Unfallgegner meldet sich nicht. Was tun?

Um vorbeugend zu vermeiden, dass der Unfallgegner den Geschädigten beim Schadenersatz nicht ins Leere laufen lassen kann, ist es immer ratsam nach einem Unfall die Polizei zu rufen, da sie die Daten von allen Unfallbeteiligten aufnimmt.

Immer die Polizei informieren

Bei Personenschäden oder Wildunfall, ist man ohnehin gesetzlich verpflichtet die Polizei zu rufen. Auch sollte man sich auf keinen Fall vom Unfallgegner einreden lassen, oder gar unter Druck setzen lassen, dass man den Vorfall auch ohne die Polizei regeln könne. Das gilt auch, wenn es sich offensichtlich um einen Bagatellschaden handelt.

Wer den Schaden nicht der Polizei meldet, handelt auf eigenes Risiko

Wenn argumentiert wird, dass man auf die Polizei verzichten könne, vermittelt dies schon zu Beginn ein geringes Interesse, den Vorfall so reibungslos wie möglich zu klären. Das gilt insbesondere bei der Feststellung der Schuldfrage. Auch wichtig: sich auf jeden Fall das Kfz-Kennzeichen des Unfallgegners notieren.

Die Polizei protokolliert alle Daten

Durch die Schadensaufnahme der Polizei vermeidet man von vornherein, dass die vom Unfallgegner ausgehändigten Personaldaten nicht korrekt oder unvollständig sind und sich der Unfallgegner rar machen kann. Wird die Polizei erst im Nachhinein eingeschaltet, werden die Ermittlungsarbeiten unnötig erschwert, da es kein Polizeiprotokoll gibt, welches direkt vor Ort nach dem Unfallgeschehen aufgenommen wurde.

Polizei muss Daten über den Unfallgegner aushändigen

Sind alle Daten des Verursachers (inbesondere das Kfz-Kennzeichen) notiert, so ist man grundsätzlich auf der sicheren Seite. Die Polizei muss gegebenenfalls weitere Daten aushändigen, die sie im Unfallprotokoll mit aufgenommen hat.

Haftpflichtversicherung ermitteln

Falls der Unfallgegner die Kooperation verweigert, hat man die Möglichkeit über die Polizei die gegnerische Haftpflichtversicherung zu ermitteln. Ebenfalls kann der Zentralruf der Autoversicherer bei solchen Fragen weiterhelfen. Wichtig ist hierbei auch wieder, dass man das Kfz-Kennzeichen des Unfallgegners notiert hat.

Unfallgegner kommt aus dem Ausland

Das gilt auch bei Fahrzeugen mit ausländischem Nummernschild. Bei einem ausländischen Unfallgegner aus der EU, kann Ihnen neben der Polizei auch ein Schadenregulierungsbeauftragter weiterhelfen. Innerhalb der EU herrscht die Vorschrift, dass alle Versicherungen in der EU einen Schadenregulierungsbeauftragten in jedem EU-Land benennen müssen, der als Ansprechpartner fungiert.

Zeit nicht unnötig verstreichen lassen

Dennoch sollten man sich spätestens zwei Wochen nach dem Unfall bei der gegnerischen Versicherung gemeldet haben. Wenn es länger gedauert hat die Daten des Unfallgegners zu ermitteln, so hat die gegnerische Haftpflichtversicherung dies anzuerkennen. Wichtig ist, dass man als Geschädigter nicht den Eindruck vermittelt, man würde es versäumen seiner Verantwortung gegenüber der Versicherung nachzukommen.

Konsequenzen für den Unfallgegner

Bei Kooperationsverweigerung seitens des Unfallgegners kann es für ihn zu Konsequenzen kommen. Die Versicherung des Unfallgegner kann seinem Versicherungsnehmer gegenüber Regressforderungen stellen, da dieser den Vorfall nicht gemeldet hat, oder unnötig verzögert hat. In diesem Fall muss der Versicherungsnehmer entweder Teile oder die kompletten Entschädigungskosten tragen, da er seine Vertragspflichten verletzt. Die maximale Höhe einer Regressforderung liegt bei 2.500€, sofern keine Fahrerflucht vorliegt, oder anderweitig grob fahrlässiges Verhalten nachgewiesen werden kann.

Wenn der ausländische Unfallgegner nicht kooperiert

Auch bei einem Unfall im Ausland hat man die Möglichkeit sich an eine nationale Entschädigungsstelle zu wenden, um Schadensersatzansprüche bei einem ausländischen Unfallgegner geltend zu machen. Beispielsweise kann man sich hierbei an die Verkehrsopferhilfe e.V. wenden.

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