Anhänger sind praktisch und beliebt. Baumarkteinkauf, Fahrzeugtransport oder für Hobbies wie z.B. Pferdetransport oder Motocross sind typische Einsatzgebiete. Doch schnell stellt man fest, dass das eigene Auto schwieriger zu lenken ist. Beim Beschleunigen und Bremsen verhält sich das Gespann völlig anders als das Zugfahrzeug allein.

In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, welche Versicherung bei einem Unfall mit Anhänger den Schaden zahlen muss und welche drei Unterscheidungen Sie bei einem Verkehrsunfall mit Anhänger kennen sollten.

Kurz und Knapp
  • Ein Unfall mit dem Anhänger ist häufig auf die veränderte Spurstabilität und die entsprechend beeinflusste Fahrweise des Fahrzeugs zurückzuführen.
  • Haben Sie einen Anhänger-Unfall, greifen zwei unterschiedliche Versicherungen: Eine für das Kraftfahrzeug und eine andere für den Anhänger.
  • Beide Versicherungen teilen sich regelmäßig intern die Kosten für den entstandenen Schaden nach einem Anhänger-Unfall.
  • Nach einem Unfall sollten Sie die Unfallstelle sichern und gegebenenfalls die Polizei und den Notarzt benachrichtigen sowie die Verletzten versorgen.
  • Manche Anhänger-Vermieter verlangen nach einem Unfall einen polizeilichen Unfallbericht.
  • Beim Pferdeanhänger-Unfall unterscheidet man drei Varianten. Diese erklären wir Ihnen hier in unserem Ratgeber.

Was führt zu einem Unfall mit Anhänger?

Wer schon einmal mit einem PKW-Anhänger gefahren ist weiß, dass die Fahrstabilität stark verändert ist. Häufig entstehen zusätzliche Risiken durch eine falsche oder mangelnde Ladesicherung. Oft fällt es ungeübten Gespannführern schwer die größeren Maße oder das erhöhte Gewicht des Fahrgespanns richtig einzuschätzen. Nur wenige Kraftfahrer fahren regelmäßig mit einem Anhänger und so können Sie aufgrund ihrer unzureichenden Erfahrung nicht gut genug mit den veränderten Fahreigenschaften umgehen. Nicht zuletzt sind Gespanne deutlich anfälliger für Sietenwinde und Aufchaukelbewegungen die dann nur durch beherztes Geradeziehen des Gespanns zu bewältigen sind. Dementsprechend ist die mangelnde Fahrpraxis mit dem Gespann aus PKW und Anhänger die häufigste Unfallursache.

 

Welche Versicherung zahlt bei einem Unfall mit (geliehenem) Anhänger?

Dass Ihr Auto zumindest mit einer KFZ-Haftpflichtversicherung versichert sein muss, ist allgemein anerkannt und zudem Pflicht. Doch wie verhält es sich beim Anhänger?
Auch der PKW-Anhänger unterliegt der Versicherungspflicht. Das ist in § 8 des Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgesetzes (KHVG) festgelegt. Folglich greifen beim PKW-Anhänger-Gespann immer zwei Versicherungen: Die des Kraftfahrzeugs und die des Anhängers.

Daraus entsteht natürlich die Frage, wer bei einem Unfall mit Anhänger zahlen muss. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat bereits 2010 geurteilt (Az. IV ZR 279/08), dass bei einer Doppelversicherung im Regelfall bei Unfallverursachung durch das Gespann der Haftpflichtversicherer des Kraftfahrzeugs und der des Anhängers den Schaden im Innenverhältnis je zur Hälfte zu tragen.

Gut zu wissen: Die beiden Versicherer treten laut BGH als so genannte Gesamtschuldner auf. Diese übernehmen jeweils die Hälfte der Zahlung an den geschädigten Unfallgegner.
Insbesondere für geliehene oder gemietete Anhänger ist dies wichtig zu wissen, denn sie sind häufig bei unterschiedlichen Versicherten versichert und auch die Halter von Fahrzeug und Anhänger sind nicht identisch. Der vom Baumarkt verliehene Anhänger hat typischerweise einen anderen Versicherungsnehmer als ihr PKW.

Hinweis

Zur Schadensregulierung wird normalerweise die Haftpflichtversicherung des Zugfahrzeugs in Anspruch genommen. Diese kann sich dann im Innenverhältnis von der Versicherung des Anhängers die Hälfte der Schadenssumme zurückerstatten lassen.Wenn Sie von einem Gespann durch einen Unfall unverschuldet geschädigt wurden, könnenSie Ihre Ansprüche bei beiden Versicherungen geltend machen, da in der Außendarstellung beide Versicherungen als Gesamtschuldner auftreten.

Sonderfall: Pferdeanhänger-Unfall

Beim Unfall mit Pferdeanhänger lassen sich drei Varianten unterscheiden:

  1. Unfall durch den PKW mit Pferdeanhänger: Die eben genannte Regelung zur Gesamtschuldnerschaft findet auch auf einen Unfall durch einen vom PKW gezogenen Pferdeanhänger Anwendung. Bei einem verursachten Unfall vom Pferdeanhängergespann sind daher beide Versicherungen eintrittspflichtig.
  2. Beschädigung des Anhängers durch das transportierte Pferd: Wird der Anhänger jedoch durch das darin transportierte Pferd beschädigt, muss der Halter des Pferdes gemäß § 833 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) dafür haften.
    Achtung!

    Eine Tierhalterhaftpflicht greift üblicherweise nicht bei gemieteten oder geliehenen Sachen. Der Halter müsste dann für den Schaden am Anhänger selbst aufkommen.

  3. Pferd wird durch einen Defekt am Anhänger verletzt: Wird das Pferd durch Mängel am gemieteten Anhänger verletzt, so haftet der Anhänger-Vermieter für diejenigen Defekte, die bereits bei Vertragsschluss vorlagen (§ 536 a BGB). Gemäß § 599 BGB trifft den Verleiher üblicherweise aber nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit die Eintrittspflicht für den entstandenen Schaden.

 

 

3 wichtige Schritte nach dem Anhänger-Unfall

Nach einem Verkehrsunfall mit einem Anhänger sollten Sie unbedingt folgende drei Schritte beachten:

  1. Sichern Sie die Unfallstelle, damit eine weitere Gefährdung oder ein Auffahrunfall vermieden werden kann.
  2. Danach sollten Sie – abhängig vom Ausmaß des Unfalls – Polizei und Notarzt verständigen. Die wichtigsten Fragen zum Unfall können Sie durch die W-Fragen (Wo? Was? Wie? Welche Verletzungen?) beantworten. Warten Sie auch unbedingt Rückfragen ab und legen Sie nicht sofort auf. Wann Sie die Polizei zum Unfall hinzurufen sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeberartikel.
    Hinweis

    Auch bei kleineren Unfällen verlangen manche Anhänger-Vermieter einen polizeilichen Unfallbericht. Fragen Sie am besten noch vor der Fahrt nach, was im Notfall zu tun ist.

  3. Leisten Sie erste Hilfe, wenn Personen verletzt wurden. Versuchen Sie eine Verschlechterung des Zustands der verletzten Personen zu vermeiden und diese zu beruhigen.

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie sind in einen Anhänger-Unfall verwickelt und haben Fragen? Dann am besten schnell bei faire-Regulierung.de melden. Das bewährte Verfahren im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang risiko- und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller online.
  • Unser kompetentes Team prüft Ihren Fall sofort und bespricht mit Ihnen persönlich das für Sie richtige Vorgehen.
  • Die Schadensregulierung wird eingeleitet und Sie werden über jeden Regulierungsfortschritt informiert

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung Netzwerk erledigen die anfallenden Aufgaben und kümmern sich um Ihre Schadensersatzansprüche. Erfahren, bewährt, freundlich und zuverlässig.

 

 

Jeder, der ein Fahrzeug bewegt, hat naturgemäß ein statistisches Risiko einen Unfall zu haben. Deshalb gibt es in Deutschland die Versicherungspflicht für Kraftfahrzeuge. Ohne Nachweis einer gültigen Versicherung gibt es regulär nicht einmal die Zulassung. Aber was ist, wenn doch kein Versicherungsschutz besteht? Das Konto war nicht gedeckt, der Antrag ist schiefgegangen, die EVB war falsch, irgendwer hat gekündigt…  Wir klären Sie in diesem Ratgeberartikel über die Konsequenzen auf, wenn Sie ein Fahrzeug ohne Versicherungsschutz fahren oder sogar damit verunfallen.

In Kürze
  • Alle Kraftfahrzeuge müssen gesetzlich in Deutschland haftpflichtversichert werden. Es ist eine Pflicht- und keine Wahlversicherung.
  • Sind Sie mit einem Kraftfahrzeug ohne Kfz-Haftpflichtversicherung auf öffentlichen Straßen unterwegs, begehen Sie eine Straftat und riskieren zumindest Geld- oder Freiheitsstrafe.
  • Bei einem Verkehrsunfall haftet in der Regel der Verursacher – auch bei einem nicht versicherten Fahrzeug.
  • Auch der Fahrzeughalter kann zur Rechenschaft gezogen werden, wenn er andere Personen sein Fahrzeug ohne Versicherungsschutz führen lässt. 

Ist die Kfz-Haftpflichtversicherung wirklich eine Pflicht?

In Deutschland ist es für Sie als Fahrer verpflichtend, dass Ihr Fahrzeug mit einer gültigen Kfz-Haftpflichtversicherung versichert ist. Diese Pflicht ist im so genannten „Gesetz über die Pflichtversicherung für Kraftfahrzeughalter“ – kurz: „Pflichtversicherungsgesetz“ – geregelt. Sie müssen daher eine Versicherungsprämie an einen Anbieter Ihrer Wahl zahlen, sind im Falle eines Verkehrsunfalls dafür mit der vereinbarten Versicherungssumme finanziell abgesichert. Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt Schäden auf Seiten all jener anderer Verkehrsteilnehmer, die durch Ihr Verhalten unverschuldet in den Unfall geraten sind. Ihre eigenen Schäden können Sie bei Verschulden durch Voll- und Teilkaskoversicherungen absichern.

Wichtig

Fahren Sie ohne Versicherungsschutz auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen, begehen Sie eine Straftat. Nicht nur der Fahrer, sondern auch der Halter macht sich in der Regel strafbar.

 

Wann fahre ich ohne Versicherungsschutz?

Es gibt einige Situationen, in welchen Ihr Auto keinen Versicherungsschutz genießt. Dies kann beispielsweise auftreten, wenn:

  • der Übergang beim Wechsel Ihres Versicherungsanbieters lückenhaft ist oder die alte Versicherung gekündigt wurde und die neue Versicherung noch nicht aktiv ist,
  • noch keine Versicherung für das Kraftfahrzeug abgeschlossen wurde,
  • das Fahrzeug ein nicht zugelassenes oder ausländisches Kennzeichen hat,
  • die Versicherungsbeiträge nicht bezahlt wurden,
  • dem Fahrzeug die Allgemeine Betriebserlaubnis entzogen wurde oder
  • die Hauptuntersuchung abgelaufen ist.

Trifft mindestens einer dieser Punkte auf Sie zu, dann dürfen Sie unter keinen Umständen

  • auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Parkplätzen fahren,
  • Familienmitglieder oder Freunde mit Ihrem Wagen fahren lassen und
  • Ihren Wagen auch nicht umparken.

Selbst wenn Sie nur wenige Meter mit Ihrem Auto fahren, machen Sie sich des Fahrens ohne Versicherungsschutz strafbar.

Unser Tipp

Wenn Sie ein neues Kraftfahrzeug anmelden möchten, muss bereits ein Versicherungsschutz bestehen. Andernfalls erhalten Sie keine Zulassung.

Was passiert beim Fahren ohne Versicherungsschutz und einem Unfall?

Verkehrsunfälle gehören naturgemäß zum Verkehrsgeschehen. Die aus einem Unfall resultierenden Schäden werden in Sach-, Vermögens und Personenschäden unterteilt. Während der klassische Sachschaden -die Delle im Blech- vergleichsweise übersichtlich und trivial erscheinen kann, ist spätestens bei Personenschäden, also Verletzungen an Leib oder sogar Leben die immense Wichtigkeit einer soliden finanziellen Rückendeckung erkennbar. Schmerzensgeld, Behandlungskosten und Verdienstausfälle erreichen sehr schnell sehr große Beträge. Fehlt in solchen Dimensionen der Versicherungsschutz steht der Geschädigte vor dem Nichts und der Verursacher vor der Insolvenz. Fährt der Unfallverursacher ohne Versicherungsschutz, handelt er immer fahrlässig – und läuft Gefahr, im Worst Case unbezahlbar hohe Schadenersatzsummen schultern zu müssen. Denn der Unfallverursacher wird zu Recht zur Kasse gebeten. Diese Form der Haftung nennt sich Verschuldenshaftung. Darüber hinaus würde er sich – abgesehen von etwaigen Vergehen oder Straftaten in der Unfallbegehung selbst – auch noch des Fahrens ohne Versicherungsschutz strafbar machen.

Unser Tipp

Falls Sie unverschuldet in einen Verkehrsunfall geraten sind und Ihr Unfallgegner keine Versicherung hat, wenden Sie sich direkt an faire-Regulierung, denn es wird eine Regulierung über spezielle gemeinnützige Hilfsorganisationen für Sie erforderlich.

Gut zu wissen: Sitzt nicht der Fahrzeughalter, sondern ein Familienmitglied oder eine andere Person am Steuer, kann es sein, dass der Fahrzeughalter zur Kasse gebeten wird. Sie können nämlich aufgrund einer so genannten Gefährdungshaftung haften, da sie wissentlich eine andere Person Ihr Auto ohne Versicherungsschutz haben fahren lassen.

Achtung: Um beim Fahren ohne Versicherung erwischt zu werden, genügt schon ein Blitzer oder eine Verkehrskontrolle.

 

Welche Strafen drohen beim Autofahren ohne Versicherung?

Beim Fahren ohne Versicherung handelt es sich um eine Straftat. Sie können daher mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe bestraft werden. In § 6 des Pflichtversicherungsgesetz steht, dass Sie mit sechs Monaten oder eine Geldstrafe bestraft werden können. Diese kann sich auf bis zu 180 Tagessätzen belaufen.

Wichtig

Unwissenheit schützt nicht vor Strafe! Wenn Sie Ihr Auto ohne Versicherungsschutz fahren, machen Sie sich auch dann strafbar, wenn Ihnen Ihr Fehlverhalten gar nicht bewusst ist.

Achtung: Ab 90 Tagessätzen gelten Sie auch als vorbestraft und bekommen einen Eintrag ins Führungszeugnis. Die Strafe kann noch deutlich höher werden, wenn Sie vorsätzlich ohne Versicherung fahren. Auch kann ein Fahrverbot und bis zu sechs Punkte in Flensburg auf Sie warten. Sollten Sie gleichzeitig Fahrer und Fahrzeughalter sein, kann Ihnen sogar ihr Fahrzeug entzogen werden. Sind Sie noch Fahranfänger und beispielsweise mit dem Auto der Eltern ohne Versicherungsschutz gefahren, kann sich Ihre Probezeit verlängern und Sie müssen ein Aufbauseminar besuchen.

Wie sieht es mit Roller, Mofa & Co. aus?

Das Pflichtversicherungsgesetz gilt auch für alle Krafträder und Kleinkrafträder. Ohne Versicherungsschutz dürfen Motorräder, Roller und Mofas nicht auf öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen fahren. Es drohen auch dieselben Strafen wie beim Autofahren ohne Versicherung.

E-Bikes und E-Scooter fallen übrigens nicht unter diese Regelung, da sie nicht als Kraftfahrzeuge bewertet werden.

Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie sind unverschuldet in einen Unfall geraten und der Unfallverursacher hat keine Versicherung? Dann am besten schnell bei faire-Regulierung.de melden. Das sichere Verfahren im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang risiko- und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller hier online.
  • Unser kompetentes Team prüft Ihren Fall sofort und erklärt Ihnen das weitere Vorgehen.
  • Die Schadensregulierung wird eingeleitet und Sie werden bis zu Ihrer bestmöglichen Entschädigungsleistung begleitet.

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung Netzwerk erledigen die anfallenden Aufgaben und kümmern sich um Ihre Schadensersatzansprüche, absolut kompetent und ohne Risiko für Sie.

Quads machen Spaß! Immer mehr Quads sind auf deutschen Straßen unterwegs. Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und die Robustheit sprechen für die all-terrain vehicle (ATV). Jedoch führt der leichte Aufbau des Quads als eine Art Zwitter zwischen Motorrad und Auto auch zu einem erhöhten Sicherheitsrisiko. Wir erklären Ihnen in unserem Ratgeber, was Sie unbedingt wissen müssen, falls Sie in einem Quad-Unfall verwickelt sind.

In Kürze
  • Quads oder auch ATVs sind besonders gut fürs Gelände ausgelegt.
  • Aufgrund der reduzierten Technik und Sicherheitsmaßnahmen sind Quads besonders anfällig für Unfälle.
  • Häufig sind Quad-Unfälle sogenannte Alleinunfälle. Das heißt, dass der Quadfahrer oft selbst schuld am Unfall ist.
  • Gesetzlich ist man verpflichtet einen Helm zu tragen. – Derjenige, der schuld am Unfall ist, trägt in der Regel die Kosten.
  • Quads dürfen meistens mit dem B-Führerschein bewegt werden

Was sind die Ursachen für einen Quad-Unfall?

Das Quad ist vor allem für actionreiche Fahrten im Gelände ausgelegt. Besonders beliebt ist hier das ATV (all-terrain-vehicle), welches auf beiden Achsen angetrieben wird, also einen Vierradantrieb besitzt. Gerade die Geländegängigkeit und das meist sehr gute Leistungsgewicht erhöhen das Risiko für Unfälle. Da das Quad im Gegensatz zum herkömmlichen PKW deutlich weniger wiegt und konstruktionsbedingt keine echte Knautschzone hat, ist auch das Verletzungsrisiko deutlich erhöht.

Statistisch ist der Fahrer des Quads in der Mehrzahl der Fälle selbst schuld am Unfall. Das ist nur logisch, denn gerade kurvenreiche und herausfordernde Stecken sind für ATV-Fahrer reizvoll. Ein Unfall auf solchen Strecken lässt sich häufig auf Fahrfehler in Kombination mit der reduzierten Technik des Quads zurückführen. Fahrfehler, die im PKW von ABS, ESP und diversen Assistenzsystem ausgeglichen werden, schlagen beim Quad direkt durch. Auch gibt es beim Quad keine Knautschzone, was die Wahrscheinlichkeit für Körperschäden erhöht. Gerade ungeübte Fahrer haben anfänglich Schwierigkeiten mit dem besonderen Fahrverhalten der Quads.

Gut zu wissen: Regelmäßig handelt es sich bei einem Unfall mit dem Quad um einen sogenannten Alleinunfall. Das bedeutet, dass kein anderer Verkehrsteilnehmer am Unfall beteiligt oder dafür verantwortlich ist. Quads sind nicht nur im Gelände, sondern auch im normalen Straßenverkehr anzutreffen, sodass auch ein Quad in einen Unfall mit einem PKW geraten kann. In dieser Konstellation ist das Quad und sein Fahrer die deutlich schwächere Partei gegenüber dem PKW.

Wer haftet bei einem Unfall mit Quad?

Hinsichtlich der Haftungsfrage unterscheiden sich Quads nicht von PKW, denn hier haftet in der Regel der Unfallverursacher.

Wichtig

Damit der Geschädigte nach einem Unfall nicht auf seinen Kosten sitzen bleibt, ist eine Haftpflichtversicherung auch für ein Quad Pflicht. Die Haftpflichtversicherung deckt die möglichen Schadensersatzansprüche ab, die ein Geschädigter nach einem Unfall mit einem Quad an Sie stellen kann.

Für eigene Schäden am Quad ist eine Kaskoversicherung sinnvoll, damit Sie die Schäden nicht selbst zahlen müssen, wenn Sie schuld am Unfall sind.

Mit welchem Führerschein darf man Quad fahren?

Zum Fahren des Quads benötigen Sie einen Führerschein der Klasse B. Sind Sie ohne Fahrerlaubnis in einen Unfall verwickelt, kann Ihnen dieser Umstand zur Last gelegt werden. Da besonders häufig Quad-Fahrer selbst schuld am Unfall mit dem Quad sind, wird häufig ein Anscheinsbeweis zu Lasten der Quadfahrer angenommen.

 

Wie kann man mit dem Quad sicherer unterwegs sein?

Aufgrund der bauartbedingten Besonderheiten können Quads besonders anfällig für Verkehrsunfälle sein. Man sollte sich daher unbedingt mit dem besonderen Fahrverhalten von ATVs vertraut machen.

Gut zu wissen: In der Regel genügt für das Führen eines ATVs ein normaler B-Führerschein, da es keine besondere Quad-Fahrerlaubnis gibt. Jedoch ist genau dies besonders riskant, da viele Quad-Fahranfänger die fahrtypischen Besonderheiten eines Quads nicht ausreichend kennen.

Hinweis

Die Schutzeinrichtungen beim Quad sind sehr spärlich. So gibt es beispielsweise keine Gurtpflicht. Einzig vorgeschriebene Schutzmaßnahme ist ein Helm. Dieser soll bei einem Unfall vor schweren Kopfverletzungen schützen. Werden Sie ohne Helm von der Polizei ertappt, winkt Ihnen ein Verwarngeld in Höhe von 15 Euro.

Neben dem Vertrautmachen mit diesem außergewöhnlichen Fahrzeug kann durch verschiedene Vorsichtsmaßnahmen das Unfall- und Verletzungsrisiko gemindert werden:

  • Nutzung von ATVs mit einem Differentialgetriebe
  • intensive Einweisung und Übungsfahrt beim Quad-Erwerb
  • intensive Übungsphase in einer abgesicherten Umgebung
  • Geschwindigkeit in Kurven reduzieren
  • vor- und umsichtige Fahrweise

den Versicherungsnehmer.

Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie hatten einen Unfall mit einem Quad? Hier unsere Lösungs-Empfehlung:

  • Sie melden uns den Unfallhergang einfach und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller hier online.
  • Ihr Unfall wird binnen weniger Minuten geprüft und Sie erhalten einen Anruf, in dem das für Sie beste Vorgehen mit Ihnen besprochen wird.
  • Die auf Durchsetzung von Unfallansprüchen spezialisierten Experten unseres Netzwerkes erwirken Ihre bestmögliche Entschädigung.

Ihr großer Vorteil: Bei unverschuldeten Unfällen sind Gebühren für die rechtliche Betreuung Teil Ihrer gesetzlichen Schadenersatzansprüche, also von der Versicherung des Unfallverursachers zu zahlen. Das bedeutet für Sie beste Unterstützung ohne jedes Kostenrisiko. Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Nach einem Verkehrsunfall haben Sie als Geschädigte(r) das Recht, auf Kosten des Unfallverursachers ein Gutachten von einem unabhängigem Sachverständigen anfertigen zu lassen. Das Gutachten hat für Sie wesentliche Vorteile gegenüber einem durch die Werkstatt angefertigten Kostenvoranschlag. Das Recht nach § 249 Abs. 2. S. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB), die Gutachterkosten beim Schadensverursacher mit in Rechnung zu stellen, erfordert allerdings einige Voraussetzungen, z.B. eine Mindestschadenshöhe von ca. 750,- €. Wir erklären Ihnen in unserem Ratgeber, wann ein Gutachten und wann ein Kostenvoranschlag die richtige Wahl für Sie ist.

In Kürze
  • Ein Kostenvoranschlag wird durch die Reparaturwerkstatt erstellt und listet die zu reparierenden Schäden als individuelle Kalkulation der jeweiligen Werkstatt auf. Der Kostenvoranschlag ist vor Gericht kein Beweismittel.
  • Ein Gutachten wird durch einen Kfz-Sachverständigen erstellt und das Fahrzeug wird dabei im Detail begutachtet. Es werden auch Schadenspositionen aufgeführt, die in einem Kostenvoranschlag nicht zu finden sind. Das Gutachten erfüllt neben der Kostenkalkulation auch die Funktion der Beweissicherung und ist als Beweismittel vor Gericht geeignet.
  • Bei Bagatellschäden kleiner 750 € ist der Kostenvoranschlag die richtige Wahl.
  • Möchten Sie eine Wertminderung geltend machen, oder ist der Schaden insgesamt als teuer einzustufen, empfehlen wir Ihnen, ein Gutachten in Auftrag zu geben.
  • Die Kosten für die Erstellung des Kostenvoranschlages und/oder Gutachten sind erstattungsfähig, wenn Sie nicht schuld am Unfall sind.
  • Unsere Experten aus dem faire-Regulierung Netzwerk helfen Ihnen als Unfallgeschädigten kostenfrei weiter, wenn Sie sich unschlüssig sind, ob Kostenvoranschlag oder Gutachten.

Kostenvoranschlag und Gutachten: Was bedeuten die Begriffe?

Um herauszufinden, ob für Sie ein Kfz-Gutachten oder Kostenvoranschlag vorteilhaft ist, müssen Sie sich zunächst mit den beiden Begriffen „Kostenvoranschlag“ und „Gutachten“ vertraut machen.

Tipp

Ab einer Schadenshöhe von ca. 750 € sollten Sie sich ein Gutachten durch einen unabhängigen Sachverständigen erstellen lassen.

Ein Kostenvoranschlag wird durch die Werkstatt erstellt. Hierzu wird die Schadenshöhe nach der Einschätzung und Preistableau der jeweiligen Werkstatteingeschätzt und die zu reparierenden Positionen werden aufgelistet. Deshalb ist jede Werkstatt verpflichtet ihre  Stundenverrechnungssätze im Kundenbereich auszuhängen.

Ein Gutachten hingegen ist aufwendiger zu erstellen. Ein Kfz-Gutachter schaut sich das Unfallfahrzeug im Detail an, dokumentiert auch Vorschäden, führt eine Plausibilitätsprüfung durch und dokumentiert für Sie auch Schadenspositionen, welche in einem Kostenvoranschlag nicht berücksichtigt werden.

 

Wieso brauche ich ein Gutachten oder einen Kostenvoranschlag?

Die Erstellung eines Gutachtens oder eines Kostenvoranschlages ist Voraussetzung dafür, dass Sie einen konkreten Betrag zum Fahrzeugschaden gegenüber der leistungspflichtigen Versicherung fordern können.

Wichtig

Um Ihren Schadensersatz korrekt beziffern zu können, ist es zwingend notwendig ein Gutachten oder Kostenvoranschlag erstellen zu lassen.

Auf eigene Faust die Schadenshöhe zu ermitteln, ist keine gute Idee, da die gegnerische Versicherung Ihre Zahlen sicher anzweifeln wird. Die Versicherung wird Ihnen dann einen Gutachter aus ihrem eigenen Netzwerk empfehlen, der dementsprechend der Versicherung verpflichtet ist.

In einer solchen Situation sollten Sie unbedingt von Ihrem Recht Gebrauch machen, selbst einen unabhängigen Gutachter zu beauftragen. Denn ein Gutachter, der von der Versicherung beauftragt worden ist, wird den Schaden regelmäßig eher zugunsten der Haftpflichtversicherung kalkulieren. Das heißt konkret: Weniger Geld für Sie als Geschädigten.

Unser Tipp: Für die Erstellung eines Gutachtens sollten Sie einen unabhängigen Sachverständigen beauftragen. Im faire-Regulierung Netzwerk haben Sie Zugriff auf erprobt zuverlässige Sachverständige aller großen Sachverständigen-Organisationen Deutschlands. Der jeweilige Gutachter kann dann sogar bequem zu Ihnen nach Hause kommen. Das Recht einen unabhängigen Gutachter zu rufen besteht für Sie auch dann noch, wenn die gegnerische Versicherung bereits einen Gutachter beauftragt hat.

 

Gutachten oder Kostenvoranschlag: Das sind die Unterschiede

Ob ein Unfall-Gutachten oder ein Kostenvoranschlag für Sie in Frage kommt, hängt von einigen Faktoren ab. Schauen wir uns diese mal im Detail an:

Der Kostenvoranschlag ist günstiger und wird mit weniger Detailgenauigkeit erstellt, als es die Anforderungen an ein Gutachten vorgeben. Problematisch ist hierbei jedoch, dass die Ansprüche, welche Ihnen daraus berechnet werden auch kleiner als marktüblich ausfallen können. Wenn beispielsweise die freie Werkstatt außerhalb der Großstadt mit sehr niedrigen Stundensätzen kalkuliert, wird der so ermittelte Betrag wohl nicht die Kosten einer Reparatur in Ihrer Markenwerkstatt vor Ort decken Auch ist der im Kostenvoranschlag angegebene Preis verbindlich. Tauchen im Zuge der Demontage bei der Reparatur vorab nicht kalkulierte Folgeschäden des Unfalls auf, können diese Mehrkosten ungedeckt auf Sie zurückfallen. Bei einem Gutachten wird in diesem Fall eine Nachbesichtigung mit einer sogenannten Reparaturerweiterung durch den Sachverständigen dokumentiert und der Anspruch gegenüber der leistungspflichtigen Versicherung entsprechend nach oben angepasst.

Gut zu wissen: Handelt es sich jedoch um einen Bagatellschaden, also unter ca. 750 Euro, ist der Kostenvoranschlag die richtige Wahl, da es wirtschaftlich nicht angemessen ist, bei einem recht geringen Schaden ein teures Gutachten in Auftrag zu geben. 750 Euro sind jedoch nicht als feste Summe zu verstehen. Wichtig ist, dass es sich um einen Bagatellschaden handelt. Ein Bagatellschaden ist ein Schaden, der sich auf eine geringe Schadenssumme bei einem Sachschaden beläuft.  Als Orientierungswert für einen nicht bedeutenden Sachschaden geben einige Gerichte sogar eine Schadenssumme bis 1.300 Euro an. Sie kann jedoch bei jedem Gericht anders ausfallen. Ein Personenschaden schließt die Einstufung als Bagatellunfall immer aus.

Unser Tipp

Ab einer Schadenshöhe von ca. 750 Euro sollten Sie sich ein Gutachten durch einen unabhängigen Sachverständigen erstellen lassen. Dieses muss die Versicherung des Unfallverursachers zahlen. Als Geschädigter werden Sie von den Kosten freigehalten, denn Sie werden als Teil Ihrer Schadenersatzansprüche nach § 249 BGB beim Verursacher mit in Rechnung gestellt. Sind Sie sich unsicher, ob ein Gutachten für Sie in Frage kommt, helfen Ihnen unsere Experten gerne weiter. Die Prüfung und Beratung leisten wir für Sie garantiert kostenfrei, bei Mandatserteilung regulieren wir kostenpflichtig gegen den Verursacher, der auch unsere Gebühr als zugelassener Rechtsdienstleister zu tragen hat.

 

Gutachten trotz Kostenvoranschlag

Liegt Ihnen bereits ein Kostenvoranschlag vor, können Sie ein Gutachten auch trotz Kostenvoranschlag in Auftrag geben. Der größte Unterschied vom Kostenvoranschlag zum Gutachten besteht darin, dass das Risiko einer Ausdehnung der Kosten bei einem Gutachten auf Seiten des Sachverständigen bzw. der Werkstatt liegt. Falls sich später im Rahmen der Reparatur höhere Kosten ergeben, so tragen Sie als Unfallgeschädigter kein finanzielles Risiko und sind sicherer. Entscheidend sind bei einer konkreten Abrechnung auf Basis eines Schadensgutachtens lediglich die tatsächlich angefallenen Reparaturkosten laut Rechnung.

Darüber hinaus berücksichtigt ein professionelles Schadengutachten für Sie wertvolle Schadenspositionen – wie z.B. die Wertminderung – , die sich in einem Kostenvoranschlag nicht wiederfinden.

Beispielsweise sind das:

  • die Berücksichtigung des optischen und technischen Zustands des Fahrzeugs
  • die Beachtung einer Serien- und/oder Sonderausstattung bzw. Spezialumbauten
  • die Beachtung reparierter und nicht reparierter Vorschäden die Reparatur- und Wiederbeschaffungsdauer sowie eine etwaige Wertminderung und der Nutzungsausfall.

Wichtig: Nur ein Gutachten hat eine beweissichernde Funktion in einem möglichen Zivilprozess. Erscheinen Sie zum Gerichtstermin mit einem Kostenvoranschlag haben Sie deutlich schlechtere Karten. Häufig ist zum Zeitpunkt des Streites das Unfallfahrzeug schon verkauft oder gar verschrottet. Nur die zeitnah nach dem Unfall erfolgte Beweissicherung durch das Sachverständigengutachten kann Sie in dieser leider gar nicht so seltenen Situation retten.

Vor- und Nachteile des Kostenvoranschlags

Vorteile:

  • Handelt es sich auf den ersten Blick um einen Bagatellschaden, werden die Kosten eines Gutachters in der Regel nicht von der gegnerischen Versicherung bezahlt. Der Kostenvorschlag hingegen schon.
  • Die Werkstatt verspricht mit ihrem Kostenvoranschlag verbindlich, zu diesem kalkulierten Preis zu reparieren. Das kann Ihnen eine preisliche Planungssicherheit geben

Nachteile:

  • Einige Schadenspositionen sind typischerweise in einem Kostenvoranschlag nicht eingerechnet, da hier nur die Kalkulation der Reparaturkosten aufgelistet werden. So wird zum Beispiel die Wertminderung nicht mit einbezogen.
  • Im Gegensatz zum Kfz-Gutachten gilt der Kostenvoranschlag nicht als Beweismittel bei ggf. nachfolgenden Uneinigkeiten
  • Treten im Zuge der Reparatur nicht aufgelistete Schäden, sogenannte Reparaturerweiterungen auf, müssen Sie diese im Zweifel selbst zahlen.

Vor- und Nachteile des Kfz-Gutachtens

Vorteile:

  • Die Wertminderung wird beim Gutachten mit eingerechnet.
  • Das Schadengutachten deckt umfänglich alle entstandenen Schäden am Fahrzeug auf, hierzu zählen auch mögliche entstehende Ausfallzeiten, die durch die Reparatur entstehen.
  • Werden im Rahmen der Reparatur weitere Unfallschäden am Fahrzeug entdeckt, trägt die Versicherung die Kosten hierfür, da das Prognoserisiko beim Kfz-Gutachter liegt.
  • Insbesondere bei Gerichtsprozessen dient das Gutachten auch als Schutz für Sie, denn es dokumentiert umfassend die Schäden am Fahrzeug.

Nachteile:

  • Bei geringen Schäden verstoßen Gutachterkosten gegen die Schadenminderungspflicht und werden dementsprechend bei offensichtlichen Bagatellschäden von der gegnerischen Versicherung zu Recht nicht bezahlt.
  • Sind sie teilweise oder gar ganz selbst schuld am Unfall, liegen die Kosten des Gutachters teilweise oder ganz bei Ihnen.

Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie sind unverschuldet in einen Unfall geraten? Wir von faire-Regulierung prüfen und beraten mit Ihnen, ob die Abrechnung nach Gutachten oder Kostenvoranschlag für Sie richtig ist.

Der bewährte Ablauf für Sie im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang risiko- und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller hier online.
  • Unser erfahrenes Spezialistenteam prüft Ihren Fall sofort und bespricht mit Ihnen individuell das weitere Vorgehen.
  • Ihre Schadensregulierung wird mit allen erforderlichen Dokumenten aufbereitet, die benötigten Dienstleister wie Gutachter, Werkstatt & Co werden für Sie koordiniert und Sie werden bis zur abschließenden Auszahlung über jeden Regulierungsfortschritt auf dem Laufenden gehalten. Für smarte Nutzer geht das sogar über unser beliebtes KIS (Kunden-Informations-System)!

Die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers muss für die Reparaturkosten des Geschädigten gemäß § 249 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) aufkommen.  Doch was ist, wenn Sie Ihr Auto gar nicht reparieren lassen wollen? Wir helfen Ihnen bei dieser Frage gerne weiter und erklären Ihnen in diesem Ratgeber alles rund um das Thema “fiktive Abrechnung”.

In Kürze
  • Grundsätzlich besteht für Sie die Möglichkeit, sich die festgestellte Schadenssumme auszahlen zu lassen, wenn Sie Ihr Auto nicht reparieren lassen möchten.
  • Höhe des Schadens: Materialkosten, Arbeitskosten für Werkstatt, Mehrwertsteuer und weitere Positionen.
  • Jedoch müssen Sie bei einer fiktiven Abrechnung mit Kürzungen rechnen.
  • Eine fiktive Abrechnung kann sich lohnen; muss aber nicht.

Fiktive Abrechnung: Den Unfallschaden nicht reparieren lassen

Durch die in Deutschland verpflichtende Haftpflichtversicherung soll sichergestellt werden, dass im Schadensfall den Unfallopfern der Schaden erstattet wird, der ihnen unverschuldet entstanden ist. Im Rahmen der Schadensregulierung wird die Kostenübernahme der Reparatur mit allem, was dazu gehört, gegenüber der Versicherung des Verursachers geltend gemacht. Durch die Reparatur soll der Zustand des Fahrzeuges vor dem Unfall wiederhergestellt werden.

Wichtig

Will man sein Auto aber gar nicht reparieren lassen, beispielsweise weil die Beule Sie gar nicht stört, bedeutet dies nicht, dass der Schadenersatzanspruch aus § 249 BGB durch den unverschuldeten Unfall verloren geht. Im Gegenteil: Die gegnerische Versicherung ist verpflichtet, auch eine fiktive Abrechnung zu begleichen.

 

Was bedeutet eine fiktive Abrechnung?

Üblicherweise rechnet die gegnerische Versicherung nach der Reparaturrechnung der Werkstatt ab. Es handelt sich dabei um eine konkrete Abrechnung. Eine fiktive Abrechnung hingegeben entspricht nur dem Wert einer professionellen Werkstattreparatur und wird entweder von einem Unfallgutachter ausgestellt oder beruht auf dem Kostenvoranschlag einer Werkstatt. Eine fiktive Abrechnung ist somit ein „Rechnungsersatz“. Fiktion ist die Vorstellung. Man stellt sich die Reparatur und die damit verbunden Kosten vor. Und auf Basis dieses Denkmodells kann man sich das Geld eben auch einfach auszahlen lassen. Die fiktive Abrechnung wird daher auch “Abrechnung auf der Basis des Gutachtens” genannt.

In der Praxis wird anschließend dann oft eine günstigere Werkstatt beauftragt, das Auto selbst repariert oder gar nichts am Auto verändert. Erstattet werden also demzufolge nicht die Reparaturkosten, da diese nicht -oder nur in deutlich geringerer Höhe anfallen, sondern die Kosten, die angefallen wären, wenn man die Reparatur des unverschuldet erlittenen Schadens hätte durchführen lassen.

Voraussetzung für die fiktive Abrechnung

Eine fiktive Abrechnung ist grundsätzlich immer möglich. Die Versicherung darf Sie nicht darauf verweisen, dass Sie nicht fiktiv abrechnen dürfen. Das Wahlrecht des Geschädigten, sein Fahrzeug nach einem Unfall reparieren zu lassen oder nicht, steht einem Unfallgeschädigten gemäß § 249 BGB zu.  Wenn Sie mit Fachtermini glänzen wollen: Sie sind Herr des Restitutionsverfahrens. Als Unfallgeschädigter können Sie also frei über den Schadensersatzbetrag der Versicherung verfügen und müssen diesen Betrag nicht zwingend in eine Reparatur des Fahrzeugs investieren.

Wichtig

Eine Voraussetzung für die fiktive Abrechnung gibt es: Ihr Auto muss fahrtüchtig sein.

Ist Ihr Fahrzeug aber bedingt durch einen Unfall nicht mehr fahrtüchtig oder bietet keine Sicherheit mehr im Straßenverkehr, dann sollte es repariert werden. Denn entscheiden Sie sich dann gegen eine Reparatur, dürfen Sie Ihr Auto im Straßenverkehr nicht mehr nutzen. Ist ihr Fahrzeug ein Totalschaden, dann greift die sogenannte 130-Prozent-Regelung. Sie können dann entscheiden, ob Sie Ihr Fahrzeug reparieren lassen oder fiktiv abrechnen. Weitere Informationen zur 130-Prozent-Regelung finden Sie hier.

Ablauf der fiktiven Abrechnung

Die Höhe des Schadens muss zunächst genau und belastbar beziffert sein. Dafür lassen Sie sich bei einem Sachverständigen ein Gutachten erstellen. Der Gutachter wird seine Berechnung auf Basis der Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt durchführen. Bei der Versicherung geben Sie an, dass Sie fiktiv abrechnen lassen möchten. Nach Prüfung der Schadensersatzansprüche, wird Ihnen der Schadensersatz netto – also abzüglich der nicht angefallenen Mehrwertsteuer – ausgezahlt.

Wie lange dauert eine fiktive Abrechnung?

Wie lange Ihre fiktive Abrechnung dauert, kann pauschal nicht beantwortet werden. Bei klarer Sachlage und einem vorbildlich reagierendem Versicherer auf der Gegenseite, kann nach wenigen Tagen das Geld auf Ihrem Konto sein. Leider kennen wir aus der Praxis aber auch Fälle, in denen noch Monate später um Teilzahlungen gekämpft werden muss.

 

Unfallschaden auszahlen lassen: Höhe der Schadenssumme

Die Schadenssumme setzt sich zusammen aus den Kosten für die Ersatzteile, den Arbeitslohn für die Werkstatt, eventuellen Transportkosten zum und vom Lackierer, der Mehrwertsteuer und der möglichen Wertminderung. Bei einer fiktiven Abrechnung ist für gewöhnlich die Schadenssumme geringer als bei einer konkreten Abrechnung, denn ihr liegt eine andere Berechnungsmethode zugrunde.

Hinweis: Die gegnerische Versicherung ist darauf bedacht die Schadensumme so gering wie möglich zu halten. Handeln Sie unbedacht, kann es sein, dass Sie wahrscheinlich nicht den vollen Entschädigungsbetrag von der Versicherung erstattet bekommen. So kommt es in Bezug auf die Wertminderung immer wieder zu juristischen Auseinandersetzungen, da von Seiten des Gesetzgebers keine zwingende Berechnungsmethode vorgeschrieben wurde.

Unser Tipp

Wenn Sie mit dem Gedanken einer fiktiven Abrechnung spielen, nutzen Sie von Beginn an das Know-How eines Verkehrsrechts-Spezialisten. Die Erfahrung zeigt, dass der Kürzung Ihrer Ansprüche bereits mit dem ersten Schreiben an den zahlungspflichtigen Versicherer entgegenzuwirken ist. Bei den leider fast obligatorischen Kürzungsversuchen der Versicherer stellt es sich für die meisten Geschädigten schwierig und zeitraubend dar, sich gegen diese unrechtmäßigen Beanstandungen zu wehren und zu seiner zustehenden Auszahlung zu kommen. Wenn Sie Ihren Unfall auf der faire-Regulierung Plattform melden, haben Sie ab der ersten Minute erfahrene Spezialisten mit tausendfach bewährte Expertise an Ihrer Seite.

 

 

Keine Erstattung der Mehrwertsteuer bei fiktiver Abrechnung

Bei der fiktiven Abrechnung entfällt beispielsweise die Erstattung der Mehrwertsteuer. Denn nach § 249 BGB muss die gegnerische Versicherung keine Mehrwertsteuer für nicht erbrachte Leistung zahlen. Bei einer Reparatur hingegen ist am Ende eine Mehrwertsteuer fällig und dementsprechend auch Teil des zu erstattenden Schadens. Sie als Geschädigter erhalten bei fiktiven Abrechnung folglich nur den Nettobetrag. Falls Sie nach einer abgeschlossenen fiktiven Abrechnung nun doch Ihr Fahrzeug reparieren lassen möchten oder eine Reparatur in Eigenregie durchführen oder gar ein gleichwertiges Auto kaufen, können Sie sich die tatsächlich angefallene Mehrwertsteuer dann von der Versicherung zurückerstatten lassen.

Auch weitere Schadenspositionen werden bei der fiktiven Abrechnung anders behandelt. Bei einer Werkstattreparatur werden von der gegnerischen Versicherung die Transportkosten zum und vom Lackierer übernommen. Dies entfällt bei einer fiktiven Abrechnung. Zur Nutzungsausfallentschädigung oder Erstattung von Mietwagenkosten gibt es im Zusammenhang mit fiktiven Abrechnungen teils widersprüchliche Aussagen. Wir geben alles, um für Sie immer das Beste rauszuholen. 

Was ist bei einer fiktiven Abrechnung zu beachten?

Auch wenn es verlockend klingt, sich das Geld von der generischen Versicherung einfach auszahlen zu lassen, ist Vorsicht geboten. Zwar ist eine fiktive Abrechnung bei kleinem Schaden wie Beulen oder Kratzern, welche die Fahrtauglichkeit nicht beeinträchtigen, eine Überlegung wert, aber ein kleiner Lackschaden kann schnell dazu führen, dass ganze Fahrzeugteile ausgetauscht werden.

Fiktive Abrechnung nach Gutachten

Bei neuwertigen oder höherpreisigen Fahrzeugen ist es wichtig, die fiktive Abrechnung nicht nach dem Kostenvoranschlag der Werkstatt, sondern nach einem Gutachten zu bemessen. Bei einer Abrechnung nach dem Kostenvoranschlag wird nämlich der Wertverlust des Fahrzeugs durch die Kennzeichnungspflicht als Unfallwagen nicht berücksichtigt. Das bedeutet, Sie verlieren im Moment des Fahrzeugverkaufes Geld. Durch eine Meldung an faire-Regulierung können Gutachten und Erstattung der Wertminderung für Sie sichergestellt werden.

Gut zu wissen: Auch andere Schadenspositionen sind streitbar. Dann wird es relevant, welcher Gutachter das Unfallgutachten verfasst hat. Sie haben bei Schäden, die nicht im Bagatellbereich (kleinere Blechschäden oder Beulen, Schadenssumme unter 1.000 EUR) liegen, grundsätzlich einen Anspruch auf einen eigenen Gutachter. Wenn ein gegnerisches Gutachten vorliegt, muss die gegnerische Versicherung dann auch einen Sachverständiger Ihrer Wahl bezahlen. Stimmen Sie daher keinesfalls zu, dass bei einer fiktiven Abrechnung der gegnerische Versicherer die Begutachtung übernimmt.

Vorsicht: Die gegnerische Versicherung kann widersprechen!
Schwierig wird es für Sie, wenn Sie nur einen Bagatellschaden am Fahrzeug haben und Sie dennoch einen zweiten Gutachter beauftragen. Dessen Kosten muss die gegnerische Versicherung dann für gewöhnlich nicht zahlen. Probleme treten auch auf, wenn Unklarheiten am Gutachten entstehen oder es den Verdacht gibt, dass Sie mit dem Geld der fiktiven Abrechnung ihr Fahrzeug schwarz reparieren. Das führt dann regelmäßig zu einem Gerichtsverfahren und Folgekosten für Sie.

Fiktive Abrechnung: Kürzungen durch Versicherer

Sie wollten fiktiv abrechnen und haben ein Kürzungsscheiben erhalten? Leider gehört es inzwischen zur Routine fast aller KFZ-Versicherer, die von Ihnen eingereichten Unterlagen zu sogenannten Prüfdienstleistern zu geben. Unternehmen wie ControlExpert oder ClaimsControlling erstellen für den Versicherer in Serie sogenannte Prüfberichte, was nichts anderes als Kürzungen Ihrer Ansprüche sind. Einzelne Prüfdienstleister haben sogar Verträge mit Versicherungen geschlossen, in denen konkrete Ziele zur durchschnittlichen Kürzung der Forderungen von Geschädigten wie Ihnen vertraglich vereinbart sind.
Beispiele sind der Verweis auf eine billigere Werkstatt oder eine nicht erforderliche Verbringung, etc… Nehmen Sie es also nicht zu persönlich, wenn Sie Kürzungspost erhalten haben. Reagieren Sie professionell und nutzen auch Sie einen Dienstleister: Wir klären das für Sie!

Lohnt sich das Auszahlen des Unfallschadens?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Je höher der Schaden ausfällt, umso vielschichtiger ist die korrekte Antwort. Und dafür sind wir für Sie da. Durch unser geprüftes Spezialisten-Netzwerk können wir Ihnen konkret beantworten, ob eine fiktive Abrechnung sich für Sie lohnt oder eben nicht.

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie wollen wissen, welche Ansprüche Ihnen bei einer fiktiven Abrechnung zu stehen und ob das der für Sie richtige Weg ist? Sie wollen professionell und geradlinig fiktiv abrechnen und die Auszahlung erhalten? Wir helfen Ihnen. Unser Spezialisten-Netzwerk leistet die komplette Prüfung und Abwicklung des Schadenfalls für Sie.

Das sichere Verfahren im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang sicher und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller hier online.
  • Unser zertifiziertes Team prüft Ihren Fall sofort und bespricht mit Ihnen das weitere zweckmäßige Vorgehen.
  • Die Schadensregulierung wird eingeleitet und Sie sind über unser innovatives Kunden-Informations-System KIS über jeden Fortschritt informiert.

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung Netzwerk erledigen die erforderliche Korrespondenz und begleiten Sie persönlich bis zu Auszahlung Ihrer Schadensersatzansprüche, erfahren, lösungsorientiert und ohne Kostenrisiko für Sie.

Vatertagsausflug, Frauenabend, Geburtstagsfete, Konzertbesuch, Familienfeier oder auch einfach nur der wohlverdiente Feierabend, die Anlässe für alkoholische Getränke sind allgegenwärtig . Jedoch wird kaum ein Verstoß gegen das Verkehrsrecht wird so streng geahndet wie Alkohol am Steuer – insbesondere, wenn es noch zu einem Unfall mit Alkohol im Blut kam.

Wir erklären Ihnen in diesem Ratgeber, welche Strafen drohen, wenn Sie einen Unfall mit Alkohol verursachen. Und natürlich auch was es zu beachten gilt, wenn Ihr Unfallgegner mit Alkohol am Steuer unterwegs war.

 

In Kürze
  • Bereits ab 0,3 Promille ist für Autofahrer – ACHTUNG: und auch Radfahrer! – die erlaubte Promillegrenze überschritten. Für Fahranfänger gilt die 0,0-Promillegrenze.
  • Neben deftigen Bußgeldern von 500 bis 1500 Euro, droht bei einer Straftat durch Trunkenheit am Steuer sogar eine Freiheitsstrafe!
  • Kommt es zu einem Unfall wegen Trunkenheit am Steuer, müssen betroffene Fahrer mit einem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen. Das gilt dann für mindestens sechs Monate.
  • Allein der Umstand, dass Sie Alkohol konsumiert haben, führt NICHT automatisch zum Verschulden des Unfalls. Ein Bußgeld ist Ihnen sicher, doch die Schuldfrage bleibt objektiv zu klären.

Wieso begünstigt Alkohol einen Verkehrsunfall?

Alkoholisiert ist die Wahrnehmung eingeschränkt und die Verarbeitung der bereits reduzierten Wahrnehmungen dauert länger, das heißt, Sie reagieren nicht nur langsamer, sondern auch qualitativ schlechter. Auch das eigene räumliche Vorstellungsvermögen wird deutlich geschwächt. Doch genau das sind Fähigkeiten, die gerade  im Straßenverkehr besonders wichtig sind. Daher ist die Teilnahme am Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss in jedem Fall eine Gefährdung Ihrer selbst und anderer.

Konkret kommt es neben berauschenden Folgen bei Alkoholkonsum zu folgenden weiteren Nebenwirkungen:

  • erhöhte Sensitivität auf Lichteinstrahlung: Sie blinzeln eher
  • erhöhte Risikobereitschaft: Sie fahren riskanter
  • verschlechtertes und unscharfes Sehen: Sie erkennen zu spät
  • selektive Wahrnehmung: Sie sehen Einiges gar nicht mehr
  • verlängerte Reaktionszeit: Sie bremsen zu spät

All diese Nebenwirkungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Sie in einen Autounfall geraten. Im schlimmsten Fall kommt es sogar zu einem Unfall mit Alkohol mit Personenschaden. Kein Trinkanlass der Welt ist dieses Maß an nicht wiedergutzumachendem, persönlichen Leid wert!

Welche Promillegrenzen gelten bei einem Verkehrsunfall mit Alkohol?

Wahrscheinlich haben Sie schon mal gehört, dass in Deutschland eine 0,5-Promille-Grenze für Autofahrer gilt. Das heißt jedoch nicht, dass Sie nicht auch schon bei weniger Alkohol im Blut belangt werden können. Kurz gesagt besteht bei einer relativen Fahruntüchtigkeit bei Autofahrern ab 0,3 Promille bis 1,09 Promille die Wahrscheinlichkeit des Führerscheinentzugs, wenn noch weitere Umstände hinzukommen. Bei absoluter Fahruntüchtigkeit ab 1,1 Promille ist der Führerscheinentzug auch ohne weitere Umstände sicher.

Bei Fahrradfahrern ist es ähnlich, jedoch beginnt die gesetzliche absolute Fahruntüchtigkeit erst bei 1,6 Promille.

Als Fußgänger haben sie keine festen Promillegrenzen. Aber wussten Sie, dass bei alkoholbedingtem Auffallen in der Öffentlichkeit Ihnen selbst als Fußgänger die Entziehung der Fahrerlaubnis passieren kann?.

Promillegrenze in der Probezeit

Sind Sie als Autofahrer noch in der Probezeit oder unter 21 Jahre, gilt für Sie die 0,0-Promillegrenze. Das heißt: Gar kein Alkohol am Steuer – kein „Bierchen“, keine Schnapspralinen, keine „Verdauerli“!

Relative Fahruntüchtigkeit

Relative Fahruntüchtigkeit heißt, dass Fahrer realistisch einschätzen können müssen, ob sie noch in der Lage sind, ein Auto gefahrlos zu führen. Treffen Sie die falsche Entscheidung, drohen Bußgelder, Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot. Kommt es bei der Fahrt unter Alkoholeinfluss sogar zum Unfall, sind Sie sofort im Straftatbereich, es greifen also die Strafen gemäß Strafgesetzbuch (StGB). Für die absolute Fahruntüchtigkeit gilt als einziger Maßstab der bei Ihnen gemessene Promillewert. Ist die oben erklärte Promillegrenze von 1,6 überschritten, sind Sie rechtlich nicht mehr im Stande ein Fahrzeug zu führen, egal wie fit Sie sich fühlen.

 

Übersicht: Promillegrenzen in Deutschland für Verkehrsteilnehmer

Verkehrsteilnehmer Sanktionsfreier Bereich Relative Fahruntüchtigkeit Absolute Fahruntüchtigkeit
Autofahrer In der Probezeit und für junge Erwachsene unter 21 Jahren: 0,0-Promille.  Nach der Probezeit und für über 21-Jährige: bis 0,29 Promille. Ab 0,3 Promille bis 1,09 Promille in Verbindung mit weiteren Umständen. Führerscheinentzug wahrscheinlich Ab 1,1 Promille. Führerschein wird entzogen
Fahrradfahrer Bis 0,29 Promille. Ab 0,3 Promille bis 1,59 Promille in Verbindung mit weiteren Umständen. Führerscheinentzug wahrscheinlich. Ab 1,6 Promille. Führerschein wird entzogen.
Fußgänger Es existiert keine Promillegrenze. Jedoch ist bei alkoholbedingtem Auffallen in der Öffentlichkeit die Entziehung der Fahrerlaubnis möglich.

Autounfall mit Alkohol – diese hohen Strafen drohen

Haben Sie einen Autounfall unter Alkoholeinfluss verursacht, müssen Sie mit harten Sanktionen rechnen. Da Sie womöglich gar nicht mehr in der Lage waren, ein Fahrzeug zu führen, haben Sie unweigerlich den Verkehr gefährdet. Bereits die Bußgelder für das Fahren mit Alkohol am Steuer sind hoch angesetzt – zwischen 500 und 1500 Euro sind typischerweise fällig. Verursachen Sie betrunken einen Unfall, begehen sie allerdings keine vergleichsweise harmlose Ordnungswidrigkeit mehr, sondern Sie begehen eine handfeste Straftat gemäß § 315 c StGB.

Haben Sie als Autofahrer mit 0,3 Promille alkoholisiert einen Unfall verursacht, drohen Ihnen der Vermerk von drei Punkten im Fahreignungsregister sowie der Führerscheinentzug. Das war jedoch noch nicht alles. Hinzu kommt noch eine Geld- oder Freiheitsstrafe. § 315 c StGB sieht für Alkoholkonsum und daraus folgende Gefährdung von Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremden Sachen von bedeutendem Wert eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren vor. Um hier nur mit einer Geldstrafe davonzukommen, brauchen Sie schon mildernde Umstände.

Allerdings heißt nicht schon allein der Umstand, dass ein Fahrer unter Alkoholeinfluss in einen Unfall geriet, , dass er auch zwingend schuld ist. Hätte auch ein nüchterner Autofahrer den Zusammenstoß nicht verhindern können – etwa weil ein Hintermann einen Auffahrunfall verursacht –, trifft den betrunkenen Vordermann tatsächlich keine Schuld. Entscheidend für die Schuldfrage ist stets der Unfallhergang. Dennoch muss jeder betrunkene Fahrer mit einem Bußgeld oder einem Strafverfahren rechnen.

 

Unfall mit Alkohol: Wie lange ist der Führerschein weg?

Haben Sie einen Unfall mit Alkohol im Blut verursacht, folgt für gewöhnlich ein Entzug der Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate. Jedoch kann die Sperrfrist von den Behörden auch länger angesetzt werden.

Häufig muss zudem eine medizinisch-psychologische Untersuchung – die oft zitierte MPU, im Volksmund auch „Idiotentest“, absolviert werden, bevor der Führerscheinentzug beendet wird. Die richterliche Anordnung einer MPU wird von Einzelfall zu Einzelfall entschieden. Die Anordnung ist ab einem Promillewert von 1,1 beim Unfallverursacher möglich. Häufig wird ab 1,6 Promille die Wiedererlangung vom Führerschein an ein erfolgreiches Bestehen dieser Untersuchung gebunden. Bei einem Unfall mit Alkohol ist der Führerscheinentzug daher sehr wahrscheinlich. Sie brauchen dann schon triftige Argumente (z.B. drohender Jobverlust bei Führerscheinentzug) und einen entsprechend sachkundig agierenden Spezialisten für Verkehrsrecht an Ihrer Seite.

Unfall mit Alkohol: Was ist, wenn ich nicht schuld bin?

Sollten Sie als Geschädigter in einen Unfall verwickelt sein, gilt es immer, den Unfall so genau als möglich zu dokumentieren. Das gilt umso mehr, wenn sich der Verdacht ergibt, dass Alkohol oder andere berauschende Mittel im Spiel sind! Verständigen Sie dann am besten die Polizei. Diese kann zum einen amtlich feststellen, dass der Unfallverursacher Alkohol konsumiert hat. Zum anderen wird die Polizei auch korrekte Maßnahmen einleiten, um den Promillewert für eine mögliche Gerichtsverhandlung zu dokumentieren. Für die Beantwortung der Schuldfrage ist der Alkoholkonsum ein starkes Indiz dafür, dass der Alkoholkonsument wohl auch den Unfall schuldhaft verursacht hat. Dies muss allerdings im Einzelfall geprüft werden und sollte nicht dem Zufall überlassen werden:

Melden Sie Ihren Unfall kostenlos und mit wenigen Klicks über das faire-Regulierung-Portal. Hier erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden nach Angabe der erforderlichen Daten eine qualifizierte anwaltliche Ersteinschätzung der Schuldfrage. Es kann nämlich gut sein, dass ein Unfall zwar mit Alkohol, aber tatsächlich ohne Schuld Ihrerseits passiert ist.

 

Unfall mit Alkohol: Zahlt die Versicherung?

Da Alkoholfahrten rechtlich als grob fahrlässige oder gar vorsätzliche Handlungsweisen bewertet werden, können Versicherungen die Haftung in diesen Fällen teilweise oder ganz verweigern. Das ist meist abhängig von der Alkoholkonzentration im Blut zum Unfallzeitpunkt. Als Unfallverursacher sind Sie in der Praxis typischerweise von folgenden Kürzungen der Versicherungsleistung betroffen

Wichtig
  • Weniger als 0,3 Promille: In der Regel wird der Schaden des Unfallopfers vollständig bezahlt.
  • Zwischen 0,3 und 1,1 Promille: Bis zu 50 % Kürzungen können vorgenommen werden.
  • Über 1,1 Promille: Eine komplette Zahlungsverweigerung ist möglich.

Gut zu wissen: Die aufgeführten möglichen Abzüge gelten auch für andere Versicherungen – etwa Ihrer Vollkasko – wenn Alkohol zum Unfall geführt hat.

Schritte zur Ihrer fairen Schadensregulierung

Sie sind in einen Unfall mit Alkohol geraten, aber ohne Schuld? Dann am besten schnell bei faire-Regulierung.de melden. Der bewährte Ablauf für Sie im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang risiko- und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller hier online.
  • Unser kompetentes Team prüft Ihren Fall sofort und erklärt Ihnen das für Sie optimale weitere Vorgehen.
  • Die Schadensregulierung wird eingeleitet, die benötigten Dienstleister wie Gutachter, Werkstatt & Co werden für Sie koordiniert und Sie werden per innovativem Kunden-Informations-System über jeden Schritt auf dem Laufenden gehalten.

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung-Netzwerk erledigen die anfallenden Aufgaben und kümmern sich kompetent und persönlich um Ihre Schadensersatzansprüche, -auch um die, die Sie vielleicht gar nicht wussten.

Wir erklären Ihnen in unserem Ratgeber, wer den Schaden zahlen muss, wenn Sie mit einem Firmenwagen in einen Unfall geraten und welche Situationen Sie dabei unterscheiden müssen.

In Kürze
  • Wer den Schaden nach einem Unfall mit dem Firmenwagen tragen muss, hängt überwiegend davon ab, ob der Fahrer Schuld hat.
  • Bei einem unverschuldeten Unfall oder leichter Fahrlässigkeit müssen Sie mit keinen Kosten rechnen.
  • Bei mittlerer oder schwerer Fahrlässigkeit müssen Sie die Kosten zumindest anteilig selbst zahlen. Das Gleiche gilt bei Vorsatz.
  • Achten Sie auch insbesondere darauf, ob private Fahrten mit den Firmenwagen erlaubt sind.

Unfall mit Firmenwagen – Was nun?

Viele Autofahrer sind sich sicher, dass ihr Arbeitgeber für den entstandenen Schaden aufkommen muss, wenn sie mit dem Firmen- oder Dienstwagen in einen Unfall geraten oder diesen sogar verursachen. Dabei ist das gesetzlich gar nicht so eindeutig geregelt. Wir erklären Ihnen im Folgenden, wieso Sie zwischen einer Dienstfahrt und Privatfahrt unterscheiden müssen und zeigen Ihnen, wer in dem jeweiligen Fall haftet.

Dieses wertvolle Wissen sollten Sie sich unbedingt aneignen, denn in bestimmten Konstellationen kann Ihr Unfall mit dem Firmenwagen sogar zu einer fristlosen Kündigung führen.

Wer haftet und wer zahlt bei einem Unfall mit dem Firmenwagen während der Arbeitszeit?

Wer muss den Schaden zahlen, wenn es während der Arbeitszeit zu einem Unfall mit dem Firmenwagen kommt? Die ausschlaggebenden Faktoren sind dabei a) die Schuldfrage und b)welcher Grad an Fahrlässigkeit vorlag.

Unser Tipp

Generell gilt: Je größer Ihre Schuld am Unfall ist, umso stärker müssen Sie sich am Schadensersatz beteiligen. Den Rest übernimmt regulär die Haftpflichtversicherung Ihres Arbeitgebers.

4 wichtige Tipps, wer beim Unfall mit einem Dienstwagen zahlt

Zunächst müssen Sie zwischen vier Situationen unterscheiden: Sie waren nicht Schuld oder es lag leichte, mittlere und grobe Fahrlässigkeit vor.

  1. Tragen Sie keine Schuld an dem Unfall, muss die Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers für die entstandenen Schäden aufkommen. Sie müssen nichts zahlen.
  2. Kommt es aufgrund leichter Fahrlässigkeit, wie beispielsweise Ihre leichte Geschwindigkeitsüberschreitung, zu einem Unfall, kann man Sie als Arbeitnehmer dafür nicht bestrafen.
  3. Bei mittlerer Fahrlässigkeit, wie zum Beispiel einem von Ihnen begangenen Vorfahrtsfehler, werden Sie als Arbeitnehmer häufig in Regress genommen und müssen den Schaden anteilig tragen. Es kommt aber auf die genaue Unfallsituation an. Den Rest zahlt meistens der Arbeitgeber. Je größer die eigene Schuld am Unfall mit dem Firmenwagen ist, desto höher fällt auch der Beitrag aus, den Sie zusteuern müssen. Ist das Fahrzeug vollkaskoversichert, wird üblicherweise die Selbstbeteiligung von Ihnen gefordert.
  4. Bei grober Fahrlässigkeit oder sogar Vorsatz müssen Sie als Arbeitnehmer und Fahrer des Firmenwagens grundsätzlich den vollen Schaden übernehmen. Grobe Fahrlässigkeit liegt beispielsweise vor, wenn Sie alkoholisiert fahren. Sollte die Schadenshöhe allerdings die Höhe Ihres Einkommens stark übersteigen, müssen Sie als Mitarbeiter wiederum nur anteilig zahlen. Der Gesetzgeber will Sie mit dieser Regelung vor dem finanziellen Ruin schützen.

Das Bundesarbeitsgericht entschied bereits 1987 im Fall Az. 8 AZR 66/82, dass ein Arbeitnehmer nicht selbst das erhöhte Schadensrisiko tragen muss, nur weil der Arbeitgeber keine Vollkasko für den Firmenwagen abgeschlossen hat.

Vorsicht

Diese Regelung gilt nur, wenn der Unfall während der Dienstzeit auf einer Dienstfahrt passiert oder wenn Ihre Privatfahrt vom Arbeitgeber genehmigt wurde.

Wie ist mein Dienstwagen eigentlich versichert?

Gut zu wissen: Wissen Sie, wie der Dienstwagen versichert ist? Ihr Arbeitgeber als Fahrzeughalter ist dazu verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung für den Firmenwagen abzuschließen. Häufig besteht für den Dienstwagen zusätzlich eine Vollkaskoversicherung. Üblicherweise liegen die Selbstbeteiligungskosten bei 500 Euro und maximal 1.000 Euro.

Tipp: Fragen Sie schnellstmöglich bei Ihrem Arbeitgeber den bestehenden Versicherungsschutz -Vollkasko ja/nein- und die vereinbarten Selbstbehaltshöhen ab.

Wer haftet bei einem Unfall während einer Privatfahrt mit dem Firmenwagen?

Das kommt darauf an, ob Sie die private Nutzung mit Ihrem Arbeitgeber vertraglich festgelegt und ausdrücklich erlaubt haben. Per Definition nutzen Sie den Firmenwagen immer dann privat, wenn die Fahrten nicht den im Arbeitsvertrag festgelegten Aufgaben dienen.

Ist die private Nutzung des Firmenwagens erlaubt, übernimmt die Versicherung des Arbeitgebers normalerweise die Kosten bei einem Verkehrsunfall.

Wenn eine private Nutzung nicht erlaubt ist, dann zahlen Sie beim Verstoß dagegen auch selbst den entstandenen Schaden aus dem Verkehrsunfall.

Ist ein Unfall mit dem Firmenwagen ein Kündigungsgrund?

Wirklich heikel wird es für Sie, wenn Sie den Firmenwagen ohne Erlaubnis für eine private Fahrt genutzt haben und dann einen Unfall verursacht haben. Aber kann das auch zu einer Kündigung führen?

Nutzen Sie den Firmenwagen unerlaubt privat, ist das zunächst ein Vertragsbruch, der auch abgemahnt werden kann. Ihr Arbeitgeber kann Sie für diese unrechtmäßige Fahrt tatsächlich auch kündigen. Ist die private Nutzung hingegen erlaubt, gelten dieselben Regeln, als wenn Sie auf einer Dienstfahrt gewesen wären.

Unser Tipp

Um spätere Streitigkeiten zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen die Nutzung des Firmenwagens durch einen Fahrzeugüberlassungsvertrags vertraglich zu regeln.

Arbeitnehmer, die beruflich viel im Straßenverkehr unterwegs sind, sollten besonders gewissenhaft fahren. Bei einem Unfall gefährden sie nicht nur sich selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer, sondern auch den eigenen Job.

 

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie sind unverschuldet in einen Verkehrsunfall geraten, aber waren mit dem Firmenwagen unterwegs? Dann am besten schnell bei faire-Regulierung.de melden. Der bewährte Ablauf für Sie im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang risiko- und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller hier online.
  • Unser kompetentes Team prüft Ihren Fall sofort und erklärt Ihnen das weitere Vorgehen.
  • Die Schadensregulierung wird eingeleitet, die benötigten Dienstleister wie Gutachter, Werkstatt & Co werden für Sie koordiniert und Sie müssen sich nicht mehr mit lästigem Papierkram herumärgern.

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung-Netzwerk erledigen die anfallenden Aufgaben und kümmern sich um Ihre Schadensersatzansprüche, kompetent und persönlich.

Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 3,6 Millionen Neuwagen gekauft und dabei wird ein durchschnittlicher Kaufpreis von 33.600 € bezahlt. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn es zu einem Unfall mit dem gerade erst neu erworbenen Auto kommt. Denn der Wert des Fahrzeuges ist auch nach einer fachgerechten Reparatur erheblich gemindert – denn nun trägt es den Stempel „Unfallfahrzeug“.

Wir erklären Ihnen in diesem Ratgeber welche Ansprüche sie nach einem Neuwagen-Unfall haben und wann Sie Anspruch auf einen gleichwertigen Neuwagen haben. 

In Kürze
  • Ein Unfall mit einem Neuwagen unterscheidet sich von einem Unfall mit einem gebrauchten Kfz insofern, dass es beim Neuwagen-Unfall immer zu einer erheblichen Wertminderung des Autos kommt.
  • Nach einem Neuwagen-Unfall stehen Ihnen neben der Wertminderung und den Reparaturkosten oft noch weitere Ansprüche zu, die Sie prüfen lassen sollten
  • Anspruch auf einen Neuwagen kann nur bestehen, wenn das Unfallfahrzeug weniger als einen Monat zugelassen war und Sie seit dem Kauf weniger als 1.000 km damit gefahren sind.
  • Wir von faire-Regulierung stehen Ihnen als versicherungsunabhängiges Spezialistennetzwerk in allen Fragen rund um Ihren Verkehrsunfall zur Seite.

Was unterscheidet einen Unfall mit einem Neuwagen von einem Unfall mit einem gebrauchten Auto?

Kurz gesagt: Bei einem Unfall mit einem Neuwagen kommt es zu einer erheblichen Wertminderung des Fahrzeugs. Als Wertminderung bezeichnet man die Minderung des Fahrzeugwertes. Diese wird zwar üblicherweise zusammen mit den Reparaturkosten von der Versicherung des Unfallverursachers gedeckt, aber der Neuwagen ist dann nicht mehr „neu“, sondern ein repariertes Unfallfahrzeug. Dies ist bei einem Neuwagen besonders ärgerlich, da sich der Fahrzeughalter erst vor kurzem bewusst für einen Neuwagen entschieden hat und nun einen Unfallwagen besitzt.

Wichtig

Erfolgt die Hauptuntersuchung mit über 2-monatiger Verspätung, berechnen die Prüfstellen häufig 20 Prozent mehr für die Untersuchung. Begründet wird dies mit dem erhöhten Mehraufwand.

Tipp: Falls Sie noch einen neuen Wagen fahren, steht Ihre erstmalige Hauptuntersuchung erst nach 36 Monaten anstatt der sonst üblichen zwei Jahre an.

Welcher Ersatz steht mir bei einem fremdverschuldeten Neuwagen-Unfall zu?

Kollidieren zwei Fahrzeuge miteinander, entsteht in der Regel ein Schaden, der zur Wertminderung nach dem Unfall führt. Eben diese Wertminderung ist nun als Unfallschaden auszugleichen.

Der Unfallverursacher – beziehungsweise dessen Haftpflichtversicherung – muss sowohl für die Wertminderung als auch die Reparaturkosten und ggf. weitere Ansprüche aufkommen.

Unser Tipp

Welche Ansprüche Ihnen nach einem unverschuldeten Autounfall zusätzlich zustehen können, zeigen wir Ihnen gerne. Dazu können Sie absolut kostenfrei und ohne Risiko Ihren Schaden unter faire-Regulierung.de melden. Unsere Verkehrsrechtexperten geben Ihnen innerhalb kürzester Zeit einen Überblick über Ihre möglichen Schadensersatzansprüche.

 

Habe ich nach einem Unfall einen Anspruch auf einen Neuwagen als Ersatz?

Viele Neuwagenbesitzer stellen sich die Frage, ob sie nach einem Neuwagen-Unfall einen Anspruch auf einen Neuwagen haben. Üblicherweise ist die gegnerische Versicherung nur dazu verpflichtet, die Reparaturkosten sowie einen Ausgleich für die dabei hervorgerufene Wertminderung zu zahlen.

Tatsächlich ist es jedoch möglich, für einen Totalschaden, der durch einen Unfall mit dem Neuwagen verursacht wurde, gegenüber der gegnerischen Vollkaskoversicherung einen Anspruch auf einen Neuwagenersatz geltend zu machen. Handelt es sich jedoch um Schäden am Fahrzeug, die sich durch eine Reparatur beheben lassen, werden in der Regel lediglich die Instandsetzungskosten durch die Versicherung ersetzt. Zusätzlich haben Sie einen Anspruch auf Auszahlung der Wertminderung.

Nur wenn es Ihnen unzumutbar wäre, ein repariertes Fahrzeug zu benutzen, haben Sie einen Anspruch auf einen Neuwagen. Grund für die Unzumutbarkeit ist, dass der Makel des Unfallwagens sich durch eine Reparatur nicht beheben lässt. Dazu muss das Unfallgutachten vor allem eine erhebliche Beschädigung feststellen. Nach einem aktuellen Urteil des Bundesgerichtshofs müssen hierfür jedoch bestimmte Kriterien vorliegen, die wir Ihnen im Folgenden näher erklären.

 

Welche Kriterien zur Abrechnung auf Neuwagenbasis bei einem unverschuldeten Unfall gibt es?

Neben der Voraussetzung der Unzumutbarkeit hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 29.9.2020 mit dem Aktenzeichen VI ZR 271/19 bestimmte Kriterien dafür bestätigt, ab wann nach einem Unfall mit einem Neuwagen ein neues Fahrzeug erstattet werden muss:

Kriterien für Neuwagen als Ersatz
  • Fahrleistung beträgt zum Unfallzeitpunkt weniger als 1.000 km
  • seit maximal einem Monat besteht eine Kfz-Zulassung
  • ein erheblicher Sachschaden ist entstanden
  • Geschädigter kauft sich mit dem Geld der Ersatzzahlung nach dem Unfall tatsächlich einen vergleichbaren Neuwagen

Besonders das Kriterium der erheblichen Beschädigung sorgt bei der Unfallregulierung immer wieder für juristische Probleme, da hierfür keine eindeutige Definition existiert. Entscheidend ist aber der Aspekt der Zumutbarkeit. Wurden beispielsweise Schweißarbeiten an tragenden Fahrzeugteilen vorgenommen, um den Schaden zu beheben, so kann dem Fahrzeughalter die Weiternutzung des derart instandgesetzten Wagens nicht mehr zugemutet werden. Gerichte sind sich aber uneins, ab wann ein Fahrzeug laut dem Verkehrsrecht als erheblich beschädigt einzustufen ist.

Grundsätzlich ist der Geschädigte hierbei in der Beweispflicht. Hier sind von einem unabhängigen Sachverständigen erstellte Kfz-Gutachten von erheblicher Bedeutung und von großem Vorteil für Sie. Das Gutachten dokumentiert für Sie, ob der Neuwagen durch den Unfall eine erhebliche Wertminderung erlitten hat. Die Durchsetzung der vom Sachverständigen festgestellten Wertminderung gehört dann in die Hände eines spezialisierten Rechtsdienstleisters wie faire-Regulierung. Werden alle genannten Bedingungen beim Neuwagen-Unfall erfüllt, sprechen Versicherer von einem Ersatzanspruch auf Neuwagenbasis.

ACHTUNG: Der Geschädigte hat diesen Anspruch nur, wenn er sich tatsächlich einen Neuwagen kauft. Eine fiktive Abrechnung auf Neuwagenbasis ist nicht möglich.

Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie hatten einen Unfall mit Ihrem Neuwagen? Wir helfen Ihnen. Unser Spezialisten-Netzwerk übernimmt die komplette Abwicklung des Schadenfalls gegenüber allen Versicherungen und kann Ihnen vom unabhängigen Sachverständigen bis zur erprobt zuverlässigen Fachwerkstatt mit unkompliziertem Ersatzwagenservice weiterhelfen.

Das smarte Verfahren im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang einfach telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller hier online.
  • Unser Spezialistennetzwerk prüft Ihren Fall sofort und bespricht mit Ihnen persönlich das für Sie beste Vorgehen.
  • Die Schadensregulierung wird im Hintergrund für Sie geleistet. Sie bekommen alle Informationen und Dokumente einfach in Echtzeit auf Ihr Smartphone und sind schnell wieder mobil.

Unser Netzwerk aus ausschließlich lizenzierten Spezialisten prüft für jeden Haftpflichtfall bis zu 16 Anspruchsarten für Sie durch. Durch unsere langjährige tiefe Expertise und modernste Technik erschließen wir Unfallgeschädigten durchschnittlich 420,- € Mehrauszahlung gegenüber herkömmlichen Regulierungswegen (Direktanruf bei Versicherung oder Werkstatt).

E-Bike-Fahrer sind häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt als normale Radfahrer, da sie auf den Straßen oft schneller unterwegs sind. Wir geben Ihnen in unserem Ratgeber 5 wichtige Infos, damit Sie wissen, was Sie bei einem Unfall mit E-Bike beachten müssen.

In Kürze
  • Unter die Kraftfahrzeuge fallen des E-Bike und das S-Pedelec. Als Fahrrad geht das Pedelec durch.
  • E-Bike und S-Pedelec benötigen daher eine eigene Haftpflichtversicherung. Das Pedelec jedoch nicht.
  • Geraten Sie in einen unverschuldeten Verkehrsunfall, muss der Verursacher Ihnen den entstandenen Schaden ersetzen.
  • Ansprüche sind dann u.a. der Sachschaden am E-Bike, an der Kleidung oder am Helm. Dazu kommen weitere Schadenspositionen.

E-Bike, Pedelec, Elektrofahrrad… welche Unterschiede gibt es?

Ein Elektrofahrrad ist ein Fahrrad, wenn es zum einen eine Leistung von 600 Watt nicht übersteigt und zudem eine Bauartgeschwindigkeit von nicht mehr als 25 km/h besitzt. Als Kraftfahrzeug gilt ein Elektrofahrrad, welche diese Kriterien übersteigt und z.B. die Motorunterstützung bei Erreichen von 25 km/h nicht abgebrochen wird.

Vorsicht: Für „schnelle Elektrofahrräder“ müssen alle geltenden Bestimmungen eingehalten werden, die auch für Kraftfahrzeuge gelten. Mit diesen E-Bikes dürfen die Radwege nicht mehr benutzt werden. Es muss auf der regulären Fahrbahn gefahren werden.

Was ist eigentlich ein E-Bike und wie unterscheidet es sich von einem Pedelec oder S-Pedelec?

E-Bike wird umgangssprachlich häufig als Oberbegriff für alle Elektroräder verwendet. Das ist aber nicht ganz richtig. Ein E-Bike ist ein Elektrofahrrad, das auch dann fährt, wenn der Fahrer nicht in die Pedale tritt. Abhängig von der Watt-Zahl und der Maximalgeschwindigkeit gelten sie entweder als „Fahrrad“ oder als „Kraftfahrzeug“. Achten Sie daher unbedingt auf die Bestimmungen, die für die „schnellen Elektrofahrräder“ gelten – wie z.B. die verpflichtende Kfz-Haftpflichtversicherung.

Ein Pedelec ist ein „Pedal Electric Cycle“, mit welchem eine Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h erreicht werden kann. Schneller kann man nur fahren, wenn man kräftig in die Pedale tritt. Das Pedelec ist ein Fahrrad.

Das S-Pedelec ist ein schnelles Pedelec und fällt unter die Kleinkrafträder. Durch die Motorunterstützung beim Treten kann eine Geschwindigkeit von 45 km/h erreicht werden. Ein Mofa-Führerschein ist zum Fahren vorgeschrieben – genauso wie eine Kfz-Haftpflichtversicherung.

Gibt es einen Haftungsunterschied zwischen einem E-Bike und einem normalen Fahrrad?

Einen Haftungsunterschied gibt es grundsätzlich nicht, denn das E-Bike hat von sich aus theoretisch keine erhöhte Unfallgefahr. Anders als Motorräder, Motoroller und Autos wird dem E-Bike keine Betriebsgefahr zugerechnet. Autos tragen bei einem Unfall mit einem E-Bike-Fahrer, der nicht grob fahrlässig gehandelt hat, eine Teilschuld, da das Autofahren an sich regelmäßig als gefährlich zu werten ist.

Bei einem Unfall eines E-Bike-Fahrers mit einem normalen Fahrrad wird im Einzelfall geprüft, wer den Unfall verursacht hat.

Benötige ich eine Versicherung für E-Bikes?

Für ein E-Bike und ein S-Pedelec reicht eine private Haftpflichtversicherung nicht aus. Für diese Elektrofahrradtypen müssen Sie unbedingt eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Dabei handelt es sich um eine klassische Rollerversicherung. Bei einem Pedelec braucht es das nicht.

Unser Tipp

Prüfen Sie unbedingt, ob Ihre private Haftpflichtversicherung Ihr Pedelec mit einschließt. Falls nicht, empfehlen wir Ihnen zum Abschluss einer gesonderten Haftpflichtversicherung, die Sie schützt, wenn Sie jemand anderen schädigen.

 

Unfall mit E-Bike

Geraten Sie unverschuldet mit Ihrem E-Bike in einen Verkehrsunfall, kann ihr Unfallgegner dafür haftbar gemacht werden und seine Haftpflichtversicherung muss Ihnen den Schaden ersetzen. Ein E-Bike-Unfall darf wie jeder andere Kfz-Unfall nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Auch hier kann es sich im sehr hohe Schadenssummen handeln. Dabei geht es viel weniger um den reinen Fahrzeugwert. Denn leider sind unfallbetroffene E-Biker oft auch verletzt und es geht regelmäßig um erhebliche Heilbehandlungskosten, Verdienstausfälle und Schmerzensgeldansprüche. Als Spezialisten verfügen wir über das hier benötigte Knowhow und helfen Ihnen damit kompetent Ihre Ansprüche durchzusetzen.

Wichtig

Hat Ihr Unfallgegner weder eine Haftpflichtversicherung noch genügend Geld, um den Schaden zu begleichen, kommt es darauf an, ob Ihre eigene Versicherung solche Forderungsausfälle auch abdeckt. Prüfen Sie daher, ob Ihre bestehende Privathaftpflichtversicherung solche Situationen absichert und bessern Sie gegebenenfalls nach.

 

 

Ansprüche nach Unfall mit E-Bike

Nach einem Verkehrsunfall mit einem E-Bike muss der Schädiger grundsätzlich – wie auch bei einem Autounfall ohne E-Bike – den Zustand wiederherstellen, der vor dem Unfall bestand. Wir prüfen kostenfrei Ihre Schadensersatzansprüche für Sie. Neben dem Sachschaden am E-Bike können auch Schäden am Helm und der Kleidung bestehen. Auch diese Positionen werden durch faire-Regulierung für Sie geltend gemacht.

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Der erste Schritt zur Erstattung Ihres Schadensersatzanspruches ist die saubere Schadensmeldung mit uns. Gehen Sie auf Nummer sicher und klären Sie daher kurz sämtliche Erstattungsmöglichkeiten mit dem Service von faire-Regulierung.de in wenigen Schritten ab:

  • Sie geraten unverschuldet in einen Verkehrsunfall und wollen Schadensersatzansprüche geltend machen.
  • Sie melden uns den Unfallhergang risiko- und kostenfrei telefonisch unter 0800 – 30 111 60 oder noch schneller online.
  • Unser kompetentes Team prüft Ihren Fall sofort.
  • Ein von Versicherungen unabhängiger Experte aus unserem Netzwerk meldet sich direkt bei Ihnen und bespricht individuell das weitere Vorgehen.

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung Netzwerk erledigen die anfallenden Aufgaben und kümmern sich um Ihre Schadensersatzansprüche, kompetent, bewährt und ohne Risiko für Sie.

Schnell mal mit den Birkenstock-Schlappen zum Einkaufen fahren oder mit den Gummistiefeln aus dem Garten einen kurzen Abstecher zum Baumarkt. Wer kennt das nicht? Aber darf man mit Gummistiefeln, Birkenstocks, Flip-Flops, Sandalen oder gar High Heels überhaupt Auto fahren? Wir erklären Ihnen in unserem Ratgeber, welches Schuhwerk zum Autofahren geeignet ist und welche Risiken es für Sie gibt, wenn Sie mit falschem Schuhwerk fahren und in einen Autounfall geraten.

In Kürze
  • Grundsätzlich ist es nicht verboten, barfuß, mit Flip-Flops, Birkenstocks oder anderem ungeeigneten Schuhwerk zu fahren.
  • Allerdings besteht dann bei einem Verkehrsunfall das Risiko, dass Sie durch eine Sorgfaltspflichtverletzung teuer zur Kasse gebeten werden oder Ihre Kaskoversicherung die Kostenübernahme ablehnt.
  • Unser Tipp: Tragen Sie geeignetes Schuhwerk und verringern Sie dadurch die Unfallgefahr.

Gibt es ein Gesetz, dass das Fahren ohne Schuhe verbietet?

Nein. Es gibt keine gesetzliche Regelung in der StVO, welche Sie als Privatperson dazu verpflichtet, beim Autofahren Schuhe zu tragen. Grundsätzlich können Sie mit Ihren Birkenstocks oder Flip-Flips oder sogar barfuß fahren.

Doch Vorsicht: Auch wenn für Privatpersonen das Tragen von geeignetem Schuhwerk nicht Vorschrift ist, ist es dies für Berufskraftfahrer sehr wohl. Gemäß der BGV D29, §44 Abs. 2 gilt daher beispielsweise für Busfahrer, dass diese zum sicheren Führen des Fahrzeuges den Fuß umschließendes Schuhwerk tragen müssen. Tut der Berufskraftfahrer dies nicht, verstößt er gegen diese Vorschrift und macht sich unter Umständen sogar strafbar.

Darf man barfuß Auto fahren?

Barfuß Auto fahren ist grundsätzlich nicht verboten. Jedoch empfiehlt es sich nicht, da Sie barfuß sehr leicht von den Pedalen abrutschen können und Ihr Unfallrisiko damit enorm steigern. Wir raten Ihnen daher unbedingt vom Fahren ohne Schuhe ab.

 

Auto fahren mit Flip-Flops, Birkenstocks, Sandalen und den geliebten High Heels

Ähnlich verhält es sich mit Ihren geblieben Birkenstocks und Flip-Flops. Gerade wenn es draußen warm wird und Sie Sandalen tragen, oder Sie mit Ihren Hausschuhen kurz zum Einkaufen wollen, ist die Verlockung groß mit diesen Schuhen zu fahren. Leider ist diese Art von Schuhwerk nicht zum sicheren Steuern eines Autos geeignet. Sie haben dann keinen festen Halt auf den Pedalen haben oder bleiben sogar mit den Riemchen hängen. Auch High Heels sind nicht zum Fahren geeignet, da sich der Absatz leicht in den Pedal-Armen verkeilen kann. Da aber nicht zwingend eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer besteht, wenn Sie mit ungeeigneten Schuhen fahren, kommt es bei einer Kontrolle durch die Polizei auch nicht zwingend zu einem Bußgeld.

Unser Tipp für Sie: Um jedoch im Vorfeld Unfälle zu vermeiden, raten wir Ihnen dazu, sich ein Paar geschlossene Schuhe ins Auto zu legen und Ihre Sandalen vor der Fahrt gegen diese zu tauschen.

Unfall barfuß oder mit ungeeigneten Schuhen – Was nun?

Ganz anders sieht es aus, wenn Sie ohne geeignetes Schuhwerk oder gar barfuß in einen Unfall geraten. Wer hat Schuld nach einem Unfall mit ungeeignetem Schuhwerk? Zwar ist es im Straßenverkehr nicht verboten, High Heels oder Flip-Flops zu tragen, aber oberste Priorität im Straßenverkehr hat die Verkehrssicherheit und somit auch die gegenseitige Rücksichtnahme.

Wichtig

Konnten Sie durch das Fahren mit Birkenstocks oder Flip-Flops die Pedale nicht richtig bedienen und haben dadurch einen Unfall verursacht, kann auf Sie ein Bußgeld wegen Verletzung der Sorgfaltspflicht zukommen.

Hinweis: Sie müssen auch damit rechnen, dass Sie nach dem Unfall von der Polizei befragt werden und vom Gericht eine Teilschuld wegen dieser Pflichtverletzung zugesprochen bekommen. Das hat auch Auswirkungen auf die Zahlungsbereitschaft der beteiligten Versicherungen!

Zahlt die Versicherung bei einem Unfall ohne geeignetes Schuhwerk?

Wird Ihnen eine Teilschuld zugesprochen, so kann Ihre eigene Versicherung Ihnen auch eine Teilhaftung zusprechen. Ihr Versicherungsschutz geht aber nicht vollständig verloren, da die meisten Kfz-Versicherer das Fahren mit Flip-Flops oder Birkenstocks nicht als fahrlässig ansehen. Ihre eigene Kaskoversicherung kann prinzipiell immer wegen einer Verletzung der vertraglich festgelegten Obliegenheiten Regressansprüche an Sie stellen oder eine höhere Selbstbeteiligung fordern. Ob das in Ihrem konkreten Fall von der Versicherung auch so gelebt wird, wenn Sie als Versicherungsnehmer mit ungeeigneten Schuhen gefahren sind, hängt erfahrungsgemäß von der Kulanz des Versicherers und der Schadenshöhe ab. Für den Schadensanteil, für den Sie nicht schuld sind wird dann – wie bei jedem üblichen Unfall auch – von der Versicherung des Unfallverursachers reguliert. Sie kann Ihnen aber wegen Ihrer möglichen Teilschuld die Ansprüche entsprechend anteilig kürzen.

Die richtigen Schritte zur fairen Schadensregulierung

Sie sind unverschuldet in einen Verkehrsunfall geraten, aber unglücklicherweise mit Ihren geliebten Flip-Flops oder Birkenstocks gefahren? Dann am besten schnell bei faire-Regulierung.de melden. Der bewährte Ablauf für Sie im Überblick:

  • Sie melden uns den Unfallhergang risiko- und kostenfrei telefonisch unter 0800 30 111 60 oder noch schneller online.
  • Unser kompetentes Team prüft Ihren Fall sofort und erklärt Ihnen das weitere Vorgehen.
  • Die Schadensregulierung wird eingeleitet, die benötigten Dienstleister wie Gutachter, Werkstatt & Co werden für Sie koordiniert und Sie müssen sich nicht mehr mit Papierkram herumärgern.

Die lizenzierten Spezialisten aus dem faire-Regulierung Netzwerk erledigen die anfallenden Aufgaben und kümmern sich um Ihre Schadensersatzansprüche, absolut kompetent und ohne Risiko für Sie.