwerb eines anderen Wagens. Fragen Sie hier unbedingt vorher nach. 

Hinweis: Bei markengebundenen Händlern werden Fremdfabrikate oftmals nicht gut bezahlt. Achten Sie daher auf die Marke Ihres Fahrzeuges.

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie sind in einen Unfall geraten und überlegen Ihr Unfallfahrzeug zu verkaufen? Dann gehen Sie auf Nummer Sicher und melden Sie sich direkt bei uns:

  • Unser kompetentes Expertenteam bespricht mit Ihnen das für Sie richtige weitere Vorgehen.  
  • Bei Bedarf organisieren wir einen Gutachter bequem zu Ihnen nach Hause. Er erstellt das wichtige unabhängige Gutachten  
  • Ihre vollständigen Ansprüche werden durch spezialisierte Anwaltsteams mit unserer Software berechnet  
  • Ihre so optimierten Ansprüche werden bei den leistungspflichtigen Versicherungen geltend gemacht und für Sie zur Auszahlung gebracht  
  • Bei Bedarf unterstützt Sie unser Netzwerk mit geprüft zuverlässigen Fachwerkstätten und Ersatzfahrzeugen  
  • Sie werden über jeden Regulierungsfortschritt über unser innovatives KIS (Kunden-Informations-System) auf dem Laufenden gehalten.  

Wir können Ihren Unfall nicht ungeschehen machen. Aber wir machen das Beste für Sie daraus, versprochen!

Im wohlverdienten Urlaub ist das Letzte, was man braucht, ein Autounfall. Das gilt um so mehr, wenn die Reise ins Ausland führte und nun im fremden Land die Herausforderungen eines Unfalls zu bewältigen sind.

Wer jedoch im Vorfeld gut vorbereitet ist, kann seinen Urlaub auch nach einem Crash noch genießen. Welche Telefonnummern und Unterlagen für Sie wichtig sind und wie sich sich am besten beim Auslandsunfall verhalten, erklären wir Ihnen in diesem Ratgeber.

In Kürze
  • Packen Sie für den Notfall die wichtigsten Telefonnummern, die Grüne Karte und einen Europäischen Unfallbericht in verschiedenen Sprachen ein.
  • Informieren Sie sich, ob Sie als Kfz-Fahrer im Ausland eine zusätzliche Kfz-Versicherung benötigen. 
  • Nach einem Auslandsunfall gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland: Ruhig bleiben, Unfallstelle absichern, verletzten Personen helfen, Rettungskräfte informieren, den Unfallbericht ausfüllen und den Schaden zur Regulierung melden.
  • Alles, was es in den 5 beliebtesten Urlaubsländern zu beachten gibt, haben wir Ihnen hier zusammengefasst.

Welche Telefonnummern sind beim Unfall im Ausland wichtig?

Sollte es im Ausland zu einem Kfz-Unfall kommen, sind folgende Telefonnummern für Sie besonders wichtig:

  • Nummer des Rettungsdienstes: 112 (gilt wie in Deutschland auch in anderen europäischen Ländern)
  • Nummer der Kfz-Versicherung des von Ihnen genutzten Fahrzeuges oder die Nummer der Mietwagenfirma
  • Nummer von faire-Regulierung: +49 (0)800 30 111 60
  • Nummer Ihrer Kontaktperson

Diese Nummern können Sie am Besten vor Ihrer Reise notieren und ins Handschuhfach legen. Wir empfehlen Ihnen, in Ihrem Smartphone einen Kontakt “Notfallnummern” anzulegen. Das ist einfach & praktikabel und spart im Fall der Fälle Such- und Wählzeit.

Gut zu wissen: Wir können für Sie in Erfahrung bringen, welche Kfz-Versicherung Ihr Unfallgegner hat. Das ist besonders für die anschließende Schadensregulierung von Bedeutung, da so die Schadensersatzansprüche gegenüber der gegnerischen Versicherung geltend gemacht werden können. Notieren Sie sich daher nach einem Unfall unbedingt das gegnerische Kennzeichen und überlassen Sie den danach anfallenden Papierkram uns.

Welche Unterlagen benötige ich beim Auslandsunfall?

Neben den eben genannten Nummern, sind auch einige Dokumente beim Verkehrsunfall im Ausland wichtig.

Eines davon ist die Grüne Karte. Diese belegt, dass Sie für Ihr Fahrzeug eine Kfz-Versicherung abgeschlossen haben. Diese ist bei in Deutschland gemeldeten Fahrzeugen Pflicht. Auf der Grünen Karte stehen alle relevanten Daten zum Auto und zu Ihrer Versicherung. 

Ein weiteres wichtiges Dokument ist der Europäische Unfallbericht. Auf dieser Vorlage kann der Unfallhergang geschildert werden. Das Formblatt hilft, dass alle wichtigen unfallbezogenen Daten erfasst werden. Dank der mehrsprachigen Erklärungen der Felder und des tabellarischen Aufbaus gelingt die Erfassung auch im fremden Land.

Unser Tipp: Der Europäische Unfallbericht ist in zahlreichen Sprachen verfügbar, sodass beide Unfallbeteiligten den Bogen in Ihrer Muttersprache ausfüllen können. Legen Sie sich daher vor Reiseantritt drei ausgedruckte Formulare ins Auto: Eines auf deutsch, eines auf Englisch und ein Exemplar in der Amtssprache Ihres Urlaubsziels.

Verkehrsunfall im Ausland: Was tun?

Kommt es im Ausland zum Unfall, sollten Sie einige grundsätzliche Regeln unbedingt beachten, die nicht allzu sehr von den allgemeinen Regeln in Deutschland abweichen.

Diese Checkliste hilft Ihnen dabei:

  • Bleiben Sie ruhig.
  • Sichern Sie zunächst die Unfallstelle ab. Dazu sollten Sie zunächst die Warnblinkanlage einschalten, die Warnweste anziehen und das Warndreieck aufstellen. Hinweis: Die Pflichten zum Tragen einer Warnweste variieren in den verschiedenen europäischen Staaten. Informieren Sie sich daher unbedingt vor Reiseantritt über die geltenden Bestimmungen im jeweiligen Reiseland.
  • Schauen Sie sich dann um, ob Personen verletzt wurden oder ob lediglich ein Blechschaden entstanden ist.
  • Leisten Sie bei Verletzten Erste Hilfe und kontaktieren Sie die Polizei, sowie den Rettungsdienst unter der Nummer 112 im EU-Inland. Hinweis: Die Polizei sollten Sie immer kontaktieren, wenn Personen verletzt sind, oder der Sachschaden groß ist. Ebenfalls, wenn sich Ihr Unfallgegner uneinig zeigt oder Fahrerflucht begangen hat. 
  • Bleiben Sie unbedingt bei den verletzten Personen, bis die Rettungskräfte eingetroffen sind und beschreiben Sie den Rettungskräften detailliert den Ort und das Geschehen. 
  • Schauen Sie sich nach Zeugen um und notieren Sie deren Namen und Anschrift.
  • Füllen Sie den Europäischen Unfallbericht am Besten gemeinsam mit Ihrem Unfallgegner aus. Fotos von den Schäden können später ebenfalls sehr hilfreich sein. 
  • Rufen Sie die kostenfreie Hilfe-Nummer 0800- 30 111 60* der faire-Regulierung an und erhalten konkrete Hilfe bei korrekten Meldung und Regulierung 

Gut zu wissen: In manchen europäischen Staaten stehen Infos zur Haftpflicht auf einer Plakette hinter der Windschutzscheibe.

*wenn Sie noch direkt aus dem Ausland anrufen steht Ihnen die Telefonnummer 0341-70290 309 zur Verfügung

 

Wer zahlt beim Auslandsunfall?:

Prinzipiell gilt, dass derjenige, der den Schaden verursacht hat, den Schaden auch zahlen muss.

Sind Sie Unfallverursacher, ist Ihre deutsche Kfz-Haftpflichtversicherung in der Regel auch im europäischen Ausland gültig. Es kann jedoch sein, dass diese Versicherung für Unfälle außerhalb der EU nicht ausreicht und Sie eine zusätzliche Versicherung benötigen. Diese sollten Sie vor Reiseantritt unbedingt abschließen.

Sollten Sie nicht schuld am Verkehrsunfall sein, muss die Haftpflichtversicherung des Unfallgegners für den Kfz-Schaden im Ausland aufkommen. Ist Ihnen ein Schaden entstanden, haben Sie ein Anspruch gegenüber dem Verursacher und dessen Versicherung.

Hinweis

Es kommt bei der Schadenregulierung nach einem Unfall das jeweilige Landesrecht zum Tragen. So kann es durchaus sein, dass die Unfallregulierung teilweise erheblich von der üblichen Weise in Deutschland abweicht. Für Sie haben wir in Kürze alle Infos zu den 5 beliebtesten Reiseländern von uns Deutschen zusammengestellt.

Was gibt es in den Top 5 Reiseländern der Deutschen zu beachten?

Hinweis: Wenn Sie einen Autounfall im Ausland hatten, können Sie uns einfach anrufen. Wir als unabhängige Spezialisten helfen Ihnen gerne weiter und ersparen Ihnen damit gerne jede Menge Papierkram.


Spanien

Polizei: Bei kleinen Blechschäden kommt die Polizei nicht, aber bei größeren Schäden oder Unstimmigkeiten sollten Sie die Polizei rufen, Tel.-Nr.: 112

Rettungskräfte: 061

Geltendes Recht für Schadensersatzansprüche: Spanisches Recht

Grüne Karte: Keine Pflicht

Wird erstattet:

Abschleppkosten: bei nicht mehr fahrbereiten Kfz bis zur nächsten Werkstätte gegen Rechnung. 

Reparaturkosten: gegen Vorlage der Quittung. Vorsicht: Deutsche Gutachten oder Kostenvoranschläge werden nicht anerkannt und eine fiktive Abrechnung ist nicht möglich. Bei Reparatur in Deutschland gibt es erhebliche Abschläge.

Totalschaden: ein Totalschaden liegt dann vor, wenn die Reparaturkosten (nach spanischen Sätzen) den Wiederbeschaffungswert (nach spanischem Preisgefüge) überschreiten. Ein spanisches Gutachten ist Voraussetzung. Erstattet wird die Differenz des Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes. 

Wird nicht erstattet:

Mietwagenkosten, Nutzungsausfallentschädigung, Wertminderung (es bestehen Ausnahmen beim gerichtlichen Prozess), Gutachterkosten, Außergerichtliche Anwaltskosten oder Anwaltskosten beim verlorenen gerichtlichen Prozess, unfallbedingte Nebenkosten, Entgangene Urlaubsfreuden und die allgemeine Unkostenpauschale.


Italien

Polizei: Bei kleinen Blechschäden kommt die Polizei nicht, aber bei größeren Schäden oder Unstimmigkeiten sollten Sie die Polizei rufen, Tel.-Nr.: 112

Rettungskräfte: 118

Geltendes Recht für Schadensersatzansprüche: Italienisches Recht

Grüne Karte: Keine Pflicht

Wird erstattet:

Abschleppkosten: bei nicht mehr fahrbereiten Kfz bis zur nächsten Werkstätte gegen Rechnung. 

Reparaturkosten: gegen Vorlage der Reparaturrechnung. Bei Sachschäden ab ca. 1.000 € ist häufig zusätzlich ein Gutachten nötig

Totalschaden: es gilt der durch ein Gutachten nachgewiesene Zeitwert des Fahrzeugs abzüglich des Restwertes

Mietwagenkosten: Nur, wenn es beruflich benötigt wird, jedoch mit Abzügen

Nutzungsausfall: Nach Tagespauschale bis circa 30€ für maximal 10 Tage

Gutachterkosten: nur, wenn dieses gerichtlich gefordert wird

Wertminderung: nur bei stark beschädigten Fahrzeugen, die jünger als ein Jahr sind

Anwaltskosten: die Anwaltskosten müssen (außer bei Vorliegen einer Verkehrsrechtsschutzversicherung) vom Geschädigten teilweise selbst getragen werden. 

Wird nicht erstattet:

Entgangene Urlaubsfreuden, allgemeine Unkostenpauschale


Österreich

Polizei: Bei kleinen Blechschäden kommt die Polizei nicht, aber bei größeren Schäden oder Unstimmigkeiten sollten Sie die Polizei rufen, Tel.-Nr.: 113 

Rettungskräfte: 112

Geltendes Recht für Schadensersatzansprüche: Österreichisches  Recht

Grüne Karte: Keine Pflicht

Wird erstattet:

Abschleppkosten: bei nicht mehr fahrbereiten Kfz bis zur nächsten Werkstätte gegen Rechnung. 

Reparaturkosten: gegen Vorlage einer Werkstattrechnung oder eines Sachverständigengutachtens, bei Bagatellschäden auch mittels Kostenvoranschlag, fiktive Abrechnung möglich

Totalschaden: ist der durch ein Sachverständigengutachten nachgewiesene Zeitwert des Fahrzeugs abzüglich des Restwerts

Mietwagenkosten: auch für private Nutzung des Fahrzeugs während der Reparaturdauer bis maximal drei Wochen. 10 bis 15 % Eigenersparnisabzug. 

Gutachterkosten: werden erstattet, sofern der Schaden nicht durch die österreichische Versicherung besichtigt wurde. Hinweis: Diese Besichtigung sollte vorab ermöglicht werden

Post- und Telefongebühren: nur mit Nachweis

Anwaltskosten: werden meist übernommen

Wird nicht erstattet:

Nutzungsausfallentschädigung, entgangene Urlaubsfreuden (es sei denn nachweisbarer materieller Schaden)


Kroatien

Polizei: Bei kleinen Blechschäden kommt die Polizei nicht, aber bei größeren Schäden oder Unstimmigkeiten sollten Sie die Polizei rufen, Tel.-Nr.: 92, Tipp: Lassen Sie sich eine Unfallbestätigung (Potvrda) ausstellen 

Rettungskräfte: 94

Geltendes Recht für Schadensersatzansprüche: Kroatisches Recht

Grüne Karte: Keine Pflicht

Wird erstattet:

Abschleppkosten: bei nicht mehr fahrbereiten Kfz bis zur nächsten Werkstätte gegen Rechnung. 

Reparaturkosten: die volle Rechnung bei einer Reparatur in Deutschland wird nur dann erstattet, wenn eine Übereinstimmung mit der Schadensbeschreibung auf der polizeilichen Unfallbestätigung (Potvrda) vorliegt oder die Schadensschätzungsübereinstimmung einer dortigen Versicherung besteht. Bei Bagatellfällen reicht ein Kostenvoranschlag aus.

Totalschaden: ist der durch ein Sachverständigengutachten nachgewiesene Zeitwert des Fahrzeugs abzüglich des Restwerts

Mietwagenkosten: Nur, wenn es beruflich benötigt wird, für die technisch notwendige Reparaturdauer oder bis zur Wiederbeschaffung, jedoch mit Abzügen von 20% wegen Eigenersparnis

Gutachterkosten: nur wenn der Schaden nicht anderweitig nachgewiesen werden kann oder die gegnerische Versicherung ein Gutachten verlangt

Wertminderung: nur gering Höhe bei schwerer beschädigten, neueren Fahrzeugen mit geringer Laufleistung

Anwaltskosten: außergerichtliche Anwaltskosten werden nur selten und nur bei unstrittiger Erforderlichkeit erstattet. Anwaltliche Gerichtskosten nur bei Sieg.

Wird nicht erstattet:

Nutzungsausfallentschädigung, allgemeine Unkostenpauschale, entgangene Urlaubsfreuden


Frankreich

Polizei: Bei kleinen Blechschäden kommt die Polizei nicht, aber bei größeren Schäden oder Unstimmigkeiten sollten Sie die Polizei rufen, Tel.-Nr.: 17 

Rettungskräfte: 15

Geltendes Recht für Schadensersatzansprüche: Französisches Recht

Grüne Karte: Keine Pflicht

Wird erstattet:

Abschleppkosten: bei nicht mehr fahrbereiten Kfz bis zur nächsten Werkstätte gegen Rechnung. 

Reparaturkosten: gegen Vorlage der Reparaturrechnung. Bei Sachschäden ab ca. 1.000 € ist häufig zusätzlich ein Gutachten nötig. Kostenvoranschlag reicht nur für Bagatellschaden aus

Totalschaden: ist der durch ein Sachverständigengutachten nachgewiesene Zeitwert des Fahrzeugs abzüglich des Restwerts. Bei deutschen Gutachten gibt es häufig Abschläge

Mietwagenkosten: werden für die Dauer der Reparatur erstattet, wenn nachgewiesen wird, dass das Fahrzeug zur Berufsausübung unbedingt benötigt wird. Nicht ausreichend ist der bloße Weg zur Arbeit; 25 bis 35% Abzug wegen ersparter Eigenkosten. 

Nutzungsausfallentschädigung: Tagespauschale von 10€ bis 20€ bis maximal 10 Tage bei Totalschaden

Gutachterkosten: werden nur manchmal erstattet

Anwaltskosten: bei Obsiegen nur Prozesskostenpauschale

Regelmäßig nicht erstattet wird:

Wertminderung, allgemeine Unkostenpauschale, entgangene Urlaubsfreuden, Anwaltskosten, unfallbedingte Nebenkosten


 

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie sind unverschuldet in einen Unfall geraten? Dann gehen Sie auf Nummer Sicher und melden Sie sich direkt bei uns:

  • Unser kompetentes Expertenteam bespricht mit Ihnen das für Sie richtige weitere Vorgehen.
  • Bei Bedarf organisieren wir einen Gutachter bequem zu Ihnen nach Hause. Er erstellt das wichtige unabhängige Gutachten
  • Ihre vollständigen Ansprüche werden durch spezialisierte Anwaltsteams mit unserer Software berechnet
  • Ihre so optimierten Ansprüche werden bei den leistungspflichtigen Versicherungen geltend gemacht und für Sie zur Auszahlung gebracht
  • Bei Bedarf unterstützt Sie unser Netzwerk mit geprüft zuverlässigen Fachwerkstätten und Ersatzfahrzeugen
  • Sie werden über jeden Regulierungsfortschritt über unser innovatives KIS (Kunden-Informations-System) auf dem Laufenden gehalten.

Wir können Ihren Auslandsunfall nicht ungeschehen machen. Aber wir machen das Beste für Sie daraus, versprochen!

Sie haben einen Unfallschaden und der Unfallverursacher meldet sich bei Ihnen mit dem Vorschlag: “Ich zahl das selbst, lassen Sie uns die Versicherung raus halten.” Unsere Kunden sind rückblickend immer besonders dankbar, wenn wir sie davor bewahren.

Wir erklären Ihnen in diesem Ratgeber, ob Sie zustimmen sollten, dass Ihr Unfallgegner Ihnen den Schaden direkt bezahlt und was es mit dem Rückkauf des Schadens auf sich hat.

In Kürze
  • Sie sind als Geschädigter nicht verpflichtet zuzustimmen, wenn der Unfallgegner den Schaden selbst zahlen möchte.
  • Die sicher und immer bestehende Option ist, dass zunächst die Versicherung den Schaden ausbezahlt und der Unfallverursacher am Jahresende den Schaden zurückkauft.
  • Mithilfe des Kennzeichens kann die gegnerische Versicherung ermittelt werden auch wenn der Unfallverursacher sie nicht angeben will

Welche Möglichkeiten der Bezahlung eines Unfallschadens gibt es

Üblicherweise erfolgt die Übernahme der entstandenen Kosten für die Wiederherstellung Ihres beschädigten Fahrzeugs nach einem Unfall durch die KFZ-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers.

Faustformel: Die Versicherung des Verursachers zahlt den Schaden des Geschädigten.
Deshalb ist in Deutschland der Nachweis einer KFZ-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben und auch Voraussetzung zur Zulassung des Fahrzeuges.

Geht es dagegen um einen selbst verursachten Schaden, also den Schaden am eigenen Fahrzeug, kommt Ihre eigene Voll- oder Teilkaskoversicherung ins Spiel.

Wirkung auf die SF-Klasse, die Schadensfreiheitsklasse

Wenn eine KFZ-Haftpflichtversicherung einen Schadens bezahlt, legt sie im Normalfall den zu leistenden Entschädigungsbetrag auf die Beiträge der kommenden Jahre um, sprich: die Beiträge des Versicherungsnehmers sind im nächsten Jahr höher.
Dieser Effekt trägt sich in die kommenden Jahre des Versicherungsvertrages und besteht selbst bei einem Wechsel des KFZ-Versicherers fort. Deshalb versuchen einige Versicherungsnehmer nach einem selbst verursachten Schaden, diesen aus eigener Kasse, ohne Involvierung ihrer Versicherung, zu bezahlen. Diese Möglichkeit besteht prinzipiell, ist aber aus Sicht des Geschädigten nicht zu empfehlen.

Empfohlen ist im ersten Schritt immer die reguläre Abrechnung über die Versicherung. Der Verursacher kann am Jahresende sein Recht zum Schadensrückkauf ausüben und die “Vorkasse” seiner Versicherung an diese zurückerstatten. Sein Ziel der Vermeidung einer Rückstufung ist damit einfach zu erreichen.

Was sind SF-Klassen und Rückstufungen?

Das in Deutschland derzeit noch übliche System der Beitragsrabattierung für schadensfreie Jahre, animiert die Versicherungsnehmer, so lange als möglich keine Versicherungsleistung in Anspruch zu nehmen. Die Versicherung “bedankt sich” mit der Zuteilung steigender Rabatte, die in SF-Klassen, Schadensfreiheitsklassen ausgedrückt werden.
Faustformel: Je höher die SF-Klasse, um so größer ist der Rabatt auf den Beitrag zur Versicherung. Rückstufung bedeutet hier also , dass man durch schadensfreie Jahre erworbene Rabatte wieder verliert.
Zur konkreten Berechnung der Beitragserhöhung führt jede Versicherung eigene Rückstufungstabellen.
SF-Klassen gibt es nur in der Haftpflicht- und der Vollkaksoversicherung, nicht jedoch in der Teilkasko.

Wie sollten Sie sich verhalten, wenn der Unfallgegner ohne Versicherung regulieren will?

Unsere Erfahrung aus vielen tausend Unfallregulierungen und das Feedback der meisten Betroffenen in dieser Situation führt zu einer klaren Empfehlung:
Wenn Sie einer “Zahlung aus eigener Kasse” zustimmen, nutzen Sie bitte IMMER die Unterstützung eines unabhängigen Regulierers! Ein unabhängiger Spezialist wird die korrekte und für beide Seiten faire Abrechnung erstellen und moderieren. 

Andernfalls bezahlen Sie für Ihr freundliches Entgegenkommen fast immer mit zu geringer Entschädigungsleistung und haben in 9 von 10 Fällen erheblichen Mehraufwand.
Wie kommt das? Die Tragweite der korrekten und für beide Seiten fairen Schadensregulierung wird fast immer unterschätzt. Der Gesamtschaden wird unwissentlich viel zu gering eingeschätzt.

  1. korrekte Reparatur
    Fair und korrekt ist, wenn das Fahrzeug so wiederhergestellt wird, wie es eine Sekunde vor dem Unfall war. Das meint im Besonderen dass Sie ein undiskutables Recht auf die herstellerkonforme, fach- und sachgerechte Reparatur haben. Der Verweis auf den “Schrauber für kleines Geld”, “einfach auspolieren”, “schnelle smart-repair” lässt die freundlich Einwilligenden einfach viel zu häufig auf Restschäden zurück. Spätestens wenn es nach einem “halb beseitigten” Schaden in die Diskussion geht, was denn der eigentliche Unfallschaden war, wird es aufwendig und zäh.
    Die Fachwerkstatt -und bei Schäden größer 750,- € ein unabhängiger Schadensgutachter-, sind dringend empfohlen!
  2. Wertminderung
    Die kleine Beule ist doch den Aufwand nicht wert… Die kleine Beule führt aber oft im Moment des Fahrzeugverkaufes, spätestens bei der Frage “Hatte das Fahrzeug einen Unfall?” zu einem geringeren Verkaufserlös für Sie!
    Damit Sie diese sogenannte Wertminderung im Moment des Verkaufs nicht als “Verlust wegen Freundlichkeit nach unverschuldetem Unfall” hinnehmen müssen, muss die Wertminderung festgestellt und beim Schädiger geltend gemacht werden. Hier geht es schnell um mehrere hundert Euro, die im ersten Blick niemand auf der Rechnung hatte.
  3. Aufwandsentschädigung
    Bei einer ordnungsgemäßen Regulierung, stehen Ihnen für Ihren – durch den Unfallverursacher herbeigeführten-  Aufwand, Telefonate und Abstimmung mindestens 25,- € Pauschale zu.
    Die werden bei Regulierung aus eigener Tasche fast immer “vergessen”.
  4. Fahrtkosten, Ersatzfahrzeug, unfallbedingte Mehraufwände
    Wenn ihr Fahrzeug unfallbedingt in der Werkstatt steht, haben Sie meist Anspruch auf einen Tagessatz Nutzungsausfall-Entschädigung. Je nach Fahrzeugklasse geht es hier um 29,- bis 79- € pro tag. Alternativ werden Sie mit einem Ersatzfahrzeug mobil gehalten. Auch diese Kosten dürfen nicht zu Ihren Lasten gehen.

Leider sehen wir viel zu häufig, wie anfänglich kooperative Unfallgegner bei Vorlegen einer absolut korrekten Fachwerkstattskalkulation bzw. einem vorbildlichen Schadensgutachten und der Berechnung der zustehenden Nebenkosten dann in Feilschen und emotionales Nachverhandeln wechseln. Ein unabhängiger Regulierungs-Spezialist kann Sie davor bewahren.

 

Was Sie niemals tun sollten:

In einigen speziellen Fällen bieten Unfallverursacher an, den Schaden selbst, oder “beim Schwager / dem guten Bekannten” in Stand zu setzen. In unserer langjährigen Regulierungspraxis ist uns kein einziger Fall bekannt, in dem das Eingehen auf diesen Vorschlag zu einem guten Ergebnis für den Geschädigten geführt hat.

Bietet Ihnen Ihr Unfallgegner an, den Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen, sind Sie nicht verpflichtet, dieses Angebot anzunehmen

Denn last but not least können Sie ohne Bonitätsprüfung gar nicht sicher sein, dass Ihr Unfallgegner den Schaden auch wirklich zahlen kann. Selbst bei gegebener Bonität bleibt das Risiko des Zahlungsausfalls wegen Meinungsänderung des Zahlungspflichtigen bei Ihnen.

Option: Schaden von der Versicherung zurückkaufen

Die mit dieser Situation konfrontierten Betroffenen bewerten im Nachgang folgende Lösung am besten:

Der Unfallverursacher wird zunächst den Schaden von seiner Versicherung ganz normal regulieren lassen. Alle Positionen werden für den Geschädigten regulär erfasst und auch vom leistungspflichtigen Versicherer auf Angemessenheit gegengeprüft. Im Ergebnis hat der Geschädigte die korrekte Erstattungsleistung und der Verursacher die Sicherheit, dass keine ungerechtfertigte Bereicherung bezahlt wurde.

Immer zum Ende des jeweiligen Kalenderjahres erfolgt eine mögliche Rückstufung der Schadenfreiheitsklasse gemeinsam mit der Versendung des neuen Beitragsbescheides. Zu diesem Zeitpunkt besteht für den Unfallverursacher die Möglichkeit, bei seiner KFZ-Versicherungen  den Schaden zurückzukaufen. Das heißt, er zahlt die geflossene Entschädigungsleistung nun an seine Versicherung statt direkt an Sie. Mit diesem sogenannten Schadensrückkauf erreicht er sein Ziel, seine SF-Klasse zu erhalten. Auf diese Art  lässt sich der aktuelle Schadenfreiheitsrabatt problemlos retten. 

Der Geschädigte muss sich weder um Bonität noch Zahlungsausfälle Gedanken machen. Gleichzeitig haben beide Seiten die Gewissheit, das alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Das Interesse des Schädigers, seine SF-Klasse zu erhalten ist auch gewahrt.

Empfehlung

Schicken Sie dem Unfallgegner den Link zu diesem Artikel und nutzen Sie zum Vorteil beider Seiten unseren bewährten Service.

Ab wann sich der Rückkauf für den Schädiger lohnt, hängt von der Schadenssumme, der Versicherung und der erreichten Schadensfreiheitsklasse ab. Es gilt als Faustregel, dass sich der Rückkauf bis zur selben Summe lohnt, wie man in einem Jahr insgesamt für die Versicherung zahlt. Der Wert entspricht also einem Jahresbeitrag. Auf Nachfrage muss der Versicherer Ihnen eine individuelle Auskunft geben. So kann man sicher kalkulieren, ob sich ein Rückkauf lohnt oder nicht.

Hinweis: Bei einer Teilkaskoversicherung gibt es keinen Schadenfreiheitsrabatt, weshalb auch die Hochstufung der Schadenfreiheitsklasse hier entfällt. Rückkauf ist daher nur in der Vollkaskoversicherung oder einer KFZ-Haftpflichtversicherung zu prüfen.

 

Was kann ich tun, wenn der Unfallgegner seine Versicherung nicht kennt oder nicht angeben will?

Der Schlüssel hierzu ist das gegnerische Kennzeichen und das Unfalldatum. Notieren Sie sich beides unbedingt nach einem Autounfall.

Mithilfe des Kennzeichens ermitteln wir taggleich für Sie, bei welcher Versicherung das gegnerische Unfallfahrzeug versichert ist. Wir helfen Ihnen hierbei gerne weiter. Also: Kennzeichen und Unfalldatum notieren und einfach bei unseren unabhängigen Spezialisten von faire-Regulierung anrufen.

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie sind unverschuldet in einen Verkehrsunfall geraten und Ihr Unfallgegner will den Schaden aus eigener Tasche zahlen? Dann gehen Sie auf Nummer Sicher und melden Sie sich direkt bei uns:

  • Unser kompetentes Expertenteam bespricht mit Ihnen das für Sie richtige weitere Vorgehen.
  • Bei Bedarf organisieren wir einen Gutachter bequem zu Ihnen nach Hause. Er erstellt das wichtige unabhängige Gutachten
  • Ihre vollständigen Ansprüche werden durch spezialisierte Anwaltsteams mit unserer zertifizierten Software berechnet
  • Ihre so optimierten Ansprüche werden bei den leistungspflichtigen Versicherungen geltend gemacht und für Sie zur Auszahlung gebracht
  • Bei Bedarf unterstützt Sie unser Netzwerk mit geprüft zuverlässigen Fachwerkstätten und Ersatzfahrzeugen
  • Sie werden über jeden Regulierungsfortschritt über unser innovatives KIS (Kunden-Informations-System) auf dem Laufenden gehalten.

Wir können Ihren Unfall nicht ungeschehen machen. Aber wir machen das Beste für Sie daraus, versprochen!

Der weltweite Wohnmobilmarkt boomt seiten einigen Jahren wie noch nie. Immer mehr Menschen lieben die Unabhängigkeit dieser Art des Reisens. Aber wissen Sie, wie Sie sich bei einem Wohnmobil-Unfall richtig verhalten?

Wir erklären Ihnen in unserem Ratgeber, wie sie sich nach einem Unfall mit dem Wohnmobil richtig verhalten und was  Sie als Geschädigter unbedingt wissen müssen, um ihren Urlaub weiterhin genießen zu können.

In Kürze
  • Häufige Ursachen für einen Wohnmobil-Unfall sind mangelnde Fahrpraxis und Unwissenheit über das Fahrzeugverhalten
  • Durch eine ordnungsgemäße Ladesicherung und Training der Fahrpraxis kann das Unfallrisiko minimiert werden
  • Nach einem Wohnmobil-Unfall gilt es die selben grundsätzlichen Regeln wie bei einem gewöhnlichen Unfall zu beachten
  • Regelmäßig wird der Schaden von der Versicherung des Unfallverursachers beglichen

     

Welche Ursachen kann ein Unfall mit dem Wohnmobil haben?

Oft wird nur in den schönen Sommermonaten mit dem Wohnmobil gefahren. Den Rest des Jahres sind viele Wohnmobilfans mit dem normalen Pkw unterwegs. Die mangelnde Fahrpraxis beim Wohnmobil führt zusammen mit der Unwissenheit bezüglich des Fahrzeugverhaltens regelmäßig zu Wohnmobil-Unfällen. Auch sind Fahrer häufig nicht an die größeren Maße ihres Wohnmobils gewöhnt oder missachten das deutlich höhere Gewicht ihres Wohnwagen.

Wie kann das Unfallrisiko verringert werden?

Das Schlüsselwort lautet hier: Ladungssicherung. Die ordnungsgemäße Sicherung der Ladung kann bei einem Crash überlebenswichtig sein! Daher ist auch in § 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO) geregelt, dass die Ladung selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen darf.

Beachten Sie daher, dass schwere Gegenstände auf oder nahe des Bodens im Wohnmobil-Innenraum mit Spanngurten verstaut werden sollten. In den Regalen und höheren Ebenen des Wohnmobil-Innenraums gilt, dass dort nur leichtere Gegenstände Platz finden dürfen. Zerbrechliche und splitternde Gegenstände sollten am besten ganz zuhause bleiben.

Besonders wichtig ist, dass Sie Ihr Wohnmobil nicht überladen. Angaben zur maximalen zugelassenen Zuladung finden Sie im Fahrzeugschein oder der Zulassungsbescheinigung. 

Unser Tipp: Üben Sie vor einer größeren Fahrt unbedingt mit ihrem unbeladenen Wohnmobil oder Wohnwagen-Gespann. Nutzen Sie verkehrsberuhigte Strecken und erarbeiten Sie sich wertvolle Fahrpraxis. Fahrerassistenzsysteme können auf längeren Strecken auch eine gute Unterstützung sein.

Richtiges Verhalten nach dem Unfall

Leider kann auch bei allen denkbaren Vorkehrungen ein Wohnmobil-Unfall nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden. Kommt es doch zum Unfall, sollten Sie einige grundsätzliche Regeln unbedingt beachten.

  • Diese Checkliste hilft Ihnen dabei:
  • Bewahren Sie Ruhe und Übersicht.
  • Sichern Sie zunächst die Unfallstelle ab. Dazu schalten Sie zuerst die Warnblinkanlage ein, legen die Warnweste an und stellen das Warndreieck vor der Unfallstelle auf.
  • Schauen Sie sich dann um, ob Personen verletzt wurden oder ob lediglich ein Blechschaden entstanden ist.
  • Leisten Sie bei Verletzten Erste Hilfe und kontaktieren Sie die Polizei, sowie den Notarzt.
  • Bleiben Sie unbedingt bei den verletzten Personen, bis die Rettungskräfte eingetroffen sind und beschreiben Sie den Rettungskräften detailliert den Ort und das Geschehen.
  • Eine genaue Auflistung, was nach einem Verkehrsunfall zu tun ist, lesen Sie hier.

Hinweis: Nach einem Wohnmobil-Unfall sollten Sie auch daran denken, den Kindersitz auszutauschen. Bereits durch sogenannte Haarrisse, welche ab einer Aufprallgeschwindigkeit von 10 km/h entstehen können, ist der Schutz bei einem erneuten Aufprall nicht mehr gewährleistet. Mit dem bloßen Auge sind diese Risse nicht erkennbar.

 

 

Wer zahlt beim Wohnmobil-Unfall?

Im Gegensatz zum Wohnwagen, wo sowohl für den Pkw, als auch für den Wohnwagenanhänger eine eigene Versicherung vorliegen muss, gibt es beim Wohnmobil nur eine einzelne Versicherung. Durch diese Versicherung sind Sie abgesichert, wenn Sie einen Unfall verursachen. Schäden am Wohnmobil des Verursachers werden über die Teilkasko oder Vollkasko abgewickelt – sofern die Bedingungen erfüllt sind.

Sind Sie unverschuldet in einen Wohnmobil-Unfall geraten, muss die Versicherung des Unfallverursachers für Schäden und mögliche Schadensersatzforderungen aufkommen. Der Schaden muss dementsprechend korrekt gegenüber der Versicherung des Unfallverursachers geltend gemacht werden. Das erledigen wir kompetent und unkompliziert für Sie.

 

Ist das Inventar mitversichert?

Manche Wohnmobilbesitzer investieren viel Geld und sogar ganze Jahre in den Ausbau ihres geliebten Wohnmobils.

Doch wie sieht es mit der Versicherung des entstandenen Innenausbaus und Inventars aus? 

Wieder müssen Sie zwei Szenarien unterscheiden:
A) Sie selbst verschulden den Unfall, bzw. es geht um Einbruch oder Naturgewalten -> Dann geht es um den von Ihnen selbst versicherten Deckungsumfang, also Ihre Kasko, Ihre Inventarversicherung und ggf. Ihre Hausratversicherung mit dem Leistungsmerkmal Außenversicherung.

Die Versicherung unterscheidet bei der Prüfung zwischen fest mit dem Wohnmobil verbauter Ausstattung & Zubehör und mit geringem Aufwand herausnehmbaren Equipment & Ausrüstung.

Stets mitversichert bei einer Wohnmobil-Kaskoversicherung sind fest im Wohnmobil verbaute oder fest am Wohnmobil angebrachte Zubehörteile. Darunter fällt neben dem verschraubten Fernseher im Innenraum auch die außen fest angebrachte Solaranlage oder die Satellitenschüssel, wenn diese fest auf dem Dach installiert wurde. Sonnensegel, Vorzelte und Markisen sind regelmäßig nur dann mitversichert, wenn Sie eine feste Verbindung mit dem Wohnmobil haben. 

Nicht von der Kaskoversicherung abgedeckt werden lose Gegenstände. Dies betrifft vor allem den üblichen Hausrat wie Bettdecken, Wasserkocher, Sitzkissen oder Töpfe. Um diesen ebenfalls zu versichern, ist eine gesonderte Inhaltsversicherung nötig. 

Gut zu wissen: Sehr häufig werden Fahrräder am Heckträger befestigt und mit auf die Reise genommen. Diese werden nicht über die normale Kaskoversicherung abgedeckt. Hierfür kommt ebenfalls eine gesonderte Inhaltsversicherung auf.

B) Sie werden unverschuldet mit Ihrem Wohnmobil und dem Inventar in einen Unfall verwickelt
In diesem Fall ist der Schädiger auch die Adresse für Ihre Schadenersatzansprüche für jegliches durch den Unfall beschädigtes Inventar, Zubehör und Equipment. Hier geht es um die richtige Auflistung und Belege zum Wiederbeschaffungswert der unfallgeschädigten Gegenstände. Im Falle von fest verbauten Equipment natürlich inklusive Installationskosten. Diese Bezifferung sollten Sie immer in die Hände eines erfahrenen, versicherungsunabhängigen Regulierungs-Spezialisten geben. Der Unterschied zwischen “beim Versicherer fragen, was er bezahlen will” und dem Versicherer einen konkret berechneten Anspruch  zu übermitteln, liegt für die Geschädigten regelmäßig bei mehreren tausend Euro.

Deckt bei Einbruch oder selbstverschuldetem Unfall statt einer Wohnmobil- Inhaltsversicherung auch eine normale Hausratversicherung das Gepäck und Inventar ab?

Manche Hausratversicherungen versichern im Rahmen der Außenversicherung auch Hausrat und Gepäck außerhalb der eigenen vier Wände – zum Beispiel auch auf der Reise mit dem Wohnmobil. Doch Vorsicht! Meistens findet sich im Kleingedruckten der Hinweis, dass die Deckung für das Gepäck erst besteht, wenn der Schaden mindestens 25 km vom Wohnort entfernt eintritt.

ACHTUNG, Haftungsfalle:
Allzu gern wird die Abreise in den Urlaub in die ganz frühen Morgenstunden verlegt. Dazu wird das bereits vollständig gepackte Wohnmobil vor der eigenen Haustür startklar gestellt. Kommt es hier zum Einbruch, besteht durch die o.g. Klausel dann oft keine Deckung.
Lesen Sie das Kleingedruckte oder gehen Sie auf Nummer siche rund beladen das Fahrzeug wirklich erst unmittelbar bei Fahrtantritt.

Viele Hausratversicherungen hingegen bieten keinen passenden Schutz für die losen, sehr lieb gewonnenen Gegenstände im eigenen Wohnmobil an. Hier empfiehlt sich dann eine gesonderte Inhaltsversicherung.

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie sind unverschuldet in einen Wohnmobil-Unfall geraten? Dann gehen Sie auf Nummer Sicher und melden Sie sich direkt bei uns:

  • Unser kompetentes Expertenteam prüft Ihren Fall sofort und bespricht mit Ihnen das für Sie richtige weitere Vorgehen.
  • bei Bedarf organisieren wir ein Gutachter bequem zu Ihnen nach Hause. Er erstellt ein unabhängiges Gutachten
  • Ihre vollständigen Ansprüche werden durch spezialisierte Anwaltsteams bei den leistungspflichtigen Versicherungen geltend gemacht und zur Auszahlung gebracht
  • Bei Bedarf unterstützt Sie unser Netzwerk mit geprüften Fachwerkstätten und Ersatzfahrzeugen
  • Sie werden über jeden Regulierungfortschritt über unser innovatives KIS (Kunden-Informations-System) auf dem Laufenden gehalten.

Wir können Ihren Unfall nicht ungeschehen machen. Aber wir machen das Beste für Sie daraus. Das ist unser Leistungsversprechen.

Die ca. 22.500 Polizeifahrzeuge sind besondere Verkehrsteilnehmer. Bei der Erfüllung ihrer hoheitlichen Aufgaben stehen ihnen Sonderrechte zu, welche sie auch unter bestimmten Voraussetzungen von den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) befreien.

Doch wer muss für Schäden haften, wenn es zu einem Unfall zwischen normalen Verkehrsteilnehmern und Polizeifahrzeugen kommt? Ist immer die Zivilperson schuld am Unfall? Alles zum Thema erklären wir Ihnen hier in unserem Ratgeber.

In Kürze
  • Auch wenn sich die Idee aufdrängt, ist nicht immer die Privatperson schuld am Unfall mit Polizeiauto.
  • Beamte im Einsatz stehen bestimmte Sonderrechte zu, welche sie teilweise von den Verkehrsregeln befreien. Dennoch müssen auch sie Rücksicht auf Andere nehmen.
  • Anstelle des Beamten, der einen Unfall verursacht, haftet die zuständige Dienststelle bzw. das Land.
  • Einsatzfahrzeugen steht auch ein sog. Wegerecht zu. Deshalb müssen die anderen Verkahrsteilnehmer einem Einsatzfahrzeug mit Sondersignalen sofort Platz machen.
  • Auch zu einem Unfall mit Polizeiauto kann man die Kollegen der Beamten zur Schadensaufnahme rufen.

Ist stets die Privatperson schuld am Unfall mit Polizeiauto?

Bei lauter Musik im Auto kann das Polizeisignal leicht überhört werden. Besonders bei zeitkritischen Einsätzen sind die Polizeifahrzeuge um schnelles Vorankommen bestrebt und tauchen für unaufmerksame Verkehrsteilnehmer überraschend auf. Das Unfallrisiko ist dadurch deutlich erhöht. Doch wer ist schuld am Unfall mit Polizeiauto?

Nicht in jedem Fall ist der Fahrer des zivilen KFZ schuld am Unfall. Die Schuld kann bei Fehlverhalten der Beamten auch der Polizei zugewiesen werden. Bei einem Unfall sind nämlich immer die individuellen Umstände zu prüfen. Eine pauschale Antwort auf die Schuldfrage gibt es daher nicht.

Hinweis

Den Beamten stehen im Einsatz gewisse Sonderrechte zu, aber sie müssen auch ihrer Sorgfaltspflicht gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern nachkommen.

 

Gibt es Sonderrechte für Polizeifahrzeuge im Einsatz?

Die Straßenverkehrsordnung räumt in § 35 der Feuerwehr, Polizei und anderen berechtigten Einsatzkräften Sonderrechte ein. So sind sie teilweise von den in der Straßenverkehrsordnung aufgeführten Regeln befreit. Diese Sonderrechte erlauben beispielsweise das Überfahren einer roten Ampel, das Überschreiten der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit sowie das Befahren der Gegenfahrbahn. Allerdings dürfen diese Sonderrechte nur bei entsprechender Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung ausgeübt werden. Und auch nur dann, wenn sie im Einsatz sind.

Das heißt konkret: Ist ein Polizeiauto ohne Blaulicht und Sirene unterwegs, muss es sich wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch an die Verkehrsregeln halten.

Kommt es zu einem Unfall ohne dass die Polizei erkennbar auf einem Einsatz war, wird sie wie jeder andere Verkehrsteilnehmer auch an den zugrundeliegenden Verkehrsverstößen beurteilt.

Unfall mit Polizeiauto: Wer haftet?

Sind Sie unverschuldet in einen Unfall mit einem Polizeiauto geraten, stellt sich die Frage, wer für den Ihnen daraus entstandenen Schaden haftet.
Wichtig zu wissen ist, dass Ihre Ansprücheüber die zuständige Dienststelle bzw. das Land als Arbeitgeber des Fahrzeugführers geltend zu machen sind. Der Beamte, der den Unfall verschuldet hat, haftet also nicht selbst.

Ihre Ansprüche wie Schadensersatz oder Schmerzensgeld müssenbei der jeweiligen behördlichen Stelle geltend gemachtwerden. Kontaktieren Sie uns einfach, wir helfen Ihnen hierbei gerne weiter.

 

Wie ist die Lage, wenn die Polizei beim Unfall im Einsatz war?

Ist die Polizei auf einem Einsatz wird ihr neben der teilweisen Befreiung von den geltenden Verkehrsregelungen auch in § 38 StVO ein weiteres Recht eingeräumt: Das Wegerecht. Andere Verkehrsteilnehmer müssen den Beamten unverzüglich Platz machen, wenn das Blaulicht gemeinsam mit dem Einsatzhorn eingeschaltet ist.

Gut zu wissen: Fahrer, die einem Einsatzfahrzeug mit eingeschaltetem Blaulicht und Einsatzhorn nicht unverzüglich freie Bahn geschaffen und dadurch einen Unfall verursacht haben, mit einem Bußgeld in Höhe von 320 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen.

Halten sich die anderen Verkehrsteilnehmer nicht an das Wegerecht, ist es jedoch nicht so, dass sie bei einem darauf folgenden Unfall stets schuld sind. Das liegt daran, dass die im Einsatz befindliche Polizei stets vorausschauend fahren muss. Halten die Beamten sich nicht daran, kann ihnen eine Teilschuld zugesprochen werden. Verursachen die Beamten durch Unachtsamkeit oder Fahrlässigkeit einen Unfall, kann sie auch die Hauptschuld an dem Unfall treffen. Das ist jedoch immer eine Frage des Einzelfalls und erst nach Analyse des konkreten Unfallgeschehens zu beurteilen. Wenn Sie dazu Fragen haben, kommen Sie bitte einfach auf uns zu. Wir verfügen über ein bewährtes Spezialistennetzwerk, das Ihnen auch in solch einer außergewöhnlichen Situation kompetent weiterhilft.

Merke

Auch wenn die StVO Einsatzfahrzeugen eine gewisse Freiheit einräumt, gilt diese nicht uneingeschränkt.

Sollte man die Polizei zum Unfall mit Polizeiauto rufen?

Kommt es unter normalen Verkehrsteilnehmern zu einem Unfall mit gemieteten Fahrzeugen, mit größeren Sachschäden oder es sind Personen verletzt, gilt die klare Regel: Rufen Sie die Polizei zum Unfallort!

Doch wie ist die Lage, wenn Sie in einen Unfall mit einem Polizeiauto geraten? Dürfen die am Unfall beteiligten Beamten dann selbst den Schadensfall aufnehmen?
Wir raten Ihnen ganz klar davon ab. Die am Unfall beteiligten Beamten könnten in einem Interessenkonflikt stehen. Bestehen Sie darauf, dass am Unfall unbeteiligte Beamte hinzugezogen werden. Diese können dann mit der nötigen Distanz den Unfall mit dem Polizeiauto untersuchen und protokollieren.

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sind Sie in einen Unfall mit Polizeiauto geraten? Dann am besten schnell bei faire-Regulierung.de melden:

  • Sie melden uns den Unfallhergang risiko- und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller online.
  • Unser kompetentes Team prüft Ihren Fall sofort und berät mit Ihnen das für Sie zweckmäßige weitere Vorgehen.
  • Nach Beauftragung wird die Schadensregulierung wird eingeleitet und Sie werden über jeden erzielten Regulierungsfortschritt in Echtzeit informiert

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung Netzwerk erledigen die anfallenden Aufgaben und kümmern sich um Ihre Schadensersatzansprüche: erfahren, kompetent und persönlich.

Es hat gekracht und Ihr Fahrzeug ist nicht mehr fahrtauglich und muss in die Werkstatt? Wir erklären Ihnen in unserem Ratgeber, wann Sie einen Anspruch auf einen Mietwagen nach einem Autounfall haben, wie lange Sie den Mietwagen dann benutzen dürfen und wer die Kosten dafür trägt.

In Kürze
  • Geschädigte haben in der Regel einen Anspruch auf einen Mietwagen, wenn Sie auf Ihr Fahrzeug angewiesen sind und täglich mindestens 20 Kilometer fahren.
  • Falls Sie einen Anspruch haben, steht Ihnen der Mietwagen nicht nur für die Dauer der Reparatur Ihres beschädigten Fahrzeugs zu, sondern auch für die Zeit beim Gutachter und auch bis zur möglichen Beschaffung eines neuen Fahrzeuges.
  • Dokumentieren Sie genau, wie lange sich Ihr Wagen in der Werkstatt befindet und welche Fahrten Sie mit dem Mietwagen unternommen haben.
  • Die Kosten für den Mietwagen trägt die Versicherung des Unfallverursachers. Bei gerechtfertigten Kürzungen oder einer Teilschuld Ihrerseits werden Sie entsprechend zuzahlen.

Mietwagen nach Unfall: habe ich einen Anspruch?

Generell gilt, dass Sie als Geschädigter unmittelbar nach einem Unfall einen Anspruch auf einen Mietwagen haben. Das gilt insbesondere für die Zeit, in der sich Ihr Fahrzeug in der Werkstatt zur Reparatur befindet oder auch schon vorher, wenn es z. B. beim Gutachter oder dem Abschlepper ist. Auch nach der Erstellung des Gutachtens haben Sie noch für ein oder zwei Tage einen Anspruch auf den Mietwagen. Der Gesetzgeber hat diese Bedenkzeit eingeräumt, damit sich die Betroffenenbewusst entscheiden können, ob Sie Ihr Fahrzeug reparieren lassen möchten oder ob Sie sich die Summe auszahlen lassen wollen. On top kann noch der Wiederbeschaffungszeitraum, also der Zeitraum, in dem Sie auf Ihr neues Fahrzeug warten, kommen. Doch Achtung: Braucht Ihr Fahrzeug länger als gedacht bei der Reparatur, versucht die gegnerische Versicherung regelmäßig den Zeitraum Ihres Anspruchs zu kürzen! Als Leser dieses Artikels wissen Sie jetzt aber: Solange Sie persönlich nichts für die Verzögerung der Reparatur können, darf die Versicherung Ihren Mietwagenanspruch auch nicht kürzen! (Bsp.: verzögerte Ersatzteillieferung)

Wichtig

Grundsätzlich haben Sie einen Anspruch auf einen Mietwagen nach einem Unfall nur, wenn Sie täglich mehr als 20 km mit diesem fahren müssen.

Erreichen Sie diese Geringfügigkeitsgrenze nicht, kann es sein, dass Ihnen kein Mietwagen zusteht. Dann werden meist die Taxikosten oder die Fahrtkosten für die öffentlichen Verkehrsmittel ersetzt. Prüfen Sie daher genau, ob Ihnen (auch im Einzelfall unter 20 km/Tag) ein Anspruch auf einen Mietwagen zusteht. Als Ausnahme von dieser 20-Kilometer-Regelung, können Sie sich die Feuerwehrmann-Eselsbrücke merken: Muss ein Fahrzeug aus besonderen Gründen ständig verfügbar sein, dann kann Ihnen ein Mietwagen auch dann zustehen, wenn Sie unter dieser Grenze liegen.

Wichtig

Sie haben keinen Anspruch auf einen Mietwagen oder Nutzungsausfallentschädigung, wenn Sie sich gegen eine Reparatur entscheiden oder selbst reparieren.

Haben Sie einen Anspruch auf einen Mietwagen, heißt das nicht, dass Sie ohne Extrakosten frei einen Wagen mieten dürfen. Als Faustregel gilt, dass der Mietwagen ein vergleichbares Modell zu Ihrem Fahrzeug sein muss. Das bedeutet, dass Ihnen ein Mietwagen zusteht, welcher derselben Klasse des eigenen Fahrzeugs entspricht. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt beim Mietwagen eine Klasse, die eins unter der Klasse des eigenen Fahrzeugs liegt.

Gut zu wissen: Der Versicherer muss auch einen Zuschlag für eine Vollkaskoversicherung des Mietwagens tragen. Das gilt auch, wenn das eigene Fahrzeug nicht vollkaskoversichert ist.

 

Diese 6 Punkte müssen Sie beachten

Damit Sie Ihren Mietwagenanspruch richtig geltend machen und sich über volle Erstattung freuen können, sollten Sie folgende 6 Punkte unbedingt beachten:

  1. Weisen Sie nach, wie lange sich Ihr kaputtes Fahrzeug in der Werkstatt zur Reparatur befand und für Sie dadurch nicht nutzbar war. Bewahren Sie dazu alle Belege und Rechnungen der Werkstatt auf.
  2. Führen Sie eine Liste mit allen Fahrten, die Sie mit dem Mietwagen unternommen haben. Dazu gehört nicht nur die Fahrt zum Büro, oder zum Supermarkt, sondern auch die Spritztour am Wochenende sowie die Fahrt zum Hausarzt.
  3. Beachten Sie, dass die Erstattung der Versicherung für einen Mietwagen nach dem Unfall zweckgebunden ist. Das heißt, dass das Geld auch nur für die Nutzung eines Mietwagens ausgegeben werden darf. Nur tatsächlich entstandene Kosten sind auch erstattungsfähig!
  4. Wie bereits erwähnt, übernimmt die Versicherung die Kosten für einen Mietwagen, der mit Ihrem Fahrzeug vergleichbar ist. Das bedeutet umgekehrt jedoch auch, dass Sie keine Verschlechterung des Fahrkomforts hinnehmen müssen.
  5. Sie müssen sich selbstverständlich nicht sofort für einen Mietwagen entscheiden. Überlegen Sie jedoch länger als eine Woche, besteht die Gefahr, dass Sie Ihren Anspruch auf einen Mietwagen verlieren.
  6. Sie haben gegenüber Ihrem Unfallgegner eine so genannte Schadenminderungspflicht. Das heißt, dass Sie die Kosten nicht unnötig in die Höhe treiben dürfen und versuchen müssen, den Schaden gering zu halten.

Mieten Sie kein Fahrzeug „von privat“, denn die Versicherung kann dadurch bis zur Hälfte der Kosten kürzen. Da bleibt meistens nicht mehr viel übrig und Ihr persönlicher  Ärger mit dem privaten Vermieter ist vorprogrammiert. Wenn Sie den Weg über private Fahrzeuge gehen wollen, ist das Einfordern der sogenannten Nutzungsausfallentschädigung der bessere Weg für Sie. Mehr dazu erfahren Sie hier.

 

Wer zahlt den Mietwagen nach einem Unfall und wer stellt ihn zur Verfügung?

Als Geschädigter bei einem Verkehrsunfall steht Ihnen im Rahmen des Schadenersatzes auch die Übernahme der Mietwagenkosten zu. Die Versicherung des Unfallverursachers muss diese Kosten übernehmen. Sind Sie jedoch ganz oder teilweise selbst verantwortlich für den Unfall, dann kommt die eigene Vollkaskoversicherung ins Spiel.

Unser Tipp: Prüfen Sie unbedingt die Bedingungen Ihrer Vollkaskoversicherung. Sollten Sie feststellen, dass Sie keinen Anspruch auf einen Mietwagen haben, schützen Sie sich vor teuren Mietwagenrechnungen.

Wichtig

Versicherer dürfen kürzen, wenn Sie den Mietwagen zu lange behalten oder einen Mietwagen wählen, der nicht der Fahrzeugklasse Ihres Fahrzeuges entspricht.

Ein in unserer Praxis häufig auftauchender Kürzungsgrund ist, wenn die Versicherung Ihnen nachweisen kann, dass sie Ihnen ein konkretes und günstigeres Mietwagenangebot unterbreitet hatten. Die daraus resultierende Kürzungen auf die Kosten des günstigeren Angebotes sind rechtlich meistens nicht mehr zu heilen. Die ungedeckte Differenz zu Ihren tatsächlichen Mietwagenkosten zahlen Sie dann aus eigener Tasche.

Gut zu wissen: Auch wenn Sie einen Zweitwagen haben, aber dieser nachweislich von Ihren Kindern oder Ihrem Partner genutzt wird, haben Sie einen Anspruch auf einen Mietwagen.

 

Schuldfrage ungeklärt: was erwartet mich?

Ist die Schuldfrage noch nicht abschließend geklärt, kann Ihnen möglich noch eine Teilschuld zugesprochen werden. Unter Umständen werden dann nicht die gesamten Mietwagenkosten von der generischen Versicherung übernommen und Sie müssen den Rest selbst bezahlen.

Gut zu wissen: Haben Sie sich gegen einen Mietwagen und für eine Nutzungsausfallentschädigung entschieden, bekommen Sie weniger Geld aus ursprünglich gedacht ausgezahlt. Jedoch müssen Sie dann auch bei einer Teilschuld nichts dazuzahlen. Das Geld für die Entschädigung können Sie absolut frei verwenden, z. B. auch zum internen Ausgleich an Ihren privaten Fahrzeugvermieter.

 

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Es hat gekracht und Ihr Fahrzeug ist nicht mehr fahrtauglich oder muss in die Werkstatt? Dann am besten schnell bei faire-Regulierung.de melden. Das bewährte Vorgehen für Sie im Überblick:

  • Sie geraten unverschuldet in einen möglichen Verkehrsunfall und wollen Schadensersatzansprüche wie Mietwagenkosten geltend machen.
  • Sie melden uns den Unfallhergang einfach und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller online.
  • Unser kompetentes Team prüft Ihren Fall sofort und erklärt Ihnen das weitere Vorgehen.
  • Die Schadensregulierung wird eingeleitet und Sie werden entlastet

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung Netzwerk erledigen die anfallenden Aufgaben und kümmern sich um Ihre Schadensersatzansprüche, absolut kompetent und ohne Risiko für Sie.

 

Nach einem Verkehrsunfall haben Sie als Geschädigte(r) das Recht, auf Kosten des Unfallverursachers ein Gutachten von einem unabhängigem Sachverständigen anfertigen zu lassen. Das Gutachten hat für Sie wesentliche Vorteile gegenüber einem durch die Werkstatt angefertigten Kostenvoranschlag. Das Recht nach § 249 Abs. 2. S. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), die Gutachterkosten beim Schadensverursacher mit in Rechnung zu stellen, erfordert allerdings einige Voraussetzungen, z.B. eine Mindestschadenshöhe von ca. 750,- €. Wir erklären Ihnen in unserem Ratgeber, wann ein Gutachten und wann ein Kostenvoranschlag die richtige Wahl für Sie ist.

In Kürze
  • Ein Kostenvoranschlag wird durch die Reparaturwerkstatt erstellt und listet die zu reparierenden Schäden als individuelle Kalkulation der jeweiligen Werkstatt auf. Der Kostenvoranschlag ist vor Gericht kein Beweismittel.
  • Ein Gutachten wird durch einen Kfz-Sachverständigen erstellt und das Fahrzeug wird dabei im Detail begutachtet. Es werden auch Schadenspositionen aufgeführt, die in einem Kostenvoranschlag nicht zu finden sind. Das Gutachten erfüllt neben der Kostenkalkulation auch die Funktion der Beweissicherung und ist als Beweismittel vor Gericht geeignet.
  • Bei Bagatellschäden kleiner 750 € ist der Kostenvoranschlag die richtige Wahl.
  • Möchten Sie eine Wertminderung geltend machen, oder ist der Schaden insgesamt als teuer einzustufen, empfehlen wir Ihnen, ein Gutachten in Auftrag zu geben.
  • Die Kosten für die Erstellung des Kostenvoranschlages und/oder Gutachten sind erstattungsfähig, wenn Sie nicht schuld am Unfall sind.
  • Unsere Experten aus dem faire-Regulierung Netzwerk helfen Ihnen als Unfallgeschädigten kostenfrei weiter, wenn Sie sich unschlüssig sind, ob Kostenvoranschlag oder Gutachten.

Kostenvoranschlag und Gutachten: Was bedeuten die Begriffe?

Um herauszufinden, ob für Sie ein Kfz-Gutachten oder Kostenvoranschlag vorteilhaft ist, müssen Sie sich zunächst mit den beiden Begriffen „Kostenvoranschlag“ und „Gutachten“ vertraut machen.

Tipp

Ab einer Schadenshöhe von ca. 750 € sollten Sie sich ein Gutachten durch einen unabhängigen Sachverständigen erstellen lassen.

Ein Kostenvoranschlag wird durch die Werkstatt erstellt. Hierzu wird die Schadenshöhe nach der Einschätzung und Preistableau der jeweiligen Werkstatteingeschätzt und die zu reparierenden Positionen werden aufgelistet. Deshalb ist jede Werkstatt verpflichtet ihre  Stundenverrechnungssätze im Kundenbereich auszuhängen.

Ein Gutachten hingegen ist aufwendiger zu erstellen. Ein Kfz-Gutachter schaut sich das Unfallfahrzeug im Detail an, dokumentiert auch Vorschäden, führt eine Plausibilitätsprüfung durch und dokumentiert für Sie auch Schadenspositionen, welche in einem Kostenvoranschlag nicht berücksichtigt werden.

 

Wieso brauche ich ein Gutachten oder einen Kostenvoranschlag?

Die Erstellung eines Gutachtens oder eines Kostenvoranschlages ist Voraussetzung dafür, dass Sie einen konkreten Betrag zum Fahrzeugschaden gegenüber der leistungspflichtigen Versicherung fordern können.

Wichtig

Um Ihren Schadensersatz korrekt beziffern zu können, ist es zwingend notwendig ein Gutachten oder Kostenvoranschlag erstellen zu lassen.

Auf eigene Faust die Schadenshöhe zu ermitteln, ist keine gute Idee, da die gegnerische Versicherung Ihre Zahlen sicher anzweifeln wird. Die Versicherung wird Ihnen dann einen Gutachter aus ihrem eigenen Netzwerk empfehlen, der dementsprechend der Versicherung verpflichtet ist.

In einer solchen Situation sollten Sie unbedingt von Ihrem Recht Gebrauch machen, selbst einen unabhängigen Gutachter zu beauftragen. Denn ein Gutachter, der von der Versicherung beauftragt worden ist, wird den Schaden regelmäßig eher zugunsten der Haftpflichtversicherung kalkulieren. Das heißt konkret: Weniger Geld für Sie als Geschädigten.

Unser Tipp: Für die Erstellung eines Gutachtens sollten Sie einen unabhängigen Sachverständigen beauftragen. Im faire-Regulierung Netzwerk haben Sie Zugriff auf erprobt zuverlässige Sachverständige aller großen Sachverständigen-Organisationen Deutschlands. Der jeweilige Gutachter kann dann sogar bequem zu Ihnen nach Hause kommen. Das Recht einen unabhängigen Gutachter zu rufen besteht für Sie auch dann noch, wenn die gegnerische Versicherung bereits einen Gutachter beauftragt hat.

 

Gutachten oder Kostenvoranschlag: Das sind die Unterschiede

Ob ein Unfall-Gutachten oder ein Kostenvoranschlag für Sie in Frage kommt, hängt von einigen Faktoren ab. Schauen wir uns diese mal im Detail an:

Der Kostenvoranschlag ist günstiger und wird mit weniger Detailgenauigkeit erstellt, als es die Anforderungen an ein Gutachten vorgeben. Problematisch ist hierbei jedoch, dass die Ansprüche, welche Ihnen daraus berechnet werden auch kleiner als marktüblich ausfallen können. Wenn beispielsweise die freie Werkstatt außerhalb der Großstadt mit sehr niedrigen Stundensätzen kalkuliert, wird der so ermittelte Betrag wohl nicht die Kosten einer Reparatur in Ihrer Markenwerkstatt vor Ort decken Auch ist der im Kostenvoranschlag angegebene Preis verbindlich. Tauchen im Zuge der Demontage bei der Reparatur vorab nicht kalkulierte Folgeschäden des Unfalls auf, können diese Mehrkosten ungedeckt auf Sie zurückfallen. Bei einem Gutachten wird in diesem Fall eine Nachbesichtigung mit einer sogenannten Reparaturerweiterung durch den Sachverständigen dokumentiert und der Anspruch gegenüber der leistungspflichtigen Versicherung entsprechend nach oben angepasst.

Gut zu wissen: Handelt es sich jedoch um einen Bagatellschaden, also unter ca. 750 Euro, ist der Kostenvoranschlag die richtige Wahl, da es wirtschaftlich nicht angemessen ist, bei einem recht geringen Schaden ein teures Gutachten in Auftrag zu geben. 750 Euro sind jedoch nicht als feste Summe zu verstehen. Wichtig ist, dass es sich um einen Bagatellschaden handelt. Ein Bagatellschaden ist ein Schaden, der sich auf eine geringe Schadenssumme bei einem Sachschaden beläuft.  Als Orientierungswert für einen nicht bedeutenden Sachschaden geben einige Gerichte sogar eine Schadenssumme bis 1.300 Euro an. Sie kann jedoch bei jedem Gericht anders ausfallen. Ein Personenschaden schließt die Einstufung als Bagatellunfall immer aus.

Unser Tipp

Ab einer Schadenshöhe von ca. 750 Euro sollten Sie sich ein Gutachten durch einen unabhängigen Sachverständigen erstellen lassen. Dieses muss die Versicherung des Unfallverursachers zahlen. Als Geschädigter werden Sie von den Kosten freigehalten, denn Sie werden als Teil Ihrer Schadenersatzansprüche nach § 249 BGB beim Verursacher mit in Rechnung gestellt. Sind Sie sich unsicher, ob ein Gutachten für Sie in Frage kommt, helfen Ihnen unsere Experten gerne weiter. Die Prüfung und Beratung leisten wir für Sie garantiert kostenfrei, bei Mandatserteilung regulieren wir kostenpflichtig gegen den Verursacher, der auch unsere Gebühr als zugelassener Rechtsdienstleister zu tragen hat.

 

Gutachten trotz Kostenvoranschlag

Liegt Ihnen bereits ein Kostenvoranschlag vor, können Sie ein Gutachten auch trotz Kostenvoranschlag in Auftrag geben. Der größte Unterschied vom Kostenvoranschlag zum Gutachten besteht darin, dass das Risiko einer Ausdehnung der Kosten bei einem Gutachten auf Seiten des Sachverständigen bzw. der Werkstatt liegt. Falls sich später im Rahmen der Reparatur höhere Kosten ergeben, so tragen Sie als Unfallgeschädigter kein finanzielles Risiko und sind sicherer. Entscheidend sind bei einer konkreten Abrechnung auf Basis eines Schadensgutachtens lediglich die tatsächlich angefallenen Reparaturkosten laut Rechnung.

Darüber hinaus berücksichtigt ein professionelles Schadengutachten für Sie wertvolle Schadenspositionen – wie z.B. die Wertminderung – , die sich in einem Kostenvoranschlag nicht wiederfinden.

Beispielsweise sind das:

  • die Berücksichtigung des optischen und technischen Zustands des Fahrzeugs
  • die Beachtung einer Serien- und/oder Sonderausstattung bzw. Spezialumbauten
  • die Beachtung reparierter und nicht reparierter Vorschäden die Reparatur- und Wiederbeschaffungsdauer sowie eine etwaige Wertminderung und der Nutzungsausfall.

Wichtig: Nur ein Gutachten hat eine beweissichernde Funktion in einem möglichen Zivilprozess. Erscheinen Sie zum Gerichtstermin mit einem Kostenvoranschlag haben Sie deutlich schlechtere Karten. Häufig ist zum Zeitpunkt des Streites das Unfallfahrzeug schon verkauft oder gar verschrottet. Nur die zeitnah nach dem Unfall erfolgte Beweissicherung durch das Sachverständigengutachten kann Sie in dieser leider gar nicht so seltenen Situation retten.

Vor- und Nachteile des Kostenvoranschlags

Vorteile:

  • Handelt es sich auf den ersten Blick um einen Bagatellschaden, werden die Kosten eines Gutachters in der Regel nicht von der gegnerischen Versicherung bezahlt. Der Kostenvorschlag hingegen schon.
  • Die Werkstatt verspricht mit ihrem Kostenvoranschlag verbindlich, zu diesem kalkulierten Preis zu reparieren. Das kann Ihnen eine preisliche Planungssicherheit geben

Nachteile:

  • Einige Schadenspositionen sind typischerweise in einem Kostenvoranschlag nicht eingerechnet, da hier nur die Kalkulation der Reparaturkosten aufgelistet werden. So wird zum Beispiel die Wertminderung nicht mit einbezogen.
  • Im Gegensatz zum Kfz-Gutachten gilt der Kostenvoranschlag nicht als Beweismittel bei ggf. nachfolgenden Uneinigkeiten
  • Treten im Zuge der Reparatur nicht aufgelistete Schäden, sogenannte Reparaturerweiterungen auf, müssen Sie diese im Zweifel selbst zahlen.

Vor- und Nachteile des Kfz-Gutachtens

Vorteile:

  • Die Wertminderung wird beim Gutachten mit eingerechnet.
  • Das Schadengutachten deckt umfänglich alle entstandenen Schäden am Fahrzeug auf, hierzu zählen auch mögliche entstehende Ausfallzeiten, die durch die Reparatur entstehen.
  • Werden im Rahmen der Reparatur weitere Unfallschäden am Fahrzeug entdeckt, trägt die Versicherung die Kosten hierfür, da das Prognoserisiko beim Kfz-Gutachter liegt.
  • Insbesondere bei Gerichtsprozessen dient das Gutachten auch als Schutz für Sie, denn es dokumentiert umfassend die Schäden am Fahrzeug.

Nachteile:

  • Bei geringen Schäden verstoßen Gutachterkosten gegen die Schadenminderungspflicht und werden dementsprechend bei offensichtlichen Bagatellschäden von der gegnerischen Versicherung zu Recht nicht bezahlt.
  • Sind sie teilweise oder gar ganz selbst schuld am Unfall, liegen die Kosten des Gutachters teilweise oder ganz bei Ihnen.

Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie sind unverschuldet in einen Unfall geraten? Wir von faire-Regulierung prüfen und beraten mit Ihnen, ob die Abrechnung nach Gutachten oder Kostenvoranschlag für Sie richtig ist.

Der bewährte Ablauf für Sie im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang risiko- und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller hier online.
  • Unser erfahrenes Spezialistenteam prüft Ihren Fall sofort und bespricht mit Ihnen individuell das weitere Vorgehen.
  • Ihre Schadensregulierung wird mit allen erforderlichen Dokumenten aufbereitet, die benötigten Dienstleister wie Gutachter, Werkstatt & Co werden für Sie koordiniert und Sie werden bis zur abschließenden Auszahlung über jeden Regulierungsfortschritt auf dem Laufenden gehalten. Für smarte Nutzer geht das sogar über unser beliebtes KIS (Kunden-Informations-System)!

Die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers muss für die Reparaturkosten des Geschädigten gemäß § 249 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) aufkommen.  Doch was ist, wenn Sie Ihr Auto gar nicht reparieren lassen wollen? Wir helfen Ihnen bei dieser Frage gerne weiter und erklären Ihnen in diesem Ratgeber alles rund um das Thema “fiktive Abrechnung”.

In Kürze
  • Grundsätzlich besteht für Sie die Möglichkeit, sich die festgestellte Schadenssumme auszahlen zu lassen, wenn Sie Ihr Auto nicht reparieren lassen möchten.
  • Höhe des Schadens: Materialkosten, Arbeitskosten für Werkstatt, Mehrwertsteuer und weitere Positionen.
  • Jedoch müssen Sie bei einer fiktiven Abrechnung mit Kürzungen rechnen.
  • Eine fiktive Abrechnung kann sich lohnen; muss aber nicht.

Fiktive Abrechnung: Den Unfallschaden nicht reparieren lassen

Durch die in Deutschland verpflichtende Haftpflichtversicherung soll sichergestellt werden, dass im Schadensfall den Unfallopfern der Schaden erstattet wird, der ihnen unverschuldet entstanden ist. Im Rahmen der Schadensregulierung wird die Kostenübernahme der Reparatur mit allem, was dazu gehört, gegenüber der Versicherung des Verursachers geltend gemacht. Durch die Reparatur soll der Zustand des Fahrzeuges vor dem Unfall wiederhergestellt werden.

Wichtig

Will man sein Auto aber gar nicht reparieren lassen, beispielsweise weil die Beule Sie gar nicht stört, bedeutet dies nicht, dass der Schadenersatzanspruch aus § 249 BGB durch den unverschuldeten Unfall verloren geht. Im Gegenteil: Die gegnerische Versicherung ist verpflichtet, auch eine fiktive Abrechnung zu begleichen.

 

Was bedeutet eine fiktive Abrechnung?

Üblicherweise rechnet die gegnerische Versicherung nach der Reparaturrechnung der Werkstatt ab. Es handelt sich dabei um eine konkrete Abrechnung. Eine fiktive Abrechnung hingegeben entspricht nur dem Wert einer professionellen Werkstattreparatur und wird entweder von einem Unfallgutachter ausgestellt oder beruht auf dem Kostenvoranschlag einer Werkstatt. Eine fiktive Abrechnung ist somit ein „Rechnungsersatz“. Fiktion ist die Vorstellung. Man stellt sich die Reparatur und die damit verbunden Kosten vor. Und auf Basis dieses Denkmodells kann man sich das Geld eben auch einfach auszahlen lassen. Die fiktive Abrechnung wird daher auch “Abrechnung auf der Basis des Gutachtens” genannt.

In der Praxis wird anschließend dann oft eine günstigere Werkstatt beauftragt, das Auto selbst repariert oder gar nichts am Auto verändert. Erstattet werden also demzufolge nicht die Reparaturkosten, da diese nicht -oder nur in deutlich geringerer Höhe anfallen, sondern die Kosten, die angefallen wären, wenn man die Reparatur des unverschuldet erlittenen Schadens hätte durchführen lassen.

Voraussetzung für die fiktive Abrechnung

Eine fiktive Abrechnung ist grundsätzlich immer möglich. Die Versicherung darf Sie nicht darauf verweisen, dass Sie nicht fiktiv abrechnen dürfen. Das Wahlrecht des Geschädigten, sein Fahrzeug nach einem Unfall reparieren zu lassen oder nicht, steht einem Unfallgeschädigten gemäß § 249 BGB zu.  Wenn Sie mit Fachtermini glänzen wollen: Sie sind Herr des Restitutionsverfahrens. Als Unfallgeschädigter können Sie also frei über den Schadensersatzbetrag der Versicherung verfügen und müssen diesen Betrag nicht zwingend in eine Reparatur des Fahrzeugs investieren.

Wichtig

Eine Voraussetzung für die fiktive Abrechnung gibt es: Ihr Auto muss fahrtüchtig sein.

Ist Ihr Fahrzeug aber bedingt durch einen Unfall nicht mehr fahrtüchtig oder bietet keine Sicherheit mehr im Straßenverkehr, dann sollte es repariert werden. Denn entscheiden Sie sich dann gegen eine Reparatur, dürfen Sie Ihr Auto im Straßenverkehr nicht mehr nutzen. Ist ihr Fahrzeug ein Totalschaden, dann greift die sogenannte 130-Prozent-Regelung. Sie können dann entscheiden, ob Sie Ihr Fahrzeug reparieren lassen oder fiktiv abrechnen. Weitere Informationen zur 130-Prozent-Regelung finden Sie hier.

Ablauf der fiktiven Abrechnung

Die Höhe des Schadens muss zunächst genau und belastbar beziffert sein. Dafür lassen Sie sich bei einem Sachverständigen ein Gutachten erstellen. Der Gutachter wird seine Berechnung auf Basis der Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt durchführen. Bei der Versicherung geben Sie an, dass Sie fiktiv abrechnen lassen möchten. Nach Prüfung der Schadensersatzansprüche, wird Ihnen der Schadensersatz netto – also abzüglich der nicht angefallenen Mehrwertsteuer – ausgezahlt.

Wie lange dauert eine fiktive Abrechnung?

Wie lange Ihre fiktive Abrechnung dauert, kann pauschal nicht beantwortet werden. Bei klarer Sachlage und einem vorbildlich reagierendem Versicherer auf der Gegenseite, kann nach wenigen Tagen das Geld auf Ihrem Konto sein. Leider kennen wir aus der Praxis aber auch Fälle, in denen noch Monate später um Teilzahlungen gekämpft werden muss.

 

Unfallschaden auszahlen lassen: Höhe der Schadenssumme

Die Schadenssumme setzt sich zusammen aus den Kosten für die Ersatzteile, den Arbeitslohn für die Werkstatt, eventuellen Transportkosten zum und vom Lackierer, der Mehrwertsteuer und der möglichen Wertminderung. Bei einer fiktiven Abrechnung ist für gewöhnlich die Schadenssumme geringer als bei einer konkreten Abrechnung, denn ihr liegt eine andere Berechnungsmethode zugrunde.

Hinweis: Die gegnerische Versicherung ist darauf bedacht die Schadensumme so gering wie möglich zu halten. Handeln Sie unbedacht, kann es sein, dass Sie wahrscheinlich nicht den vollen Entschädigungsbetrag von der Versicherung erstattet bekommen. So kommt es in Bezug auf die Wertminderung immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen, da von Seiten des Gesetzgebers keine zwingende Berechnungsmethode vorgeschrieben wurde.

Unser Tipp

Wenn Sie mit dem Gedanken einer fiktiven Abrechnung spielen, nutzen Sie von Beginn an das Know-How eines Verkehrsrechts-Spezialisten. Die Erfahrung zeigt, dass der Kürzung Ihrer Ansprüche bereits mit dem ersten Schreiben an den zahlungspflichtigen Versicherer entgegenzuwirken ist. Bei den leider fast obligatorischen Kürzungsversuchen der Versicherer stellt es sich für die meisten Geschädigten schwierig und zeitraubend dar, sich gegen diese unrechtmäßigen Beanstandungen zu wehren und zu seiner zustehenden Auszahlung zu kommen. Wenn Sie Ihren Unfall auf der faire-Regulierung Plattform melden, haben Sie ab der ersten Minute erfahrene Spezialisten mit tausendfach bewährte Expertise an Ihrer Seite.

 

 

Keine Erstattung der Mehrwertsteuer bei fiktiver Abrechnung

Bei der fiktiven Abrechnung entfällt beispielsweise die Erstattung der Mehrwertsteuer. Denn nach § 249 BGB muss die gegnerische Versicherung keine Mehrwertsteuer für nicht erbrachte Leistung zahlen. Bei einer Reparatur hingegen ist am Ende eine Mehrwertsteuer fällig und dementsprechend auch Teil des zu erstattenden Schadens. Sie als Geschädigter erhalten bei fiktiven Abrechnung folglich nur den Nettobetrag. Falls Sie nach einer abgeschlossenen fiktiven Abrechnung nun doch Ihr Fahrzeug reparieren lassen möchten oder eine Reparatur in Eigenregie durchführen oder gar ein gleichwertiges Auto kaufen, können Sie sich die tatsächlich angefallene Mehrwertsteuer dann von der Versicherung zurückerstatten lassen.

Auch weitere Schadenspositionen werden bei der fiktiven Abrechnung anders behandelt. Bei einer Werkstattreparatur werden von der gegnerischen Versicherung die Transportkosten zum und vom Lackierer übernommen. Dies entfällt bei einer fiktiven Abrechnung. Zur Nutzungsausfallentschädigung oder Erstattung von Mietwagenkosten gibt es im Zusammenhang mit fiktiven Abrechnungen teils widersprüchliche Aussagen. Wir geben alles, um für Sie immer das Beste rauszuholen. 

Was ist bei einer fiktiven Abrechnung zu beachten?

Auch wenn es verlockend klingt, sich das Geld von der generischen Versicherung einfach auszahlen zu lassen, ist Vorsicht geboten. Zwar ist eine fiktive Abrechnung bei kleinem Schaden wie Beulen oder Kratzern, welche die Fahrtauglichkeit nicht beeinträchtigen, eine Überlegung wert, aber ein kleiner Lackschaden kann schnell dazu führen, dass ganze Fahrzeugteile ausgetauscht werden.

Fiktive Abrechnung nach Gutachten

Bei neuwertigen oder höherpreisigen Fahrzeugen ist es wichtig, die fiktive Abrechnung nicht nach dem Kostenvoranschlag der Werkstatt, sondern nach einem Gutachten zu bemessen. Bei einer Abrechnung nach dem Kostenvoranschlag wird nämlich der Wertverlust des Fahrzeugs durch die Kennzeichnungspflicht als Unfallwagen nicht berücksichtigt. Das bedeutet, Sie verlieren im Moment des Fahrzeugverkaufes Geld. Durch eine Meldung an faire-Regulierung können Gutachten und Erstattung der Wertminderung für Sie sichergestellt werden.

Gut zu wissen: Auch andere Schadenspositionen sind streitbar. Dann wird es relevant, welcher Gutachter das Unfallgutachten verfasst hat. Sie haben bei Schäden, die nicht im Bagatellbereich (kleinere Blechschäden oder Beulen, Schadenssumme unter 1.000 EUR) liegen, grundsätzlich einen Anspruch auf einen eigenen Gutachter. Wenn ein gegnerisches Gutachten vorliegt, muss die gegnerische Versicherung dann auch einen Sachverständiger Ihrer Wahl bezahlen. Stimmen Sie daher keinesfalls zu, dass bei einer fiktiven Abrechnung der gegnerische Versicherer die Begutachtung übernimmt.

Vorsicht: Die gegnerische Versicherung kann widersprechen!
Schwierig wird es für Sie, wenn Sie nur einen Bagatellschaden am Fahrzeug haben und Sie dennoch einen zweiten Gutachter beauftragen. Dessen Kosten muss die gegnerische Versicherung dann für gewöhnlich nicht zahlen. Probleme treten auch auf, wenn Unklarheiten am Gutachten entstehen oder es den Verdacht gibt, dass Sie mit dem Geld der fiktiven Abrechnung ihr Fahrzeug schwarz reparieren. Das führt dann regelmäßig zu einem Gerichtsverfahren und Folgekosten für Sie.

Fiktive Abrechnung: Kürzungen durch Versicherer

Sie wollten fiktiv abrechnen und haben ein Kürzungsscheiben erhalten? Leider gehört es inzwischen zur Routine fast aller KFZ-Versicherer, die von Ihnen eingereichten Unterlagen zu sogenannten Prüfdienstleistern zu geben. Unternehmen wie ControlExpert oder ClaimsControlling erstellen für den Versicherer in Serie sogenannte Prüfberichte, was nichts anderes als Kürzungen Ihrer Ansprüche sind. Einzelne Prüfdienstleister haben sogar Verträge mit Versicherungen geschlossen, in denen konkrete Ziele zur durchschnittlichen Kürzung der Forderungen von Geschädigten wie Ihnen vertraglich vereinbart sind.
Beispiele sind der Verweis auf eine billigere Werkstatt oder eine nicht erforderliche Verbringung, etc… Nehmen Sie es also nicht zu persönlich, wenn Sie Kürzungspost erhalten haben. Reagieren Sie professionell und nutzen auch Sie einen Dienstleister: Wir klären das für Sie!

Lohnt sich das Auszahlen des Unfallschadens?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Je höher der Schaden ausfällt, umso vielschichtiger ist die korrekte Antwort. Und dafür sind wir für Sie da. Durch unser geprüftes Spezialisten-Netzwerk können wir Ihnen konkret beantworten, ob eine fiktive Abrechnung sich für Sie lohnt oder eben nicht.

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie wollen wissen, welche Ansprüche Ihnen bei einer fiktiven Abrechnung zu stehen und ob das der für Sie richtige Weg ist? Sie wollen professionell und geradlinig fiktiv abrechnen und die Auszahlung erhalten? Wir helfen Ihnen. Unser Spezialisten-Netzwerk leistet die komplette Prüfung und Abwicklung des Schadenfalls für Sie.

Das sichere Verfahren im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang sicher und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller hier online.
  • Unser zertifiziertes Team prüft Ihren Fall sofort und bespricht mit Ihnen das weitere zweckmäßige Vorgehen.
  • Die Schadensregulierung wird eingeleitet und Sie sind über unser innovatives Kunden-Informations-System KIS über jeden Fortschritt informiert.

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung Netzwerk erledigen die erforderliche Korrespondenz und begleiten Sie persönlich bis zu Auszahlung Ihrer Schadensersatzansprüche, erfahren, lösungsorientiert und ohne Kostenrisiko für Sie.

Ein Fahrradunfall endet leider häufig mit Verletzungen. Der Radfahrer hat keine Knautschzone. Hinzu kommen mangelhafte Fahrradstrecken-Infrastruktur, zu hohe Geschwindigkeit anderer Verkehrsteilnehmer oder auch unübersichtliche Kreuzungsbereiche.

Wir erklären Ihnen in diesem Ratgeber, was nach einem Fahrradunfall unbedingt zu beachten ist und wie Sie Ihre Schadensansprüche wie Schmerzensgeld und Verdienstausfall geltend machen können.

In Kürze
  • Prinzipiell müssen nach einem Fahrradunfall die gleichen Maßnahmen und Schritte unternommen werden, wie bei einem Autounfall.
  • Die Polizei muss nicht immer bei einem Fahrradunfall gerufen werden. Jedoch sollte Sie bei Verletzen, schweren Schäden oder Verdacht auf Alkohol- oder Drogenkonsum verständigt werden.
  • Der Unfallverursacher – beziehungsweise dessen Versicherung – muss für die entstandenen Schäden aufkommen. Welche Versicherung einspringt, hängt davon ab, mit welchem Fahrzeug der Unfallverursacher unterwegs war.
  • Ein Schmerzensgeldanspruch ist zwar bei kleinen Kratzern oder minimalen Schürfwunden schwieriger durchzusetzen. Spätestens bei größeren Verletzungen ist es dringend zu empfehlen, diese Ansprüche professionell geltend zu machen.
  • Wir von faire-Regulierung helfen Ihnen bei Fragen gerne weiter und übernehmen Ihre Unfallregulierung 100% kostenfrei für Sie.

Was ist nach einem Fahrradunfall im Straßenverkehr zu tun?

Ein Unfall mit dem Fahrrad ist schnell passiert und eine absolute Ausnahmesituation für jeden Radfahrer. Besonders wichtig ist jedoch, dass Sie Ruhe bewahren. Versuchen Sie einen Überblick zu behalten und besonnen zu reagieren. Häufig passiert ein Fahrradunfall mit einem Auto und das Risiko für Verletzungen und Blechschäden ist groß. 

Prinzipiell müssen nach einem Fahrradunfall die gleichen Maßnahmen und Schritte unternommen werden, wie bei einem Autounfall. Bei einem Fahrradunfall stehen daher stets die beiden Delikte „Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort“ (§ 142 Strafgesetzbuch) und „Unterlassene Hilfeleistung“ (§ 323c Strafgesetzbuch) im Raum. War der Radfahrer mit mehr als 1,6 Promille alkoholisiert, kann ihm auch der Autoführerschein entzogen werden.

Was ist also nach einem Fahrradunfall mit einem Auto zu tun – und in welcher Reihenfolge?

8 wichtige Schritte nach einem Fahrradunfall

  1. Das wichtigste Gebot heißt Ruhe und Übersicht zu bewahren. Ein Unfall ist eine ungewollte Herausforderung für Ihr Organisationstalent.
  2. Sichern Sie zuerst die Unfallstelle ab. 
  3. Wählen Sie nun umgehend den Notruf unter der Nummer 112. 
  4. Leisten Sie nun Erste Hilfe. Wenn mehrere Personen helfen können, dann teilen Sie sich auf: Eine Person verständigt den Notruf. Die anderen Personen leisten gleichzeitig Erste Hilfe. Sind Sie verletzt, versorgen Sie sich und helfen Sie dann den anderen Unfallbeteiligten.
  5. Ist der Rettungsdienst da oder kam es zu keinen Verletzten, dann schauen Sie sich jetzt nach möglichen Zeugen um.
  6. Tauschen Sie mit Ihrem Unfallgegner die wichtigsten Personalien und machen Sie Fotos von der Unfallstelle und den Schäden.
  7. Kontaktieren Sie gegebenenfalls die Polizei, damit der Unfall mit Tagebuchnummer aufgenommen wird.
  8. Weiterhin sollten Sie in jedem Falle auch einen Unfallbericht schreiben und sich etwaige Verletzungen ärztlich attestieren lassen. Wie genau Sie die einzelnen Schritte besten tun können, haben wir Ihnen in diesem Ratgeber-Artikel zusammengefasst.

Fahrradunfall: Wann die Polizei rufen?

Der Standardsatz eines jeden Juristen gibt hier die richtige Antwort: „Es kommt darauf an.“ Gesetzlich muss nicht bei jedem Unfall gerufen werden. Bei kleinen Bagatellschäden ist es oft sinnvoll, die Behörde nicht zu kontaktieren und sich die Zeit und Umstände zu sparen. Bei größeren Schäden oder Personenschäden sollten Sie unbedingt die Polizei verständigen. Als Unfallverursacher sind Sie dann sogar dazu verpflichtet. Falls Sie vermuten, dass der Unfallgegner alkoholisiert oder Drogen genommen hat, sollten Sie den Unfall auf jeden Fall bei der Polizei melden.

Unser Tipp

Gibt es Streit bezüglich des Unfallhergangs oder der Unfallschuld oder weigert sich der Unfallgegner, seine Daten herauszugeben, raten wir Ihnen, die Polizei zu rufen. Dasselbe gilt, wenn Sie sich unter Druck gesetzt fühlen oder Sie den Eindruck haben, dass der Unfall provoziert wurde. Herrscht Einvernehmen über Unfallursache und Schuldfrage und es wurde niemand verletzt, reicht es regelmäßig aus, die Personalien auszutauschen.

Fahrradunfall: Diese Ansprüche stehen Ihnen zu

Wenn Sie als Fahrradfahrer selbst Unfallopfer sind, können Sie Schadensersatz verlangen, unter anderem für Ihr beschädigtes Fahrrad und auch Schmerzensgeld bei Verletzungen. Bei schweren Verletzungen sind auch Ihre Heilbehandlungskosten – z. B. Arzt und Physiotherapie – und eventuelle Verdienstausfälle für Sie zu berechnen und einzufordern. Nicht zuletzt liegen in der Position des sogenannten Haushaltsführungsschadens erhebliche Erstattungsansprüche für Sie, wenn Sie in Ihren Möglichkeiten zur normalen Haushaltsführung eingeschränkt sind. Die Geltendmachung erfolgt gegenüber dem Unfallgegner oder gegenüber der Haftpflichtversicherung des Fahrers. Die Kfz-Versicherung darf hierfür direkt in Anspruch genommen werden. 

Dazu muss jedoch zunächst geklärt werden, wer schuld ist. Dann kann die Haftungsfrage festgelegt werden. Wenn Sie uns hier kostenlos kontaktieren, geben unsere Experten Ihnen innerhalb kürzester Zeit eine grobe Einschätzung der Haftungsfrage.

 

Fahrradunfall: Welche Versicherung zahlt?

Steht fest, dass Sie nicht der Unfallverursacher sind, bleibt die Frage, welche Versicherung nun Ihre Schäden zahlen muss. Da es keine explizite Fahrradunfall-Versicherung gibt, kommt es darauf an, welches Fahrzeug der Unfallverursacher genutzt hat. Gut zu wissen: Bei einem Fahrradunfall wird dem Autofahrer sehr oft eine Teilschuld zugesprochen. Dies liegt an der sogenannten „Betriebsgefahr“ des Autos. Dies bezieht die Tatsache ein, dass Autos gefährlicher sind als Fahrräder. Wenn sich der Radfahrer grob verkehrswidrig verhält – beispielsweise bei rot über die Kreuzung fährt -, haftet er allerdings allein.

Wichtig

Bei einem Fahrradunfall mit einem Auto ist die Kfz-Versicherung zuständig, wenn der Autofahrer Unfallverursacher ist. Hat ein Radfahrer einen anderen Fahrradfahrer geschädigt, zahlt die Privathaftpflichtversicherung des Verursachers. Gleiches gilt bei durch Fußgänger verursachte Unfälle.

Sind Sie Unfallverursacher und wurden dabei selbst verletzt, ist für Ihre Körperschäden Ihre eigene Unfallversicherung der richtige Ansprechpartner. Fand der Unfall auf direktem Weg von oder zu Ihrer Arbeitsstätte statt, haben Sie als Angestellte(r) regelmäßig auch Ansprüche gegen die gesetzliche Unfallversicherung.

Ist der Unfallverursacher Fußgänger oder Fahrradfahrer und hat keine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, haftet er mit seinem Privatvermögen. Autofahrer in Deutschland hingegen sind verpflichtet, diese Versicherung abzuschließen. Damit die Versicherung nun auch zahlt, muss schnellstmöglich Kontakt zur gegnerischen Versicherung hergestellt werden. Der Versicherung müssen dafür auch alle nötigen Unterlagen und Informationen zugespielt werden. Wir helfen Ihnen hierbei gerne weiter.

Ausnahme: Fahrradunfall auf dem Weg zur Arbeit

Ein Fahrradunfall auf dem Weg zur Arbeit ist ein sogenannter „Wegeunfall“. Dieser muss auch der gesetzlichen Unfallversicherung gemeldet werden. Die Meldung geht oft über den Arbeitgeber.

Fahrradunfall unter Alkoholeinfluss

Verursachen Sie unter Alkoholeinfluss einen Fahrradunfall, riskieren Sie, dass die Versicherung ihre Leistungen reduziert oder sogar komplett streicht. Auch kann Ihnen der Autoführerschein entzogen werden.

Fahrradunfall in falscher Fahrtrichtung

Fahren Sie als Fahrradfahrer auf der falschen Fahrbahnseite, zieht das möglicherweise eine Mitschuld nach sich.

Fahrradunfall mit Kopfhörern

Passiert ein Fahrradunfall, weil die Musik zu laut war und Sie nicht richtig hören konnten, ist es möglich, dass sowohl Unfall- als auch Privathaftpflichtversicherungen ihre Schadenszahlungen gravierend reduzieren.

Fahrradunfall ohne Helm

Ein Fahrradunfall ohne Helm hat keinen Einfluss auf die Versicherungszahlung. Jedoch ist es allein aus Sicherheitsaspekten ratsam, einen Helm zu tragen. Eine Ausnahme gilt für Rennradfahrer.

Schmerzensgeld nach Fahrradunfall

Ob Sie als Geschädigter Schmerzensgeld erhalten oder nicht, hängt maßgeblich von der Schwere des Ihnen entstandenen Schadens ab. Handelt es sich um gravierende Verletzungen und nicht um kleine Kratzer oder minimale Schürfwunden, ist es ratsam, Schmerzensgeldansprüche zu stellen. Unsere Verkehrsrechtsspezialisten können Ihre möglichen Ansprüche gegenüber der gegnerischen Versicherung geltend machen. Wichtig für die Schadensregulierung ist jedoch, dass Sie bei Verletzungen einen Arzt aufsuchen und die Verletzungen dokumentieren lassen. Wir empfehlen Ihnen auch Fotos von den Verletzungen zu machen.

So gehen Sie nach einem Fahrradunfall vor

Es kam zu einem Fahrradunfall und Sie sind nicht schuld daran oder sind sich nicht sicher? Wir helfen Ihnen. Unser Spezialisten-Netzwerk unterstützt Sie kompetent und persönlich und übernimmt die komplette Abwicklung des Schadenfalls für Sie. 

Das bewährte Verfahren im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang risiko- und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller hier online.
  • Unser kompetentes Team prüft Ihren Fall sofort und erklärt Ihnen das für Sie zweckmäßige weitere Vorgehen.
  • Die Schadensregulierung wird eingeleitet und Sie müssen sich nicht weiter mit lästigem Papierkram herumärgern. 

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung Netzwerk erledigen die anfallenden Aufgaben und kümmern sich um Ihre Schadensersatzansprüche, absolut kompetent und ohne Risiko für Sie.

 

Ein Verkehrsunfall ist nicht nur ärgerlich, sondern auch zeitaufwendig. Welche Kostenpauschale Ihnen nach einem Unfall zusteht, und wie Sie diese geltend machen erklären wir Ihnen in unserem Ratgeber.

In Kürze
  • Für den Zeit- und Kostenaufwand steht Geschädigten nach einem Verkehrsunfall eine Kostenpauschale zu.
  • Sie können in der Regel ungefähr mit einer Pauschale zwischen 20 und 30 Euro rechnen.
  • Diese muss von der gegnerischen Haftpflichtversicherung gezahlt werden.
  • Das Spezialisten-Netzwerk von faire-Regulierung prüft alle Ansprüche ganz einfach und schnell.

Ihr Anspruch auf eine Kostenpauschale nach einem Verkehrsunfall

Nach einem Verkehrsunfall, haben Sie als Geschädigter einige Dinge zu regeln, bei denen Ihnen ein Zeit-und Kostenaufwand entsteht. Sie müssen Termine mit der Werkstatt ausmachen, die Versicherung kontaktieren und Papierkram erledigen. Dafür benötigen Sie nicht nur viel Zeit, sondern müssen auch einige Kosten in Kauf nehmen. Im Rahmen des Schadenersatzes werden Ihnen entstandene Nebenkosten wie Telefon- und Portokosten erstattet. Um nicht jedes Telefongespräch oder jede Briefmarke einzeln nachweisen zu müssen, wurde vom Gesetzgeber zur Vereinfachung eine Kostenpauschale, auch Unkostenpauschale genannt, eingeführt.

Unser Tipp

Versicherungen wollen naturgemäß die Auszahlungen kleinhalten. Die Versicherung erstattet Ihnen die Kostenpauschale nur selten freiwillig. Deshalb müssen Sie Ihre Kostenpauschale ausdrücklich beim Versicherer des Unfallverursachers einfordern. Gerne übernehmen das unsere Spezialisten für Sie.

 

So hoch ist die Kostenpauschale

Die Höhe der Kostenpauschale nach einem Verkehrsunfall variiert je nach Gerichtszuständigkeit. Sie können mit einer Pauschale zwischen 20 und 30 Euro rechnen. Eine Auflistung der verschiedenen Gerichtsurteile zur Höhe der Kostenpauschale finden Sie hier.

Sie wissen nicht, ob und in welcher Höhe Ihnen die Kostenpauschale zusteht? Dann lassen Sie direkt Ihren Anspruch prüfen.

 

Kostenpauschale nach einem Unfall geltend machen

Die Kostenpauschale steht dem Geschädigten des Unfalls zu und muss von der gegnerischen Haftpflichtversicherung gezahlt werden.

Um die Kostenpauschale geltend machen zu können, ist es deshalb enorm wichtig zu klären, wer Geschädigter und Verursacher des Verkehrsunfalls ist. Die Schuldfrage wird anhand des Unfallhergangs ermittelt. Wenn Sie Ihren Unfall über das faire-Regulierung Portal melden, bekommen Sie blitzschnell – nämlich innerhalb von 24 Stunden – eine Ersteinschätzung der Schuldfrage durch einen unserer qualifizierten Verkehrsanwalt. Ihnen entstehen dabei keinerlei Kosten.

 

Wir haben Abhilfe gegen den erhöhten Zeitaufwand

Wie wir Ihnen nach einem Unfall weiterhelfen? Ganz einfach: Wir kümmern uns um Ihre komplette Schadensregulierung. Mit unserem faire-Regulierung-Netzwerk minimieren wir Ihre Aufwände zur Abwicklung Ihres Unfalls. Sie müssen sich somit nicht mehr mit Papierkram rumärgern und haben mehr Zeit für die schönen Dinge im Leben. 

Das beste für Sie: Mittels Kundeninformationssystem (KIS) können Sie den Stand Ihres Falls einsehen – und das topaktuell. Das KIS funktioniert ohne Installation auf Ihrem Smartphone oder Computer. Wichtige Dokumente wie Gutachten können Sie direkt einsehen und sind datenschutzkonform gespeichert. Alle Daten haben Sie ohne langes Suchen blitzschnell zur Hand.

 

So gehen Sie nach einem Unfall vor

Sie melden uns Ihren Unfall direkt online oder per Telefon unter 0800 – 30 111 60. Dafür benötigen Sie nur 2 Minuten. Danach ruft Sie ein Experte aus unserem Netzwerk in  kürzester Zeit zurück. Hier werden Ihnen alle weiteren Schritte erklärt. Und das beste: Nun können Sie sich zurücklehnen. Wir kümmern uns um alles rund um Ihre Schadensabwicklung.

Allgemeine Hilfestellungen, was Sie nach einem Verkehrsunfall tun sollten, finden Sie hier.