Unfallschaden auszahlen lassen

Schon gewusst? – Nach einem Verkehrsunfall mit Blechschaden und ohne Personenschaden müssen Sie Ihr Auto nicht in einer Werkstatt reparieren lassen. Sie können sich als Geschädigter auch den Unfallschaden auszahlen lassen. Jedoch gibt es dabei einige Faktoren zu berücksichtigen.

Wir erklären Ihnen in unserem Ratgeber, was Sie beachten müssen, wenn Sie sich Ihren Unfallschaden auszahlen lassen möchten und warum es manchmal doch besser ist, sein Auto zur Reparatur in die Werkstatt zu bringen.

In Kürze
  • Grundsätzlich besteht für Sie die Möglichkeit, sich den Schaden auszahlen zu lassen.
  • Höhe des Schadens: Materialkosten, Arbeitskosten für Werkstatt, Mehrwertsteuer und weitere Positionen.
  • Jedoch müssen Sie bei einer fiktiven Abrechnung mit Kürzungen rechnen.
  • Eine fiktive Abrechnung kann sich lohnen; muss aber nicht.
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Fiktive Abrechnung: Den Unfallschaden nicht reparieren lassen

In Deutschland zugelassene Kraftfahrzeuge müssen haftpflichtversichert sein. So kann im Schadensfall den Unfallopfern der Schaden erstattet werden, der ihnen unverschuldet entstanden ist. Im Rahmen der Schadensregulierung wird die Kostenübernahme der Reparatur mit allem, was dazu gehört, geltend gemacht. Dadurch soll der Zustand des Fahrzeuges vor dem Unfall wiederhergestellt werden.

Will man sein Auto nicht reparieren lassen, bedeutet dies nicht, dass der Schadenersatzanspruch aus dem unverschuldeten Unfall verloren geht. Im Gegenteil: Die gegnerische Versicherung ist verpflichtet, eine fiktive Abrechnung zu begleichen. Doch was genau ist das?

Üblicherweise rechnet die gegnerische Versicherung nach der Reparaturrechnung der Werkstatt ab. Es handelt sich dabei um eine konkrete Abrechnung. Eine fiktive Abrechnung hingegeben entspricht nur dem Wert einer professionellen Werkstattreparatur und wird entweder von einem Unfallgutachter ausgestellt oder beruht auf dem Kostenvoranschlag einer Werkstatt. Eine fiktive Abrechnung ist somit ein „Rechnungsersatz“ und man kann sich das Geld einfach auszahlen lassen. Anschließend kann man dann eine günstigere Werkstatt beauftragen, das Auto selbst reparieren oder gar nichts am Auto verändern.

Wie hoch ist die Schadenssumme?

Die Schadenssumme setzt sich zusammen aus den Kosten für die Ersatzteile, den Arbeitslohn für die Werkstatt, eventuellen Transportkosten zum und vom Lackierer, der Mehrwertsteuer und der möglichen Wertminderung. Bei einer fiktiven Abrechnung ist für gewöhnlich die Schadensumme geringer, als bei einer konkreten Abrechnung, denn ihr liegt eine andere Berechnungsmethode zugrunde.

Bei der fiktiven Abrechnung entfällt beispielsweise die Erstattung der Mehrwertsteuer. Denn nach § 249 BGB muss die gegnerische Versicherung keine Mehrwertsteuer für nicht erbrachte Leistung zahlen. Bei einer Reparatur hingegen schon. Sie als Geschädigter erhalten folglich nur den Nettobetrag. Falls Sie nach einer abgeschlossenen fiktiven Abrechnung nun doch Ihr Fahrzeug reparieren lassen möchten oder eine Reparatur in Eigenregie durchführen oder gar ein gleichwertiges Auto kaufen, können Sie sich die Mehrwertsteuer von der Versicherung zurückerstatten lassen.

Auch weitere Schadenspositionen werden bei der fiktiven Abrechnung anders behandelt. Bei einer Werkstattreparatur werden von der gegnerischen Versicherung die Transportkosten zum und vom Lackierer übernommen. Dies entfällt bei einer fiktiven Abrechnung. Außerdem entfällt die Nutzungsausfallentschädigung, wenn das Fahrzeug nicht repariert wird. Mietwagenkosten werden folglich auch nicht erstattet.

Hinweis: Die gegnerische Versicherung ist darauf bedacht die Schadensumme so gering wie möglich zu halten. Handeln Sie unbedacht, kann es sein, dass Sie wahrscheinlich nicht den vollen Entschädigungsbetrag von der Versicherung erstattet bekommen. So kommt es in Bezug auf die Wertminderung immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen, da von Seiten des Gesetzgebers keine zwingende Berechnungsmethode vorgeschrieben wurde.

Was ist bei einer fiktiven Abrechnung zu beachten?

Auch wenn es verlockend klingt, sich das Geld von der generischen Versicherung einfach auszahlen zu lassen, ist Vorsicht geboten.

Zwar ist eine fiktive Abrechnung bei kleinem Schaden wie Beulen oder Kratzern, welche die Fahrtauglichkeit nicht beinträchtigen, eine Überlegung wert, aber ein kleiner Lackschaden kann schnell dazu führen, dass ganze Fahrzeugteile ausgetauscht werden.

Tipp: Bei neuwertigen oder höherpreisigen Fahrzeugen ist es wichtig, die fiktive Abrechnung nicht nach dem Kostenvoranschlag der Werkstatt, sondern nach einem Gutachten zu bemessen. Bei einer Abrechnung nach dem Kostenvoranschlag wird nämlich der Wertverlust des Fahrzeugs nicht berücksichtigt.

Gut zu wissen: Auch andere Schadenpositionen sind streitbar. Dann wird es relevant, welcher Gutachter das Unfallgutachten verfasst hat. Sie haben bei Schaden, die nicht im Bagatellbereich (kleinere Blechschäden oder Beulen meist unter 1.000 EUR) liegen grundsätzlich einen Anspruch auf einen eigenen Gutachter. Wenn ein gegnerisches Gutachten vorliegt, muss die gegnerische Versicherung dann auch einen Sachverständiger Ihrer Wahl bezahlen. Stimmen Sie daher nicht zu, dass bei einer fiktiven Abrechnung der gegnerische Versicherer die Schadensregulierung übernimmt.

 

Die gegnerische Versicherung kann widersprechen!

Schwierig wird es für Sie, wenn Sie nur einen Bagatellschaden am Fahrzeug haben und dennoch ein zweiter Gutachter von Ihnen beauftragt wurde. Diesen muss die gegnerische Versicherung dann für gewöhnlich nicht zahlen. Probleme treten auch auf, wenn Unklarheiten am Gutachten entstehen oder es den Verdacht gibt, dass Sie mit dem Geld der fiktiven Abrechnung ihr Fahrzeug schwarz reparieren. Das führt dann regelmäßig zu einem Gerichtsverfahren. Hierbei kann Ihnen nur noch ein Anwalt für Verkehrsrecht weiterhelfen.

Aber keine Sorge! Faire-Regulierung.de prüft als erfahrener Dienstleister Ihre Ansprüche und übernimmt die Schadensmeldung für Sie zuverlässig, absolut risikofrei und zu 100% in Ihrem Sinne. Gerade, wenn es um knifflige Probleme geht, stehen wir mit Fachanwälten für Verkehrsrecht in engem Kontakt, um auch wirklich alles aus Ihrem Anspruch rauszuholen.

 

Lohnt sich das Auszahlen des Unfallschadens?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Je höher der Schaden ausfällt, umso vielschichtiger ist die korrekte Antwort. Und dafür sind wir für Sie da. Durch unser erfahrenes Netzwerk können wir Ihnen ausrechnen, ob eine fiktive Abrechnung sich für Sie lohnt oder eben nicht.

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Der erste Schritt zur Erstattung Ihres Schadensersatzanspruches ist deshalb die saubere Schadensmeldung mit uns. Gehen Sie auf Nummer sicher und klären Sie daher kurz sämtliche Erstattungsmöglichkeiten mit dem Service von faire-Regulierung.de in wenigen Schritten ab:

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