Kopfhörer beim Autofahren

1. Juli 2021

Sie sind aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken: Kopfhörer, Airpods & Co sind bei Fußgängern, Radfahrern und selbst im Auto allgegenwärtig: Aber ist es eigentlich erlaubt, mit Kopfhörern Auto zu fahren? Zwar kann der kleine Mann im Ohr die Route ansagen und bei der Organisation der Termine unterstützen; er kann aber auch mit Textnachrichten ablenken oder — viel beworbenes Feature — per Noise Cancelling sogar Umgebungsgeräusche ausblenden. Was ist erlaubt, was ist verboten? Wir schaffen Klarheit.

In Kürze
  • Kopfhörer können im Straßenverkehr hilfreich sein, etwa bei Navigation und Bedienung per Stimme. Sie können aber auch ablenken und eine Gefahr darstellen.
  • Das deutsche Recht zieht die Grenze beim Ausmaß der Ablenkung: Wer sich auf den Straßenverkehr nicht konzentrieren kann, riskiert ein Ordnungsgeld von 10 Euro.
  • Gleiches gilt fürs Telefonieren mit Kopfhörern: Es ist erlaubt, solange Sie Ihren Fokus auf dem Straßenverkehr haben.
  • Wer mit Kopfhörern im Straßenverkehr in einen Unfall verwickelt ist, muss damit rechnen, mindestens eine Teilschuld zugeschrieben zu bekommen.

Darf man mit Kopfhörern Auto fahren?

Viele fragen sich, ob mit Kopfhörern Autofahren erlaubt ist. Grundsätzlich gibt es in der Straßenverkehrsordnung keine Regel, die das Tragen von Kopfhörern beim Autofahren untersagt. Doch das deutsche Recht wäre nicht das deutsche Recht, wenn es hier nicht ein großes „Aber“ gäbe. Kopfhörer dürfen nämlich nur bis zu einem bestimmten Grad der Ablenkung genutzt werden. Dies leitet sich aus § 23 der StVO ab. Dieser bestimmt, dass das Gehör beim Fahren nicht durch Geräte beeinträchtigt werden darf.

Wichtig

Wer sich durch seine Kopfhörer so laut beschallen lässt (oder Umgebungsgeräusche ausblendet), dass er Martinshorn, Hupen usw. nicht mehr wahrnehmen kann, stellt ein Sicherheitsrisiko dar — und riskiert dafür ein Verwarngeld über 10 Euro.

 

Telefonieren mit Kopfhörern beim Autofahren — Ist das erlaubt?

Nun könnte man argumentieren, dass sich das Auto durch die Nutzung von Kopfhörern viel sicherer durch den Verkehr lenken lässt. Man hat die Hände frei, ist weniger abgelenkt und kann sich so besser aufs Fahren konzentrieren. Und tatsächlich: Grundsätzlich ist das Telefonieren mit Kopfhörern — ähnlich wie mit einer Freisprecheinrichtung — erlaubt. Letztlich gelten aber auch hier die Beschränkungen aus § 23 StVO, nach denen der Autofahrer entsprechende Technik nur so lange nutzen darf, wie er nicht vom Straßenverkehr abgelenkt wird.

Unfall durch Kopfhörer beim Autofahren — Welche Regeln gelten?

Jede elektronische Gimmick im und am Auto birgt Ablenkungspotenzial. Ein Knopf zu viel betätigt, eine aufmerksamkeitsheischender Signalton zu viel eine zu berührende Nachricht ins Mikro gesprochen: schnell hat man im Moment der Ablenkung einen Auffahrunfall oder Schlimmeres verursacht. Und nun? Kommt es aus einer Ablenkung heraus zu einem Unfall müssen Sie — selbst wenn Sie nicht der Alleinverantwortliche für den Schaden sind — zumindest mit einer Teilschuld rechnen.

Ähnlich verhält es sich mit der Kfz-Versicherung. Diese übernimmt häufig nur einen Teil der entstandenen Reparaturkosten. Um nicht unnötigerweise draufzahlen zu müssen, sollte man also besser Vorsicht walten lassen — oder am besten komplett auf Kopfhörer beim Autofahren verzichten und auf die bordeigene Freisprech-Funktionen setzen.

 

Jeder Schadensfall verdient eine faire Regulierung.

Ob selbst verschuldet oder nicht. Ob mit Kopfhörern oder ohne — jeder Schadensfall verdient eine faire Regulierung. Wenn Sie durch Kopfhörer beim Autofahren in eine Unfallsituation geraten sind, überlassen Sie die Schadensregulierung nicht dem Zufall. Wir begleiten Sie Schritt für Schritt durch den Prozess.

  • Melden Sie uns Ihren Schaden über unsere Online-Plattform, per Smartphone oder telefonisch unter 0800 30 111 60.
  • Unser Partnernetzwerk nimmt Ihren Fall sorgfältig auf und versorgt Sie mit allen wichtigen Informationen und klaren Handlungsempfehlungen
  • Unsere Mitarbeiter melden sich sofort nach der Prüfung mit einem detaillierten Schritt-für-Schritt-Vorgehen bei Ihnen zurück.

Wir begleiten Sie durch den Prozess der Regulierung und kümmern uns um Ihre bestmögliche Entschädigungsleistung.